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Adamczaks Ziel ist die Bundesliga

1. Basketball-Regionalliga Adamczaks Ziel ist die Bundesliga

Der Einstand von Nico Adamczak bei Basketball-Regionalligist BG 74 war nicht von schlechten Eltern. Nach nur wenigen Tagen im Mannschaftstraining steuerte die 19-jährige Neuverpflichtung aus Berlin 13 Punkte, sechs Rebounds und sechs Assists zum 94:78-Heimerfolg der Veilchen gegen die SG Oslebshausen/Bremen bei und war damit zweitbester Werfer seines Teams hinter Ernie Rama (28). BG-Trainer Hans-Werner Schmidt traut dem 1,92 Meter langen Flügelspieler zu, beim Aufsteiger zu einem wichtigen Faktor im Kampf um den Klassenverbleib zu werden.

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Kämpfernatur: Neu-BGer Nico Adamczak (Mitte).

Quelle: EF

Dass Adamczak – in der vorigen Saison mit einem Schnitt von 15,0 Punkten und 8,2 Rebounds Leistungsträger des von Henrik Rödl trainierten Deutschen NBBL-Meisters Alba Berlin – für die Göttinger spielt, verdankt sich Schmidts guten Kontakten zu dessen Agenten Gerrit Kersten-Thiele, ehemals Spieler und Co-Trainer bei den Veilchen. Der hatte den Juniorennationalspieler und Europameisterschafts-Teilnehmer (U 16 und U 18) zu Beginn der laufenden Saison zum Pro-A-Zweitligisten ETB Baskets Essen vermittelt, wo Adamczak aber ebenso wenig Fuß fasste wie zuletzt beim Pro-B-Aufsteiger BC Weißenhorn, neuer Klub des früheren BGers Cody Töpper in der Nähe von Ulm.

Die Behauptung von Essens Coach Igor Krizanovic, man habe sich von Adamczak wegen dessen mangelnder Professionalität wieder getrennt, weist der junge Berliner entschieden zurück: „Ich hatte, wie vertraglich vereinbart, zur Erlangung der Fachhochschulreife eine Ausbildungsstelle bei den Essener Stadtwerken erhalten. Dort musste ich jeden Morgen um 6 Uhr anfangen und konnte deshalb das Frühtraining nicht mitmachen, was dem Trainer nicht passte.“ Das habe zu Konflikten geführt, er habe kaum spielen dürfen und daraufhin frustriert das Handtuch geworfen. In Weißenhorn habe er keine sportliche Perspektive für sich gesehen, weil dort nur einmal pro Woche ernsthaft trainiert worden sei.

„Bei der BG und Trainer Hans Schmidt habe ich dagegen ein richtig gutes Gefühl. Es wird vernünftig trainiert, ich denke, dass ich genügend Spielzeit kriege, und Hans will mir ein halbjähriges Praktikum für die Fachhochschulreife besorgen“, zählt der 19-Jährige auf, warum Göttingen für ihn die richtige Wahl ist. Auch der Wechsel von der Bundeshauptstadt in die südniedersächsische Provinz falle ihm nicht schwer. „Göttingen ist super, eine richtige Studentenstadt und viel lebendiger als Essen und vor allem Weißenhorn. Außerdem ist man ja schnell in Berlin, wenn ich das will“, lacht er.
Längerfristig geht sein sportlicher Anspruch allerdings über die Regionalliga hinaus. Insgeheim hofft Adamczak beim Bundesligateam der BG mittrainieren und Coach John Patrick von seinem Potenzial überzeugen zu können. Eine Bezugsperson hat der 19-Jährige in der Mannschaft bereits. Robert Kulawick ist auf die gleiche Schule wie er gegangen und hat seine Karriere ebenfalls bei den Marzahner Basketball-Bären begonnen. Der VfB Hermsdorf, Adamczaks zweiter Klub, ist am Sonnabend (17.30 Uhr, FKG-Halle) Gast der BG 74.

mig

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