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American Football: Göttinger Generals lehren die Konkurrenz das Fürchten

Angst vorm Aufstieg American Football: Göttinger Generals lehren die Konkurrenz das Fürchten

Ein Sieg trennt die BG-Generals von der Rückkehr in die Regionalliga. Doch die Situation bei den Göttingern vor dem Playoff-Finale am Sonnabend um 14.30 Uhr im Maschpark gegen die Hamburg Ravens ist angespannt. Kopfzerbrechen bereitet jedoch nicht der Gegner, gegen den sie hochfavorisiert ins Rennen gehen, vielmehr sind es die Sorgen, die ein Regionalliga-Start auslösen würden.

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Touchdown-Run: Lars-Eric Schwarz bringt das Ei im Duell um den Regionalliga-Aufstieg 2011 gegen Elmshorn in die Endzone.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Kursiert bei den Göttingern also die Angst vorm Aufstieg?

„Ja, die Aussage passt leider“, sagt Generals-Pressesprecher und -Kicker Philip Arnold. Die dritthöchste Liga Deutschlands erwies sich schon in den vergangenen zehn Jahren immer wieder einmal als nur sehr schwer zu bewältigende Aufgabe.

„Sportlich haben wir uns zwar meistens gehalten, doch es herrschte eigentlich immer Stress. Wir haben für diese Liga eigentlich zu wenige Spieler“, begründet Arnold, der in Göttingen als Rechtsanwalt tätig ist, und betont: „Wir wollen aber unbedingt aufsteigen, denn für die Oberliga sind wir einfach zu stark. Ständig nur hohe Siege sind für Sportler und Zuschauer gleichermaßen langweilig.“

Problematisch sei die Trainingssituation, denn es kämen nur zwischen zwölf und 14 Sportler regelmäßig. In der Oberliga seien wohl die souveränen Siege schuld daran, dass viele Generals das Training schleifen lassen, da sie ohnehin hoch überlegen sind.

In Regionalliga-Zeiten seien die teils hohen Niederlagen nicht gerade förderlich für die Motivation. „Uns fehlen zudem einfach einige Akteure. In der Regionalliga müssen wir mit 25 Spielern antreten, sonst ist die Partie verloren. Zuletzt hatten wir mehrmals weniger als 25 Akteure dabei, doch in der Oberliga sind zum Glück nur 22 gefordert“, erklärt Arnold.

Schwer falle deswegen auch der Abschied von Florian Bangert ins Gewicht. Der Leistungsträger beendet nach 17 Jahren seine Laufbahn.

Egal ob klein und quirlig oder groß und übergewichtig

Die Generals seien deswegen ständig händeringend auf der Suche nach Verstärkung. Jüngst wurden 5000 Flyer verteilt, um über Probetrainings zu informieren. „Perfekt sind bei uns Leute zwischen 110 und 120 Kilogramm, die noch gut zu Fuß sind. Die spielen sofort bei uns. Doch egal ob klein und quirlig oder groß und übergewichtig. Im American Football gibt es für jede Statur eine Position“, macht Arnold Werbung für seinen Sport.

Zudem sei die Winterpause sehr lang, so dass auch Neueinsteiger gut vorbereitet in die im April beginnende Saison gehen.

Gegen die Ravens sind die Generals turmhoher Favorit. Ein direkter Vergleich aus Spielen gegen denselben Gegner verbiete sich zwar, doch Arnold wies dennoch auf das Playoff-Halbfinale der Ravens hin. „Sie haben gegen Bremen nur mit einem Touchdown gewonnen.

Wir haben Bremen in der Saison 44:0 vom Feld gejagt. Wir haben die Ravens intensiv gescoutet. Sie machen uns keine Angst“, sagt Arnold. Kommen demnächst einige taugliche Athleten zu den Probetrainings am 20. und 27. Oktober, dann blickt er sicherlich demnächst auch furchtlos auf die Regionalliga – egal wann auch immer die Generals dort ankommen.

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