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"Aggressive-Leader" will Oldenburg zermürben

Basketball-Bundesliga "Aggressive-Leader" will Oldenburg zermürben

Heute steht für Basketball-Bundesligist BG Göttingen ein Duell an, das wohl zu den schwersten und härtesten zählt. Ab 20 Uhr messen sich die Veilchen in der EWE-Arena in Oldenburg mit dem Deutschen Meister, der zu Hause in dieser Spielzeit noch ungeschlagen ist und eine furchteinflößende Bilanz von 10:0 Siegen vorweist. BG-Kapitän John Little bekommt in Anbetracht dieser Aufgabe allerdings alles andere als Angst, sondern „sehr viel Lust auf Basketball“.

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Bekam John Littles (r.) harte Defensive auch deutlich zu spüren: Gravelines Point-Guard und Top-Star Benjamin Woodside markierte in der Euro-Challenge durchschnittlich 15 Punke und vier Assists. Gegen Göttingen kam er durchschnittlich nur auf vier Zähler und 1,5 Assists.

Quelle: Theodoro da Silva

„Das sind doch genau die Spiele, die uns besonders viel Spaß machen. Nur wenn sich ein Sportler mit den Stärksten misst, kann er sich verbessern und selbst Anerkennung bekommen“, sagt der 25-jährige Aufbauspieler (Guard). Und dass er sich heute Abend mit einem der besten BBL-Point-Guards messen kann, steht außer Frage. Seine Aufgabe wird maßgeblich darin bestehen, Oldenburgs Jason Gardner am Spielaufbau zu hindern. Der 29-Jährige wurde vergangene Serie zum MVP (Most Valuable Player) gewählt, vor Jeff Gibbs und Julius Jenkins.

„Ich liebe es, Defense zu spielen und Druck zu erzeugen. Gardner ist in den USA sehr bekannt, er war auch im College Spieler des Jahres, und viele waren überrascht, dass er von keinem NBA-Verein verpflichtet wurde. Es macht mir Spaß, den stärksten Spieler des Gegners zu verteidigen, ihn zu ärgern und wenn möglich, ihm die Lust am Basketballspielen zu nehmen“, sagt Little lächelnd. Bei Team und Trainerstab genießt der Defensivspezialist mit der unbändigen Sieger-Mentalität höchste Wertschätzung, ist nicht zuletzt deshalb Kapitän und Nachfolger von Ex-Veilchen Kyle Bailey. Dieses Amt ist für den 1,82 Meter großen Athleten keine Belastung: „Ich spüre keinen zusätzlichen Druck. Ich sehe meine Rolle im Team als Energizer. Ich will meine Mitspieler animieren, hart und aggressiv zu spielen.“
Headcoach John Patrick hält große Stücke von seinem „Aggressive-Leader“ und war dementsprechend sehr froh, dass er sich für ein weiteres Jahr im Veilchen-Dress entschieden hat. „John ist auf der Guard-Position einer der besten Verteidiger der Liga – besonders im Eins-gegen-Eins. Er ist ein großartiger Anführer mit Sieger-Mentalität und unbeschreiblich wichtig für unser Spiel. Es spielt dabei keine Rolle, ob er fünf oder 30 Minuten auf dem Parkett steht, er gibt stets 100 Prozent“, lobt Patrick.

Dass Little den Weg zur BG gefunden hat, ist jedoch einem großen Zufall zu verdanken. „Ich habe zu Spring-Break 2008 meinen Freund Ben Jacobson in Göttingen besucht. Ich war zwei Wochen lang hier und habe mich sehr wohl gefühlt“, erinnert sich Little. An der University of Northern Iowa – wo Little gemeinsam mit Zimmernachbar Jacobson studiert hatte – arbeitete er nach seiner Zeit als Spieler als Assistant-Coach. Doch der aus dem 300 000 Einwohner zählenden Peoria (Illinois) stammende Aufbauspieler verspürte nach seinem Göttingen-Trip wieder die Lust, aktiv ins Geschehen auf dem Court einzugreifen. „Ich war dann im Sommer wieder in Göttingen. Ich habe bei der BG mittrainiert. Trotz meiner längeren Pause als Spieler habe ich anscheinend John Patrick überzeugt, dass ich gut für sein Team sein könnte, denn ich erhielt einen Vertrag für die Saison 2008/09“, sagt Little.

Auch in dieser Serie zahlt er das in ihn gesetzte Vertrauen mit Leistung zurück. Trotz des Selbstbewusstseins unterschätzt er Oldenburg nicht, was auch daran liegen mag, dass die BG-Bilanz in fremden Hallen nur drei Siege bei sechs Niederlagen aufweist und Chris Oliver und Chris McNaughton weiterhin auszufallen drohen. „Wir haben im Vorjahr beide Spiele gewonnen, wollen die Oldenburger erneut zermürben. Doch wir müssen aufpassen. EWE hat tolle Spieler und den Vorteil, fast das komplette Team gehalten zu haben. Die funktionieren wie ein Uhrwerk, wir dürfen keinen Moment nachlässig sein.“ Für den Aggressive-Leader bieten sich wohl heute viele Möglichkeiten, sich noch mehr Annerkennung zu erarbeiten.

Von Mark Bambey

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