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BG 74 mit Kerns zu neuen Ufern

Damenbasketball BG 74 mit Kerns zu neuen Ufern

Nach fünf Jahren als Spielmacherin des Göttinger Erstligateams – zuletzt auch als Kapitänin und Co-Trainerin von Headcoach Vlastibor Klimes – wollte Jennifer Kerns Ende Juni ihre Koffer packen, in die USA zurückkehren und sich dort einen Job als Trainerin, Polizistin oder Feuerwehrfrau suchen, wie sie dem Tageblatt verriet. Nachdem Lizenzinhaber Starting five GmbH die Veilchen aus der Damenbasketball-Bundesliga abgemeldet hatte, schien das Kapitel Göttingen für die 32-jährige Amerikanerin beendet zu sein.

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Bleibt in Göttingen: Jennifer Kerns.

Quelle: Pförtner

Jetzt aber wird die Sympathieträgerin des Göttinger Damenbasketballs ihren Fans und dem Verein noch mindestens zwei Jahre erhalten bleiben. Am 1. Juli tritt sie ihre Stelle als Trainerin des Erstregionalliga-Teams und hauptamtliche Jugendkoordinatorin bei der BG 74 an. „Ich hatte schon alle Vorbereitungen getroffen, um nach Hause zu fahren, als letzte Woche für mich völlig überraschend das Angebot von Starting five und BG kam“, erzählt Kerns. „Da ich mich in Göttingen immer wohl gefühlt habe, die Stadt, die Menschen und den Verein sehr mag, habe ich nicht gezögert, es anzunehmen, um bei der weiteren Entwicklung des Basketballs mitzuwirken.“ Sie habe jetzt sogar – amtlich bescheinigt – permanentes Bleiberecht. „Das heißt, ich kann bis zum Lebensende in Deutschland oder Europa bleiben. Ob ich das will, weiß ich nicht, in der aktuellen Situation ist es aber genau das Richtige für mich, die Damen zu trainieren und mit den Kindern zu arbeiten. Das ist es, was ich will.“

Kerns Arbeitgeber ist die Starting five GmbH, die ihrem Kooperationspartner BG 74 damit neben dem für den männlichen Nachwuchs verantwortlichen Peter Günschel den zweiten hauptamtlichen Jugendkoordinator und Trainer zur Verfügung stellt. „Jen wird im weiblichen Bereich unser Jugendkonzept voranbringen und mit eigenen Ideen weiter entwickeln. Das ist eine große Chance für alle Mädchen, die in Göttingen Basketball spielen“, ist Geschäftsführer Marc Franz überzeugt. Ob der Lizenzinhaber des MEG-Herrenteams die Stelle alleine finanziert oder die BG einen Beitrag leistet, darüber müsse noch verhandelt werde, so Franz.

Als „historischen Schritt“ bezeichnet Vlastibor Klimes Kerns Anstellung. „Es ist das erste Mal, dass bei der BG im weiblichen Bereich ein hauptamtlicher Trainer und Kordinator bezahlt wird“, erläutert der bisherige Coach des Damenbundesliga-Teams. „Ich freue mich sehr, dass Jen das macht und werde sie in allen Belangen unterstützen“, verspricht Klimes. Er selbst habe das Angebot, das Erstregionalliga-Team zu trainieren aus persönlichen Gründen abgelehnt und sich noch nicht entschieden, welche Aufgabe er in der nächsten Saison wo übernehmen wird.

Bitte an Fans: „Unterstützt uns“

Als Schwerpunkt ihrer Arbeit als Damentrainerin betrachtet Kerns den Aufbau einer leistungsstarken Mannschaft um einen Stamm aus Spielerinnen, die in der vergangenen Serie zum Kader des Trinos- und BG-Regionalligateams gehörten. Als Unterbau soll ein zweites Team in der 2. Regionalliga  an den Start gehen. „Mein Ziel ist es, mit der ersten Mannschaft möglichst schon in der nächsten Saison in die 2. Bundesliga aufzusteigen. Ich hoffe, dass die Fans und Zuschauer, die die Bundesligaspiele besucht haben, uns weiterhin so phantastisch unterstützen und zahlreich zu den Regionalliga-Spielen kommen, damit es mit dem Damenbasketball wieder schnell bergauf geht“, appelliert sie an die Anhänger.

Als Jugendkoordinatorin ist die Amerikanerin neben ihren konzeptionellen Aufgaben auch für die Trainer-Fortbildung und das Projekt „Veilchen@ School“,  der Zusammenarbeit der BG mit Schulen in Stadt und Landkreis, verantwortlich. Bevor Jennifer Kerns ihren neuen Job am 1. Juli antritt, gönnt sie sich einen Urlaub in ihrer zweiten Heimat, den USA. Dort will sie ihre Familie besuchen, die im Bundesstaat Washington, in Spokane und Seattle, lebt und sich weitere Anregungen für ihre künftige Arbeit bei der BG 74 holen.

Von mig

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