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Athleten der Waspo 08 paddeln mit Sauron zu neuen Ufern

Kanurennsport Athleten der Waspo 08 paddeln mit Sauron zu neuen Ufern

Über einen Quantensprung bei der technischen Ausrüstung dürfen sich die Rennkanuten der Göttinger Wassersport-Vereinigung (Waspo) 08 freuen.

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Jungfernfahrt mit Sauron auf dem Kiessee: die Waspo-Schüler Lion A. Schettler, Sebastian Fischer, Marvin Huth und Till Steffen (v.l.).

Quelle: Heller

Neben den antiquierten, für Wettkämpfe nicht zugelassenen Holzbooten, mit denen sie bislang meist über den Kiessee schippern mussten, verfügen die Wasporaner seit kurzem über ein Olympia-taugliches Hochgeschwindigkeitsgeschoss: einen elf Meter langen und 30 Kilogramm leichten Vierer-Kajak (K 4) aus Karbon, mit dem sich die Schüler-Mannschaft auf die Deutsche Meisterschaft am kommenden Wochenende in Köln vorbereitet. „Das Boot ist super. Wir haben es am letzten Wochenende schon mal bei einer Regatta ausprobiert und sind gleich Zweiter geworden“, erzählt Waspo-Nachwuchshoffnung Marvin Huth.
Die standesgemäße Sekt-Taufe des 08-Flaggschiffs auf den Namen Sauron (der dunkle Herrscher in Tolkiens Roman-Trilogie Herr der Ringe) übernahm am vergangenen Montag die Waspo-Sportkoordinatorin und erfolgreiche Schwimmerin Anne-Christine Schmidt. Flankiert wurde sie vom Klubvorsitzenden Jürgen Hammel, Kanu-Abteilungsleiter Rolf Hirschmann, Rennsportwart Gerd Bode und Uwe Roselieb, Göttinger Geschäftsstellenleiter der Sparda-Bank, die den Wassersportlern den Kajak spendiert hat. „Eigentlich habe ich mit Wassersport nicht viel am Hut, gestand Roselieb, „aber ich finde, es ist ein tolles, nicht alltägliches Projekt, mit dem junge Sportler mit Perspektive gefördert werden können.“

Seit langem hatten Bode, Hirschmann und Kanuten-Trainer Alexander Baum nach einem bezahlbaren gebrauchten K 4 (Neupreis 12     000 Euro) gesucht und ihn schließlich beim WSV Mannheim-Sandhofen gefunden. Die geforderten 4000 Euro habe die Sparda-Bank unverzüglich auf das Konto der Waspo 08 überwiesen, erzählte Bode. Doch bis die Wasporaner das Objekt der Begierde zum heimischen Kiessee überführen konnten, verstrichen weitere drei Monate. „Der baden-württembergische Kanu-Verband, der das Boot ursprünglich erworben hatte, untersagte zunächst den Verkauf, und als wir endlich grünes Licht bekamen und den K 4 aus Sandhofen abholen wollten, war er verschwunden“, berichtete Bode. Recherchen ergaben, dass der Kajak in Karlsruhe gelandet war, wo ihn die Wasporaner endlich in Besitz nehmen durften.

Durch den Erwerb des Karbon-Kajaks verbesserten sich für die Aktiven nicht nur Trainings-Bedingungen und Wettkampf-Chancen, sondern auch die Attraktivität des Kanurennsports für Nachwuchstalente in Göttingen, glaubt Bode. Da die meisten Vereine Probleme haben, wettkampffähige Schüler- teams aus den eigenen Reihen aufzustellen und klubübergreifende Renngemeinschaften wie bei Jugendlichen und Erwachsenen der Altersklasse 12 – 14 Jahre nicht zugelassen sind, hat Waspo gemeinsam mit dem Wolfsburger KC, CJD Elze, TuS Bramsche, MKC Münden und WKf Wilhemshaven den VK Nord als eigenständigen Klub gegründet, der bei Meisterschaften mit konkurrenzfähigen Mannschaften antritt, so dass der jüngste Nachwuchs Erfolgserlebnisse feiern kann.

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