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BG Generals stecken sich neues Saisonziel

American Football BG Generals stecken sich neues Saisonziel

Noch nicht einmal die Hälfte der Saison ist gespielt, doch die Generals haben ihr Minimalziel bereits erreicht. Nach dem locker herausgespielten 33:2 (14:0)-Erfolg über die Pioneers aus Hamburg belegen die starken Jungs der BG 74 in der Football-Regionalliga mit 6:4 Punkten einen sicheren Platz im Mittelfeld. Trainer Matthias Schmücker gab deshalb nach Abpfiff gleich eine neue Marschroute aus: „Mit dem Abstieg werden wir mit ziemlicher Sicherheit nichts mehr zu tun haben, unser neues Ziel lautet jetzt Platz vier.“

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Schwere Last: General Arne Pfeiffer schleppt den Ball und einen Pioneer übers Feld.

Quelle: Theodoro da Silva

Vor dem Spiel mochte der Coach keine Prognose abgeben: „Das Double-Wing System der Pioneers bedeutet hop oder top. Entweder die machen keinen Meter, oder sie erzielen einen Touchdown nach dem anderen.“ Sein Hamburger Kollege Mathias Bonner sah sein Team dagegen als Underdog, sprach Schmücker seine Hochachtung aus: „Der zieht sein System ohne Quarterback unbeirrt durch und ist damit, allen Kritikern zum Trotz, erfolgreich.“ Hoffnung setzte er vor allem auf Jermaine Broughten, der auf Jamaika bei den Kingston Tigers aktiv war und sogar in der Insel-Auswahl stand: „Ein Modellathlet, die Boys aus der Karibik sind einfach viel schneller und stärker als wir.“ 

Viel konnte Broughten jedoch nicht ausrichten. Schmückers „hop oder top“-Analyse erwies sich als richtig, wobei – aus Hamburger Sicht – ersteres der Fall war. Die Gäste erwiesen sich in der Offensive als viel zu schwach, die kompakte Defensive der Generals – allen voran Linebacker Florian Bangert – ließ kaum einmal einen ernsthaften Raumgewinn zu. Und in der Offensive wirbelten die Running Backs Lars „Mini“ Bode, Martin „Curry“ Grimm und später Arne Peiffer, der zum ersten Mal auf dieser Position spielte und eine überzeugende Leistung ablieferte, die Abwehr der Gäste nach Belieben auseinander und fanden immer wieder die Lücke, in die sie hineinstoßen konnten. 

Frisch rasiert geschwächelt

Lediglich Ulf Hühne offenbarte ungewohnte Schwächen, vielleicht, weil er ausnahmsweise frisch rasiert ins Spiel ging? Wie auch immer: Kurz vor der Halbzeit, als die Hamburger zum ersten – und letzten Mal – gefährlich vor Göttingens Endzone auftauchten, „rasierte“ er Pioneer David May, für den kurze Zeit später  sogar ein Krankenwagen ins Stadion rollen musste. 

Die Touchdowns für Göttingen erzielten Bode (3) sowie Grimm und Tobias Benecke, dessen Mutter Sabine sich besonders freute: „Rennen konnte er schon immer.“ Die beiden Punke für Hamburg kamen durch einen Safety zustande, nachdem die Pioneers einen Kick von Philip Arnold geblockt und ihn anschließend in der Generals-Endzone zu Fall gebracht hatten. 

Am Ende waren alle Göttinger glücklich, Schmücker, seine Spieler und auch Maskottchen Murphy, die Oldenglish Bulldogge von Tackle Daniel Schutte. Und auch ein Zuschauer aus den USA war es zufrieden, auch wenn er ganz verwundert feststellen musste: „In Germany spielt man ja nach den gleichen Regeln wie bei uns.“ 

Von Hauke Rudolph

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