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96-Profis besuchen „Fußball-Niemandsland“

IGS-Sportfest 96-Profis besuchen „Fußball-Niemandsland“

Turnschuhe, Sporthose und Trikot tragen beinahe alle Schüler der Georg-Christoph-Lichtenberg Gesamtschule (IGS Göttingen). Von fast jeder Stirn perlt der Schweiß.

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Umlagerte Profis: 96-Spieler Moritz Stoppelkamp (vorne links) und seine Mitstreiter erfüllen Autogrammwünsche.

Quelle: Heller

Und das nicht wegen der sommerlichen 23 Grad am gestrigen Montag, sondern wegen der Anstrengung. Es ist Sportfest, „à la Mission Olympic“, erklärt Reinhard Schäfer, Organisator und Sportlehrer an der IGS. Zwischen den Schülern: fünf Profisportler. Die Fußballer Moritz Stoppelkamp und Willi Evseev, Physiotherapeut Björn-Niclas Pabel (alle Hannover 96), die Fifa-Schiedsrichterin Riem Hussein und der Fußball-Freestyle-Profi Daniel Knoblich.

Im Rahmen der Aktion „Profis in der Schule“ von Sparkassen-Finanzgruppe und Radio ffn haben sie die IGS besucht. „Südniedersachsen ist ein Fußball-Niemandsland“, erklärt Schäfer, „daher wollten wir mal was mit echten Profis machen.“ Da es an der IGS auch viele Nichtfußballer gebe, haben die Lehrer ein disziplinübergreifendes Sportfest organisiert.

Zunächst aber standen die Profis Rede und Antwort. „Wie sehen die Spieler eigentlich ihre Beziehung zu den Schiedsrichtern“, kommt eine Frage aus dem Publikum. „Der ist immer der Buhmann“, sind sich Stoppelkamp und Evseev einig. Schiedsrichterin Hussein kennt diese Einstellung der Sportler dem Unparteiischen gegenüber: „An jedem zweiten Wochenende ist das so. Und wenn man wirklich etwas falsch entschieden hat, hängt das einem noch lange nach. Sonst geht das aber rechts rein und links wieder raus“. „Habt ihr Rituale, die ihr vor jedem Spiel macht?“, will ein Schüler wissen. Er hüpfe immer mit beiden Füßen gleichzeitig auf das Spielfeld, erzählt Stoppelkamp. Auch Evseev hat ein Ritual: „Ich bin gläubig, und immer wenn ich auf das Spielfeld gehe, bekreuzige ich mich“, verrät der 18-Jährige.

Jurek von Lingen (12) ist stolz: Der 96-Fan im Trikot des spanischen Nationalspielers Torres hat Autogramme von allen fünf Profis ergattert. Gerade noch rechtzeitig, bevor sie die Autogrammstunde beendeten, um sich ihren sportlichen Verpflichtungen zu widmen. Die Jugendlichen drängen auf den Schulhof zu den zahlreichen Stationen: Dosen werfen, Slackline laufen, Seilbahnfahren, Speedrutschen – und natürlich Fußball.

Auch die Schüler der benachbarten Heinrich-Böll-Schule sind bei dem Fest dabei und versorgen die Sportler im Böll-Café. Als Helfer waren die Schüler des Sport-Leistungskurses eingeteilt, „damit sie mal sehen, was man im Bereich Sport so alles machen kann“, erläutert Schäfer. „Bei „Profis in der Schule“ hat er die IGS angemeldet, und wurde prompt genommen. Jetzt soll es sogar eine Kooperation zwischen der IGS und Hannover 96 geben. Freikarten für Schüler und Profibesuche inbegriffen.

Schließlich sind die Profis gegen Mannschaften der IGS angetreten, Stoppelkamp trotz der Wärme mit Mütze, denn „heute liegen die Haare nicht“. Gespielt hat dann jeder so, wie er es am besten kann. Fifa-Schiedsrichterin Hussein pfeift das Spiel an. Stoppelkamp und Evseev glänzen mit Tricks und Ballstafetten. Freestyle-Profi Knoblich versucht den Ball auf dem Kopf ins gegnerische Tor zu transportieren, und Physiotherapeut Björn-Niclas Pabel, der „mehr Tennisspieler als Fußballer ist“, vertändelt, bedrängt von drei Gegnerinnen, den Ball vor dem eigenen Tor. Er verschuldet damit den 1:1-Ausgleich in der Partie gegen die Mädchenmannschaft der Schule, die den Profis am Ende ein 2:2 abtrotzten.

tol

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