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Ausbildung zur Schulsportassistentin in Duderstadt

Vierter Lehrgang „Kick In“ beendet Ausbildung zur Schulsportassistentin in Duderstadt

Die Herbstferien gehen dem Ende entgegen. Die meisten Schülerinnen und Schüler nutzten die freie Zeit, um zu faulenzen. Anders 13 Mädchen, die am vierten Ausbildungsgang „Kick In – Integration durch Sport, Förderung von Mädchenfußball in sozialen Brennpunkten in der Region Göttingen“ in Duderstadt teilnahmen. Angesprochen waren fußballbegeisterte Schülerinnen im Alter von zwölf bis 16 Jahren aus sieben Schulen in Stadt und Landkreis Göttingen, die einfach Lust hatten, sich zu Schulsportassistentinnen mit dem Schwerpunkt Fußball ausbilden zu lassen.

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Konzentration erforderlich: die Ballkontrolle funktioniert schon sehr gut bei dieser angehenden Schulsportassistentin.

Quelle: Pförtner

Vier Tage lang beherbergte das Jugendgästehaus die lernwilligen Mädchen. Unter der Leitung von Sandra Hallmann, die als Dozentin am Institut für Sportwissenschaften in Göttingen tätig ist, und Sonja Förster, die als Sozialpädagogin und Outdoortrainerin arbeitet, wuchs die Gruppe mehr und mehr zusammen. „Es geht in erster Linie um die Ausbildung eines Mädchen-Tandems zur Schulsportassistentin. Jeweils zwei Mädchen, eines davon mit Migrationshintergrund, aus einer Schule sollen während dieser Woche befähigt werden, selbst fußballerische Aktivitäten anzubieten“, erklärt Hallmann, die selbst für Landesligist FC Lindenberg-Adelebsen kickt.

„Die Mädchen haben untereinander ein wirklich gutes Verhältnis“, freut sich Förster über die Homogenität der Truppe. Neben einigen theoretischen Gruppenarbeiten soll natürlich auch die Praxis nicht zu kurz kommen. Mit Feuereifer sind die zukünftigen Schulsportassistentinnen dabei, sich spezifische Übungen auszudenken, die von ihren Mitstreiterinnen in die Tat umgesetzt werden sollen. Dabei taucht schon einmal das eine oder andere Problem bei der Durchführung auf, die Stimmen der Mädchen werden lauter, die Leiterinnen Hallmann/Förster noch aufmerksamer. Doch sie brauchen nicht einzugreifen, denn die bereits erlernten kommunikativen Fähigkeiten greifen und die Mädchen finden selbstständig eine Lösung.

Nadine Alkede-Querey ist in der Käthe-Kollwitz-Schule in Göttingen angesprochen worden, ob sie nicht mitmachen wolle. „Ich hatte Lust und habe einfach zugesagt“, erzählt die 13-Jährige, die mit Freunden ohnehin jeden Donnerstag Fußball spielt, von daher schon ein wenig vorbelastet war.

Gleiches gilt für Karin Napp aus Esplingerode. Die 14-Jährige geht auf die St.-Ursula-Schule in Duderstadt, ist ebenfalls auf diese Ausbildung angesprochen worden und hat begeistert zugesagt. „Ich spiele total gern Fußball“, war die Teilnahme für sie keine Frage.

Den meisten Mädchen merkt man ihre Begeisterung für den Fußball bei den praktischen Übungen an, doch auch diejenigen, die bislang keine Beziehung dazu hatten, stellen sich keineswegs ungeschickt an, wie Sandra Hallmann und Sonja Förster betonen.

Ohnehin geht es bei dieser Ausbildung in erster Linie um Breitensport und nicht darum, in den Schulen nach Talenten zu suchen. „Es geht vor allem darum, das Interesse und die Begeisterung zu wecken, die Nachhaltigkeit soll gefördert werden“, erklärt das Organisationsteam übereinstimmend.

Schülerinnen aus sechs Schulen, nämlich der St.-Ursula-Schule in Duderstadt, der Heinrich-Heine-Schule in Göttingen, der Schule am Hohen Hagen in Dransfeld, der IGS und KGS Göttingen sowie der Käthe-Kollwitz-Schule in Göttingen beteiligten sich in diesem Jahr an diesem Projekt, das von zahlreichen Verbänden und Organisationen unterstützt wird. Mit vielen Anregungen und Ideen gehen die frischgebackenen Schulsportassistentinnen jetzt an ihre neue Aufgabe heran. Mit Spannung wird von den Organisatorinnen schon jetzt das geplante Nachbereitungstreffen erwartet, in dem die Teilnehmerinnen von ihren Erfahrungen berichten sollen.

Von Vicki Schwarze

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