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Austria Wien verteidigt Pokal

Sparkasse & VGH-Cup Austria Wien verteidigt Pokal

Im Zeichen einer Premiere und eines lange nicht mehr da gewesenen Phänomens stand am Sonntag der Finaltag des 26. Sparkasse & VGH-Cups vor 3000 Zuschauern in der erneut ausverkauften Lokhalle: Zum ersten Mal in der Geschichte des internationalen Hallenfußballturniers für A-Juniorenteams bestritten zwei internationale Vertreter das Finale, und zum ersten Mal seit dem SC Freiburg 2002 gelang es mit Austria Wien einem Team, den Pokal zu verteidigen. Die Wiener setzten sich in einem dramatischen Finale im Neunmeterschießen mit 6:5 (2:2) gegen den FC Kopenhagen durch.

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Ausgelassene Freude: Nach dem Sieg im Neunmeterschießen laufen die Wiener jubelnd in Richtung des Torhüters.

Quelle: Pförtner

Göttingen. „Mein Pulli ist vom einen bis zum anderen Ärmel durchgeschwitzt“, sagte Austria-Trainer Cem Sekerlioglu nach dem Finale und spielte damit auf einen vorangegangenen Erfolg im Neunmeterschießen im Halbfinale gegen Schalke 04 an, der Wien die Endspielteilnahme brachte. „Beim Penaltyschießen ist immer etwas Glück dabei, aber unser Erfolg ist, denke ich, auch nicht so ganz unverdient“, sagte er. In der Tat bot die Austria den technisch versiertesten Fußball und hinterließ zusammen mit Hannover 96, das genau wusste, wo das gegnerische Tor steht, den besten Eindruck. Die Wiener Spieler waren am Ende völlig aus dem Häuschen, liefen eine Ehrenrunde und johlten bei einem Selfie mit ihrem Trainer.
Der Endspielgegner Kopenhagen stand derweil traurig daneben. Die Dänen hatten das Viertelfinale als Turnierziel ausgegeben und viel mehr erreicht, als erwartet, doch so kurz vor dem Turniererfolg zu scheitern sei bitter, sagte FC-Coach Morten Grahn.
Hannover war als Favorit ins Halbfinale gegen Kopenhagen gegangen, hatte den FC fast pausenlos in den eigenen Straumraum gedrängt, 1:10 Minuten vor Schluss Pech, als ein Schuss von Torjäger Waldemar Anton von Frederik Bay auf der Linie geklärt wurde, und schließlich ebenfalls im Neunmeterschießen verloren – bitter für 96-Trainer Daniel Stendel und sein Team, zumal auch noch das Spiel um Platz drei mit der Schlusssirene durch ein Tor des Schalkers Hendrik Lohmar mit 3:4 verloren wurde.
Thomas Oppermann, SPD-Fraktionschef im Bundestag und Schirmherr der Veranstaltung, adelte den Cup in seiner Rede als „das beste Turnier zwischen Kopenhagen und Wien“. Nach vier ausverkauften Tagen und 12 000 Zuschauern war Lutz Renneberg, Geschäftsführer des Veranstalters Fest GmbH, entsprechend gut gelaunt. „Ich bin zufrieden, aber auch ziemlich kaputt“, sagte er. Die Qualität sei „sehr hoch“ gewesen, und auch die regionalen Vertreter wie Northeim im Viertelfinale hätten „sehr gute Leistungen“ gezeigt.
Sämtliche Ergebnisse, eine Bilder-galerie und Videos gibt es unter gt-sportbuzzer.de.

Von Eduard Warda

Zweimal 14 Treffer

Göttingen. Es war ein heißes Rennen um die begehrte Torjägerkanone, und am Ende wurden kurzerhand zwei vergeben: Sie gingen für jeweils 14 Turniertreffer an Marcel Hartel vom 1. FC Köln, der bei der Ehrung mit seinem Team bereits abgereist war, und Felix Schröter vom FC Schalke 04. Hartel erhielt gleich zwei Trophäen, denn der Kölner wurde auch als „Most valuable Player“, als bester Spieler, ausgezeichnet.
Schröter ist bei den Schalker A-Junioren auch in der Bundesliga West Torjäger vom Dienst: In der Winterpause rangiert er in der Wertung mit bisher zehn Treffern auf dem geteilten zweiten Platz. Der 18-Jährige kommt aus Ulm und spielt seit dem vergangenen Juli für die Königsblauen. Er habe bereits einige Male bei den Profis mittrainiert, „mein Ziel ist, mich festzubeißen“, sagt er. Die Herausforderung ist keine kleine, und sie heißt Klaas Jan Huntelaar.
Als bester Torhüter des Turniers wurde in der Lokhalle Daniel Jespersen vom FC Kopenhagen ausgezeichnet. Insbesondere in der Zwischenrunde hatte der Däne seine ganze Klasse gezeigt und sein Team mit spektakulären Paraden im Wettbewerb gehalten. Als fairste Mannschaft wurde die JSG Uslar-Solling geehrt, als beste regionale Mannschaft der JFV Northeim, dem auch die Trophäe für die torreichste regionale Mannschaft verliehen wurde. Bester regionaler Spieler wurde der Northeimer Torwart Jannik Strüber. war

KOMMENTAR

KOMMENTAR: Göttinger Festspiele

Von Eduard Warda

Den Sparkasse & VGH-Cup mit den Bad Segeberger Karl-May-Festspielen zu vergleichen, ergäbe ein schiefes Bild. Allerdings haben die Veranstaltungen mittlerweile eines gemeinsam: Sie sind im Laufe der Jahre zu einem Selbstläufer geworden.

Die Zuschauer strömen nicht mehr wegen einzelner Attraktionen wie Barcelona oder Mailand in die Lokhalle, das Turnier selbst ist zur Attraktion geworden. Der SPD-Politiker und Schirmherr des Turniers, Thomas Oppermann, sprach von einer gelungenen Kombination von ehrenamtlicher Tätigkeit und professioneller Organisation. Eine gelungene Kombination kann dem Veranstalter aber auch im Hinblick auf das Teilnehmerfeld attestiert werden: An den ersten drei Tagen des Turniers, das erstmals an allen vier Tagen ausverkauft war, lockte die Fußballfans der Reiz der Überraschung auf die Tribünen. Wenn die JSG Friedland/Bremke den Nachwuchskräften des PSV Eindhoven ein 1:1 abtrotzt, hat sich das Eintrittsgeld bereits gelohnt.

Dass A-Juniorenfußball an einem verlängerten Wochenende 12 000 Zuschauer anlockt, wäre noch vor einigen Jahren undenkbar gewesen und hängt auch mit dem Aufschwung des deutschen Fußballs zusammen. Vor Ort in Göttingen können aber auch die Veranstalter, Winnetou Holger Jortzik und Old Shatterhand Lutz Renneberg, den Erfolg mit Fug und Recht für sich beanspruchen.

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05.12.2016 - 18:11 Uhr

Darmstadt 98 hat nach nur 13 Spielen in der neuen Saison Trainer Norbert Meier gefeuert. Angesichts der Rahmenbedingungen ist seine Arbeit eher als Erfolg zu werten, meint Sportbuzzer-Autor Sebastian Harfst.

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