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BG-74-Vorsitzender Michael Arciuch im Tageblatt-Interview

„Jeder kann zu uns kommen und wird versorgt“ BG-74-Vorsitzender Michael Arciuch im Tageblatt-Interview

Vor drei Monaten hat Michael Arciuch das Amt des Vorsitzenden der Basketball-Gemeinschaft (BG) 74 von Wessel Lücke übernommen, der den Verein seit der Gründung 1974 geführt hatte. Im Tageblatt-Interview berichtet Arciuch, 53 Jahre alter selbstständiger Diplomingenieur in Dransfeld, über seine Erfahrungen in der neuen Position und erläutert, welche Schwerpunkte er setzen möchte und wohin er die BG 74 steuern will.

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Quelle: Archivfoto

War oder ist es schwierig, nach der langen Lücke-Ära von Mitgliedern und Vorstandskollegen als neuer Vorsitzender akzeptiert zu werden und eigene Positionen durchzusetzen?
Das war nicht besonders schwer. Ich habe ja vier Jahre lang im Vorstand gearbeitet, dabei einige Bereiche kennengelernt und einige Klippen umschifft. Als Vorsitzender des Gesamtvereins interessiere ich mich natürlich für alle Belange. Ich finde es toll, mit wie viel Engagement und Spaß zum Beispiel das Team um Manfred Ude das nächste Miniturnier vorbereitet, und war fasziniert, unser Cricket-Team live zu sehen. Am Wochenende werde ich auf jeden Fall beim Turnier der Ultimate-Frisbee-Abteilung vorbeischauen.

Sind denn die fünf anderen Abteilungen – American Football, Baseball, Cricket, Gymnastik und Ultimate Frisbee – ins Vereinsleben eingebunden oder agieren sie weitgehend unabhängig?
Sie sind schon insofern integriert, als die Abteilungsleiter dem erweiterten Vorstand angehören. Dort bringen sie sich regelmäßig ein und entwickeln immer wieder sehr gute Ideen. Mir ist aber auch wichtig, dass wir als Gesamtverein BG 74 mit interessanten Sparten wahrgenommen werden.

Gibt es aktuell drängende Probleme, die gelöst werden müssen?
Nein. Das Wichtigste ist, dass wir lernen, perspektivisch zu denken und zu arbeiten, und überlegen, wo wir hin wollen.

Nach der rasanten Talfahrt des Herrenteams vom Meister der 1. Regionalliga Nord zum abstiegsgefährdeten Oberligisten wird Männerbasketball in der BG 74 öffentlich kaum mehr wahrgenommen, während Damen- und Mädchenbasketball immer mehr zu dominieren scheinen. Hat sich der Vorstand mit dem Niedergang des männlichen Bereichs abgefunden oder sind Maßnahmen geplant, dieser Entwicklung entgegenzuwirken?
Über das Thema haben wir auf der jüngsten Vorstandssitzung gesprochen. Wir sind natürlich sehr stolz auf unser Damenteam, werden aber alles dafür tun, den männlichen Basketball im mittleren Leistungsbereich zu etablieren. Der obere Bereich ist ja schon von der BG Göttingen und den Jugendbundesligisten, an denen wir als BG 74 beteiligt sind, besetzt. Generell geht es mir um das Gesamtprojekt Basketball-Förderung in Göttingen – unabhängig von Geschlecht oder Vereinszugehörigkeit. Jeder soll die Chance haben, sich zu entwickeln, wie er möchte. Gerne kann er das in der BG 74 tun. Im Verein  wollen wir mittelfristig auch wieder an Erfolge anknüpfen.

Haben Sie eine Vision, wie die BG 74 in zehn Jahren aussehen soll?
Ich wünsche mir, dass die Schere zwischen Leistungs- und Breitensport nicht weiter auseinander klafft und dass die Leute wissen, dass jeder zu uns kommen kann und versorgt wird. Egal ob er leistungsorientiert ist oder nur Spaß haben will. Ich wäre froh, wenn in der Öffentlichkeit  noch deutlicher wahrgenommen würde, dass wir in der BG 74 – aber auch darüber hinaus mit anderen Göttinger Vereinen – alle Bereiche des Basketballs für jeden abdecken können.

Das Interview führte Michael Geisendorf

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