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4. Auflage der Göttinger Benefizgala Sport meets Music

Symphonie Orchester und Sportler begeistern 4. Auflage der Göttinger Benefizgala Sport meets Music

Der kürzeste Auftritt ist der beste. Danach wissen die Zuschauer, dass Walzerkönig Johann Strauss seine Furioso-Polka extra für die Jumpstyler der Tanzschule Krebs geschrieben hat: durch die Luft wirbelnde Beine, harmonische Abstimmung mit der Musik, große Klasse. Korrigierte knapp 800 Zuschauer in der Stadthalle, etwas weniger als bei der dritten Auflage von Sport meets Music vor zwei Jahren, rasen vor Begeisterung.

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„Auf Ferienreisen“: Die Hip-Hopper der Göttinger Hip-Hop-Dance-Academy bei ihrer Interpretation der Polka „Auf Ferienreisen“ von Josef Strauss.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Die Benefiz-Gala des Stadtsportbundes geht am Sonntagabend zum mittlerweile vierten Mal über die Bühne. Die Idee ist, dass sich Sportler aus der Region zu klassischen, vom Göttinger Symphonie Orchester (GSO) interpretierten Stücken Auftritte ausdenken. Stadtsportbund-Chef Andreas Gruber erhofft sich diesmal einen Erlös in Höhe von mehr als 10 000 Euro, der in Jugendprojekte der Göttinger Sportvereine fließt.

Die Arbeit haben andere, und zwar nicht nur die Sportler oder die Moderatoren Andreas Lindemeier und Dennie Klose: die Projektleiterin Julia Mausch etwa vom Kooperationspartner GWG (Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen) oder der künstlerische Leiter des Abends, Christoph-Mathias Mueller, Chefdirigent des GSO.

„Zusammen mit den Sportlern entsteht immer etwas Neues“, sagt Mueller am Sonntag. „Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich das sehe“.

Und auch was der Schweizer hört, ist für ihn Neuland: Durch die spektakulären Sprünge der Rope Skipper des TV Roringen inspiriert, wird das GSO vom Publikum durch rhythmisches Klatschen begleitet – Felix Mendelssohn Bartholdy, aus dessen Feder die Ouvertüre zum Sommernachtstraum stammt, wäre wahrscheinlich auch gesprungen, allerdings im Dreieck.

Gegensätze ziehen sich an

Mueller aber freut es, und nach einem äußerst gelungenem Auftritt der Hip-Hop-Dance-Academy zur Josef-Strauss-Polka „Auf Ferienreisen“ – Gegensätze ziehen sich schließlich an – fordert der Generalmusikdirektor die Zuschauer vor der Pause zum Mitmachen auf: zum lauter werdenden Crescendo-Klatschen bei der Polka-Zugabe. Die Stadthalle bebt vor Freude an der Musik.

Tänzerische Bewegungen der Aikido-Kämpfer des MTV Grone zu Beethovens „Die Geschöpfe des Prometheus“, fließende Bewegungen des ASC-Balletts zu Humperdincks Knusperwalzer oder eine hervorragend abgestimmte Choreografie der Kunstturner des Tuspo Weende, ergänzt durch Späße der Göttinger Comedy Company: Der erste Teil des Programms hat viel zu bieten.

Der zweite Teil erfüllt dann die in ihn gesetzten Erwartungen vollauf. Eingeleitet von Jazzaholics, der Bigband des Otto-Hahn-Gymnasiums, freundet sich Mozart mit BG-Basketballerinnen, Jungkickern des SC Hainberg und Volleyballern der SV Groß Ellershausen/Hetjershausen an. Ein Wurf, ein Rumms, und der Judo-Club des ASC begibt sich auf die Jagd nach Ljadows Hexe.

Die KAZ-Akrobaten setzen schließlich als Piraten der Karibik zur entsprechenden Filmmusik einen kraftvollen und zugleich fantasievollen Schlusspunkt. Das große Finale mit allen Beteiligten ist ein Manifest: Das nächste Treffen des Sports mit der Musik in zwei Jahren hat wieder mehr Zuschauer verdient.

Nachgefragt  
... bei Andreas Gruber, Vorsitzender des Stadtsportbundes  

Wie hat Ihnen die vierte Auflage gefallen?

Man hat gemerkt, dass sich die Beteiligten sehr intensiv mit den Stücken auseinandergesetzt haben. Diesmal war viel Tanz dabei, und das hat allen Besuchern, glaube ich, gut gefallen. Die Moderatoren Dennie Klose und Andreas Lindemeier waren Spitze, und unser Erfinder und musikalischer Direktor, Christoph-Mathias Müller, war grandios.

Wie hat sich die Gala seit der Premiere verändert?

Es gibt eine größere Vielfalt, wenn beispielsweise die KAZ-Akrobaten mit Bambusstöcken auftreten. Die Besucher haben noch spektakulärere Auftritte als in den Jahren zuvor erlebt.

Hatten Sie sich mehr als 800 Zuschauer erhofft?

Als wir den Termin festgelegt haben, war nicht abzusehen, dass es in dieser Zeit zahlreiche hochklassige Veranstaltungen in Göttingen gibt. Man darf aber auch nicht die Künstler und Helfer vergessen. Zusammen haben wir fast 2000 Menschen bewegt. Ohne Partner wäre das nicht möglich, und deshalb gilt mein Dank auch diesen Unterstützern.

Wie sehen die Pläne für die nächste Gala 2016 aus?

Wir werden uns zeitnah mit dem Orgateam und Christoph-Mathias Mueller treffen. Alle waren begeistert, und daher hoffen wir, dass alle wieder dabei sind. 

Gruber

Gruber

Quelle:
 
SMM
Zweijähriger Rhythmus

Mit den Einnahmen aus Sport meets Music will der Stadtsportbund seit 2010 – zunächst im jährlichen, seit 2011 im zweijährigen Rhythmus – Geld zur Förderung der Jugendarbeit in Göttinger Sportvereinen erlösen.

Die Gala, unter anderem aus den GSO-Konzerten auf den Zietenterrassen hervorgegangen, löste die Stadt-Tombola ab und soll weggefallene städtische Mittel kompensieren.

Sämtliche Beteiligte treten ohne Gage auf, zudem gibt es Sponsoren.

 

Sport meets Music: Benefiz-Gala des Stadtsportbundes. ©Theodoro da Silva

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Von Eduard Warda

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