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BG fügt Neuss erste Niederlage bei

2. Damenbasketball-Bundesliga BG fügt Neuss erste Niederlage bei

Die BG 74 hat die Sensation geschafft: Im Spitzenspiel der 2. Damenbasketball-Bundesliga bezwangen die Veilchen-Ladies den bis dahin ungeschlagenen Spitzenreiter TG Neuss Tigers. Nach dem 83:75 (63:51, 45:37, 18:26)-Triumph feierten knapp 450 Zuschauer ihr Team in der Sporthalle des FKG euphorisch.

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Am Ball: Jennifer Crowder

Quelle: PH

Göttingen. „Ich bin total happy. Der Gips ist erst seit Donnerstag ab. Dass wir bei meinem Comeback Neuss schlagen, ist einfach genial. Wir haben das als Team super gemacht“, jubelte Jennifer Crowder. Die 20-jährige Aufbauspielerin hat nur fünf Wochen nach ihrem Mittelhandbruch wieder im Team gestanden, es war auch für Neuss eine Überraschung.

Ihr Vater, Veilchen-Ladies-Chef Richard, hatte ebenfalls entscheidenden Anteil am Sieg. Als die Gastgeberinnen 2:17 Minuten vor Ende mit 79:65 vorne lagen, hatte die Halle getobt. Mit seiner mächtigen Trommel gab Fan-Klub-Chef Nils Harbig den Rhythmus vor, und 450 Zuschauer klatschten beherzt und lautstark mit. 23 Sekunden später herrschte jedoch Totenstille: Nach zwei schnellen Drei-Punkte-Würfen war Neuss wieder auf acht Zähler dran. BG-Trainer Giannis „John“ Koukos nahm die Auszeit, und Crowder kümmerte sich ums Publikum. Lautstark setzte er zum „Göttingen“-Schlachtruf an und die Halle zog mit.

In der aufgeheizten Atmosphäre blieb dann die 17-jährige Merle Wiehl eiskalt und versenkte einen Dreier zum 82:71. Der Widerstand der Tigers war damit gebrochen. Überhaupt war es das Spiel des BG-Talents. Wiehl erzielte mit 16 Punkten und 11 Rebounds ihre Karriere-Bestleistung im Damenbasketball. „Ich freue mich natürlich riesig. Es ist schön, dass ich der Mannschaft heute so helfen konnte. Ich bin aber auch super in Aktion gesetzt worden, wir haben als Mannschaft heute super funktioniert“, sagte Wiehl.

Die alles überragende Spielerin war allerdings einmal mehr Verdine Warner. Die 1,96 Meter große Centerin leistete sich ein sehenswertes Duell mit Anne Storck, das jedoch deutlich an die Göttingerin ging. 26 Punkte und 17 Rebounds markierte Warner, die sich dabei nur drei Fehlwürfe leistete. Storck kam zwar auf 23 Zähler, traf aber nur acht ihrer 25 Wurfversuche.

Die Veilchen-Ladies hatten ein wenig gebraucht, um in die Partie zu finden. Nach einem 0:7-Start war es Warner, die ihr Team mit sieben Punkten in Folge ins Spiel brachte. Mit einem beeindruckenden zweiten Viertel setzten sich die Gastgeberinnen ab. Dabei ließen sie sich auch nicht von zahlreichen strittigen Entscheidungen der Schiedsrichter aus dem Rhythmus bringen. „Das war eine klasse taktische Leistung. Phasenweise haben wir exzellent gespielt. Wir sind jetzt im Angriff enorm variabel und nicht mehr so abhängig von wenigen Spielerinnen. Jetzt hat sich die Mannschaft eine Siegesfeier verdient“, resümierte Koukos. - BG-Punkte: Pierce (20), Crowder (1), Hirmke (2), Wiehl (16/11 Rebounds), Flasarova (8/6 Assists), Visgaudaite (10), Warner (26/17 Rebounds). - Beste Neuss: Storck (23), Taylor (17).

Visgaudaite vor Vertragsverlängerung

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass die BG 74 ihre Aufbauspielerin Inesa Visgaudaite bis Saisonende halten kann. Spielerberater Thomas Prodromou war am Sonntag in der Halle. Er verhandelt mit der BG um die Zukunft der litauischen Nationalspielerin. „Wir sind in guten Gesprächen. Ich denke, dass wir in zwei, drei Tagen eine Entscheidung haben. Wir möchten sie gerne bis Saisonende bei uns haben“, verriet BG-Manager Roland Emme-Weiß. Prodromou konkretisierte: „Zu 99 Prozent sind wir uns einig.“ Visgaudaite bot gegen Neuss erneut eine starke Leistung, und die 25-Jährige betont, dass sie sich in Göttingen wohl fühle. „Alles passt. Trainer, Team, Umgebung.“ Aktuell hat Visgaudaite einen Vertrag bis Jahresende.

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