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Zocken, schwitzen, frei sein

Babamixed-Turnier in Göttingen Zocken, schwitzen, frei sein

Alter, Leistungsvermögen und Armspannweite haben beim Babamixed-Turnier zwischen den Aktiven enorm variiert. Das bundesweit größte Basketballturnier für Hobby-Mannschaften, das von der Göttinger Sport & Freizeit GmbH ausgerichtet wurde, lockte 63 Teams nach Göttingen. Schala-Baller verteidigte seinen Titel.

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Auch wenn der Spaß am Spiel im Fokus steht, beim Babmixed-Turnier wird engagiert Basketball gespielt.

Quelle: Swen Pförtner

Göttingen. Mit 42:36 besiegte die Truppe um Profispieler Lucas Gertz, der für die Basketball-Löwen Braunschweig auf Korbjagd geht, die Maschsee Lakers. „Mein Ziel war es, einfach, Spaß zu haben - und zu hoffen, dass es mit der Titelverteidigung klappt“, betonte Gertz. Ein Erfolgsfaktor sei ihm zufolge, „starke Mädels dabei zu haben“. Denn die Treffer von Spielerinnen, von denen bei dem Mixed-Turnier permanent zwei auf dem Feld stehen mussten, zählten einen Punkt mehr als jene der männlichen Akteure.

Dass die Spielfreude für die meisten der 550 Aktiven oberstes Gebot war, wurde an vielen Stellen deutlich. Am eindrücklichsten durch einen Basketballer aus Ingolstadt, der sich flugs mit einem Purzelbaum in Richtung gegnerische Hälfte bewegte. Ferner zogen Spieler mit der Rückennummer „0“ und „666“ ebenso die Blicke auf sich wie amüsante Teamnamen: „Die gestiefelten Muskelkater“ etwa, oder das „Anti-Gravitationsprojekt“.

„Es geht um offenes, faires Basketball-Spielen - und damit um Spaß. Wir wissen, dass wir niemals um den ersten Platz spielen könnten“, sagte etwa Alice Dreßler aus Weimar. Die 22-Jährige fand es großartig, „dass man gegen Teams aus ganz Deutschland spielt. Man weiß nie, auf wen man trifft.“

Auf der einen Seite des Basketball-Spektakels standen Profispieler - auf der anderen reine Anfänger. So gab es auch mal No-Look-Pässe, die den eigenen Mitspieler am meisten verblüfften. Oder Wurftechniken, an denen der Fußballer Thomas Müller - für seine zum Teil skurrilen Abschlüsse bekannt - mit Sicherheit seine Freude gehabt hätte.

Für Julia Blazekovic und ihre Kameraden war das Turnier ein Wiedersehen: Früher in einem gemeinsamen Team aktiv, trennten sich berufsbedingt die Wege. Das Babamixed-Turnier vereint sie. „Es ist einfach cool, am Wochenende sein Hobby auszuüben und die Freunde wiederzutreffen“, sagte sie. Oder, um es mit den Worten von Thibaut Djieya aus Kamerun zum Ausdruck zu bringen: „Einfach frei sein, zocken, schwitzen.“

Wolf-Rudel im Einsatz

Auch der ehemalige Profispieler Horst Wolf zeigte an den ersten beiden Turniertagen Einsatz – musste dafür aber einen gewissen Preis zahlen: „Am Sonntag habe ich nicht mehr gespielt. Die Knochen haben wehgetan“, verriet der 52-jährige Ex-Nationalspieler. Auch seine beiden erfolgreichen Söhne waren dabei: Enosch Wolf im Team des Zweitplatzierten, sein Bruder Julius, der jüngst mit Science City Jena den Aufstieg in die 1. Basketball-Bundesliga gefeiert hat, in der Mannschaft des Vaters: bei „los beardos“.

In ein und derselben Mannschaft aufzulaufen, sei „eine Premiere gewesen“, betonte Horst Wolf, mit dem am Wochenende sicher viele Spieler mitfühlen konnten: Nach insgesamt jeweils zehn zwanzigminütigen Partien hatten viele Aktive Ermüdungserscheinungen. Welchen Anteil daran die „Overtime-Party“ am Sonnabend gehabt hat, darüber darf spekuliert werden. th

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