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Amateurin besiegt Profireiter

Prix St. George Amateurin besiegt Profireiter

Konkurrenten, Organisatoren, Richter und Zuschauer beim hochkarätig besetzten Dressurturnier in Grasleben bei Helmstedt rieben sich verwundert die Augen. Bei der internationalen Prüfung Prix St. George triumphierte keiner der hoch gewetteten Profis, vielmehr stahl ihnen die Amateurin Inka Rossek vom Reitverein Bovenden mit ihrem zwölfjährigen Fuchswallach White-Wings die Show, schnappte ihnen mit der Klassewertung von 68,33 Prozent den Sieg vor der Nase weg.

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Erfolgreiches Gespann: Inka Rossek und White-Wings.

Quelle: Hinzmann

Das Bovender Gespann steigerte mit dem Schwierigkeitsgrad seine Leistung. Nach Rang zwei in der ersten und dem Sieg in der zweiten M-Dressur liefen Rossek und White-Wings in der anspruchsvollen S-Prüfung zur Höchstform auf. „Ich war total überrascht, habe überhaupt nicht damit gerechnet, die Riege von international erfahrenen Profireitern hinter mir zu lassen“, staunt die 43 Jahre alte Fremdsprachen-Korrespondentin für Englisch und Spanisch noch Tage später über den Sensationserfolg. „Am meisten gefreut habe ich mich über den Anruf einer mir unbekannten Turnierrichterin, die meine Telefonnummer in der Uni recherchiert hatte, nur um mir zu gratulieren“, erzählt Rossek, die in der Verwaltung der Georgia Augusta tätig ist.

Den größten Anteil am Sieg in Grasleben billigt die gebürtige Göttingerin, die mit ihrer Familie in Lüttgenrode lebt, ihrem kräftigen, eleganten Fuchswallach zu. „White-Wings hat einen sehr guten Charakter, bringt eine konstante Leistung und zeigt saubere Lektionen“, zählt Rossek die Vorzüge und Stärken des Zwölfjährigen auf, den sie als Dreijährigen gekauft und selbst ausgebildet hat. „Wir haben alle Stufen gemeinsam entwickelt, wobei es nicht immer steil bergauf ging. Es gab Höhen und Tiefen, bis wir da waren, wo wir heute sind“, berichtet die erfahrene Trainerin.

White-Wings, seit zwei Jahren für S-Prüfungen zugelassen, ist nicht das erste Pferd, das sie auf diesen Level gebracht hat. „Das habe ich schon mit Abu Simble geschafft“, erzählt Rossek, die im Alter von 13 Jahren mit Reiten anfing, in Nörten-Hardenberg von Christoph von Daehne ausgebildet wurde und vor fünf Jahren zum RV Bovenden wechselte, nachdem von Daehne Nörten verlassen hatte. „Abu Simble habe ich vor zehn Jahren verkauft“, als ich das zweite Mal schwanger war.“ Ihre beiden Söhne sind jetzt zwölf und zehn Jahre alt – und haben mit Reiten überhaupt nichts am Hut. „Sie spielen lieber Fußball und Handball“, nimmt es ihre Mutter gelassen.

Neben White-Wings besitzt Inka Rossek noch eine selbst gezogene neunjährige Stute, die auch S-Dressuren gehen darf, und deren fünfjährige Tochter. „Die wollte ich eigentlich verkaufen, aber sie ist so lieb und rittig, dass ich es einfach nicht übers Herz gebracht habe“, lacht sie. Dass ihre Pferde so ausgeglichen und leicht handhabbar sind, führt sie vor allem darauf zurück, dass sie nicht permanent unter Trainigs- und Turnierstress stehen. „Sie dürfen auf die Weide, und ich reite mit ihnen ins Gelände. Die Lebensfreude muss bleiben“, betont Rossek.

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