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Bärenstarker Gelley zeigt Bernburg die Krallen

3. Handball-Liga Ost Bärenstarker Gelley zeigt Bernburg die Krallen

„Ich bin mit meiner Mannschaft heute rundherum zufrieden“, lautete das Statement von Thomas Brandes, Trainer des Handball-Drittligisten TV Jahn Duderstadt, nach dem 24:22 (13:10)-Erfolg vor eigenem Publikum gegen den SV Anhalt Bernburg.

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Freudentänze: Carlos Swoboda (links) beglückwünscht seinen Jahn-Mannschaftskameraden David Gelley zu dessen überragender Vorstellung.

Quelle: Pförtner

Ein schöneres Kompliment kann ein Coach seinem Team sicherlich nicht machen. Und an diesem Abend hatten es die Eichsfelder auch verdient, ohne Wenn und Aber. Angesichts der denkbar schlechten Ausgangsvoraussetzungen (Christian Brand, Frederik Brandes, Matthias Heim und Dennis Knudsen hatten die ganze Woche krankheitsbedingt nicht trainiert) waren die Jahn-Verantwortlichen mit gemischten Gefühlen in dieses wichtige „Vier-Punkte-Spiel (Brandes) gegangen.
Doch die Hausherren erwischten einen Traumstart, ließen erst nach acht Minuten den ersten Gegentreffer zu und führten nach elf Minuten mit 6:1. In bestechender Form nach seiner zweiwöchigen Zwangspause (Augenverletzung) präsentierte sich Torwart Christian Wedemeyer. Er zeigte schon fast übernatürliche Reflexe, konnte sich dabei auf eine hundertprozentig funktionierende Abwehr verlassen. Aus dieser ragte ein Mann heraus: Marco Krist erwies sich als „Chef“ in einem absolut homogenen Verband.

Der Gast aus Bernburg zeigte sich in den Anfangsminuten sichtlich überrascht von einem zu allem entschlossenen Jahn-Team. Doch auch die Crew von Trainer Sven Liesegang hatte sich viel vorgenommen, wollte an die sehr gute Leistung gegen die TG Münden anknüpfen, die sie in der Vorwoche als erstes Team überhaupt in dieser Saison bezwungen hatte. Der eiserne Wille war auch für die Zuschauer spürbar. Sehr zur Freude der Anhaltiner Anhänger, die bis zur letzten Minute an ihr Team glaubten. Eher angespannt durchlebten hingegen die Duderstädter Fans die 60 Minuten, wohl wissend, dass das Eis, auf dem sich ihre Mannen bewegten, äußerst brüchig war.

Doch am Ende sollte es nur strahlende Gesichter bei den Hausherren geben. Den größten Grund zur Freude hatte dabei David Gelley. Der Ungar, von dem sein Trainer schon des öfteren behauptet hatte, „Potenzial ohne Ende“ zu haben, schaffte es am ersten Sonnabend im Februar, einen Großteil davon abzurufen. Insgesamt zehn Treffer trug er zum Sieg seines Teams bei, fand dabei das richtige Maß, den sehr körperbetont spielenden Bernburgern Paroli zu bieten. Immer wieder schaffte er es, in den entscheidenden Situationen schmerzhafte Nadelstiche zu setzen, die Gäste häufig aus dem Rhythmus zu bringen. „Es hilft keine starke kämpferische Leistung, wenn man den Kopf nicht oben behält“, analysierte Bernburgs Coach Sven Liesegang am Ende messerscharf.

Der Kopf von Jahn-Keeper Julian Krüger, der zehn Minuten vor dem Ende für Wedemeyer kam, spielte eine nicht unwesentliche Rolle. Genau mit diesem Körperteil lenkte er nämlich einen Siebenmeter von Julian Kraft, neben Alexander Weber und Torwart Ivan Szabo der auffälligste Akteur, über die Querlatte und parierte auch im Anschluss noch eine hundertprozentige Chance der Bernburger, jeweils, als sich die Duderstädter in Unterzahl befanden. „Wenn man erst zehn Minuten vor Schluss ins Spiel kommt, und dann vier Hundertprozentige pariert, dann ist das schon stark“, lobte Trainer Thomas Brandes seinen Nachwuchskeeper. „Wir haben es in der zweiten Halbzeit geschafft, mit dem Kopf nach oben zu spielen, und am Ende auch ein bisschen Glück gehabt“, nahm Brandes diese Zugabe liebend gern an.

TV Jahn Duderstadt: Wedemeyer, Krüger – Brand (3), Krist (1), Kesilis (1), Brandes (1/1), Swoboda, Gelley (10), Heim (1), Naß (2), Knudsen (5).

Tore SV Anhalt Bernburg: Kraft (5/1), Rindert, Weber (je 4), Krause (3), Wartmann (1/1), Hoffmann (2), Siefert, Schöttke (je 1).

Stationen: 3:0 (3.), 6:1 (11.), 7:6 (18.), 9:7 (22.), 11:9 (26.), 13:19 (30./Halbzeit) - 13:12 (35.), 14:14 (39.), 17:15 (43.), 18:17 (46.), 19:19 (50.), 20:20 (52.), 20:21 (53.), 23:22 (57.), 24:22 (60.).

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