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American Football: Halbfinalerfolg der BG 74 gegen Hamburg Black Swans

Ein Sieg fehlt noch zum Aufstieg American Football: Halbfinalerfolg der BG 74 gegen Hamburg Black Swans

Schwäne gelten als stolze Tiere. Und so wie die mächtigen Wasservögel sind die Footballer der Hamburg Black Swans (schwarze Schwäne) im Maschpark vor dem Spiel gegen die gastgebenden BG 74 Generals aufgetreten: außerordentlich selbstbewusst, sich ihrer überlegenen Physis bewusst.

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Auf dem Weg zum Touchdown: Generals-Spieler Christoph Grosch (links) setzt sich durch.

Quelle: Heller

Göttingen. Während des Spiels präsentierten sie sich dann allerdings eher wie lahme Enten, die es den Hausherren leicht machten, sie zu rupfen. Am Ende eines einseitigen Oberliga-Halbfinals stand daher ein klarer 56:20 (42:6)-Sieg für die Leinestädter – ihr elfter Erfolg im elften Saisonspiel. Damit ist das Team von Coach Matthias Schmücker dem Regionalliga-Aufstieg näher gerückt.

Es war ein Klassenunterschied zwischen zwei Teams, die völlig unterschiedliche Offensiv-Systeme praktizieren. Auf der einen Seite die Gäste, die sich ganz dem Pass-Spiel verschrieben haben: ihr Quarterback Alexander Wenzel versucht, mit weiten Würfen seine schnellen Receiver (Ballfänger) einzusetzen. Auf der anderen Seite die Generals, deren Spezialität das Laufspiel ist: ein Spieler trägt das Ei möglichst weit, während seine Mitspieler mit aller Kraft versuchen, ihm den Weg frei zu blocken.

Während die Göttinger Defensive die Hamburger Angreifer gut im Griff hatte, kamen die Black Swans überhaupt nicht zurecht. Ihr Fehler, so Schmücker: „Sie haben versucht, unser Spiel zu lesen und die jeweils nächste Angriffsvariante zu erraten.“ Doch das sei fast unmöglich, betont der Ex-Bundesligaspieler, weil sein Team zu viele Offensiv-Optionen in petto habe.

Ein Erfolg noch

Noch einen Grund gab es, warum es die Göttinger Angreifer gegen ihre – körperlich überlegenen – Gegner so leicht hatten: die Black Swans sind ein liebes, ein zu liebes Football-Team. „Wir sind für unsere Fairness bekannt“, sagte ihr Coach Marco Nitsche dann auch, und Generals-Senior Martin Grimm (37) berichtete, dass sich die Hansestädter immer strikt an die Regeln gehalten hätten: „In der Regel krieg’ ich hier mal einen Schlag und da mal einen Stoß ab, heute jedoch war alles friedlich.“

Linebacker Florian Bangert meinte, dass die Gäste teilweise sogar Angst gehabt hätten, richtig in die Zweikämpfe zu gehen: „Entgegen geworfen haben sie sich uns jedenfalls kaum.“ Und so kamen die Generals zu einem nie gefährdeten Sieg, zu dem Grimm und Lukas Helfrich je drei sowie Christoph Grosch und Lars Schwarz je einen Touchdown beisteuerten. Ein Sieg, der in den einschlägigen Football-Foren übrigens nicht erwartet worden war: „Da hatten fast alle Experten einen Erfolg der Black Swans vorhergesagt“, berichtete Schmücker.

Ein Erfolg noch, und die Leinestädter spielen nach zweijähriger Abstinenz wieder in der Regionalliga. Am Sonntag, 5. Oktober, genießen sie Heimrecht gegen die Hamburg Ravens, die sich gegen Bremen Firebirds durchgesetzt haben. „Da benötigen wir die Unterstützung der Fans“, sagt Präsident und Spieler Philip Arnold, „denn wir haben ein Ziel: eine perfekte Saison mit zwölf Siegen aus zwölf Spielen.“

Von Hauke Rudolph

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03.12.2016 - 20:32 Uhr

RB Leipzig hat den ersten Angriff des FC Bayern auf die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga abgewehrt. Die Sachsen gewannen mit 2:1 (1:1) gegen den FC Schalke 04 und stoppten den Höhenflug des Revierclubs, der nach zwölf Spielen in Serie wieder als Verlierer vom Platz ging.

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