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BG Göttingen 74 nach radikalem Umbruch zurück in der Spitzengruppe

Saison der Glücksgriffe BG Göttingen 74 nach radikalem Umbruch zurück in der Spitzengruppe

Die Entscheidung der Verantwortlichen beim Damenbasketball-Zweitligisten BG 74, nach dem personellen Aderlass im Frühjahr 2014 volles Risiko zu fahren statt übervorsichtig und abwartend zu agieren, hat sich als goldrichtig erwiesen. Darin stimmen Geschäftsführung, sportliche Leitung, Unterstützer und Fans der Veilchen-Ladies überein.

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Starkes US-Duo: Monique Smalls und Nicole Jones (rechts) haben die BG 74 auf einen Playoff-Rang geführt.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Dass die Göttingerinnen nach Abschluss der Hinserie der 2. Bundesliga Nord als Tabellenvierte auf einem Playoff-Rang stehen, hatten nach der enttäuschend verlaufenen Saison 2013/14, dem darauf folgenden Abgang der langjährigen Cheftrainerin Jennifer Kerns und mehrerer Schlüsselspielerinnen wie Klaudia Grudzien, Rickiesha Bryant oder Nele Aha zwar einige Optimisten gehofft. Doch die wenigstens hatten es erwartet.

Mehrere Glücksgriffe sind der Grund dafür, dass die Anhänger des Göttinger Damenbasketballs wieder hoffnungsfroh in die Zukunft schauen können. Die wegweisende Entscheidung trafen Veilchen-Ladies-Geschäftsführer Reiner Fees und sein Nachfolger Richard Crowder, als sie den Tschechen Ondrej Sykora als Headcoch und dessen Lebensgefährtin Zuzana Polonyiova als spielende Co-Trainerin engagierten.

Die erstligaerfahrene slowakische Nationalspielerin und der vor allem im Nachwuchsbereich international erfolgreiche Tscheche entwickelten einen ambitionierten Plan, die BG 74 wieder als Spitzenteam der zweiten Liga zu etablieren und langfristig in die 1. Bundesliga zu führen.

Der große Glücksgriff des neuen Trainergespanns war die Verpflichtung der jungen talentierten US-Spielerinnen Monique Smalls und Nicole Jones auf der Spielmacher- und Centerposition. Die frisch vom College gekommene Smalls wurde binnen weniger Spiele zur erfolgreichsten Werferin der Liga. Melissa Zornig, eine weitere Amerikanerin, mussten die Veilchen wieder ziehen lassen, weil das Geld für eine weitere Ausländerin fehlte.

Dafür kamen Mayka Pilz und Jana Lücken zurück und schloss sich die trotz ihrer Jugend erfahrene Zweitliga-Spielerin Fee Zimmermann der BG 74 an. Zusammen mit den gebliebenen Lucy Thüring, Birte Bencker, Johanna Hirmke und etlichen Nachwuchstalenten formten Sykora und Polonyiova ein funktionierendes, effektives Team, das zwar einige Rückschläge verkraften musste, sich aber erheblich früher als für möglich gehalten in der Spitze der Liga etabliert hat.

„Ich bin sehr zufrieden. Wir wussten ja vor Saisonbeginn überhaupt nicht, wo wir stehen. Aber wir haben uns als Mannschaft schnell gefunden und tolle Leistungen gezeigt. Die Spielerinnen arbeiten im Training sehr gut mit. Wir hätten sicher einige Siege mehr erringen können. Aber ich bin insgesamt zufrieden. Wir haben noch sechs Heimspiele in der Rückrunde. Mal schauen, ob wir noch ein paar Siege mehr drauflegen können“, gibt sich Sykora optimistisch.

Von Michael Geisendorf und Klaus Plaisir

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