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Wenn Talente auf Korbjagd gehen

BG 74 Göttingen Wenn Talente auf Korbjagd gehen

147 Mannschaften haben in elf Göttinger Sporthallen an der 37. Auflage des Basketball-Miniturniers teilgenommen. Die heimischen Vertreter trumpften in der Alterklasse U 10 auf: Während der ASC 46 in dem am besten besetzten Turnier Vierter wurde, holte das Team der BG 74 in der zweiten Leistungsklasse den einzigen Göttinger Sieg.

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Basketball-Miniturnier der BG 74 in Göttingen

Quelle: CR

Göttingen. „Ergebnisse sind mir egal. Am wichtigsten ist, dass die Kinder Spaß haben“, sagte Hauptorganisator Manfred Ude. Er zog, abgesehen von einigen „Anlaufschwierigkeiten am Sonnabendmorgen“, ein positives Fazit.

Eine ähnliche Philosophie wie Ude hatte auch der erst siebenjährige Johannes Fritz-Görcke vom U-9-Team der BG 74. „Wir haben alle Spiele verloren, aber das ist nicht so schlimm“, sagte er. Priorität habe für ihn, „keine Fouls zu machen. Sonst können sich die Gegenspieler verletzen“.

Ein bisschen interessiert war Ude dann allerdings doch, als es für die BG 74 in der Geismarer Sporthalle um den Turniersieg ging. Mit mindestens fünf Punkten Vorsprung mussten die Veilchen das letzte Spiel gegen Kientzheim gewinnen. Nach einem 27:11 zur Pause sicherten sie sich durch ein 42:22 den Sieg in der zweiten Leistungsklasse. „Die Mannschaften ordnen sich den einzelnen Leistungsklassen gemäß ihrer eigenen Einschätzung selbst zu“, erklärte Ude.
In der höchsten Leistungsklasse der U10 herrschte beim ASC trotz einer 25:41-Niederlage gegen BV Chemnitz im Spiel um Platz drei Freude. „Ich bin als Trainer absolut zufrieden. Chemnitz war einfach besser“, sagte ASC-Coach Christian Lüer, dessen Team 2015 gesiegt hatte. Seinem Spieler Tammo Haase gelang etwas, das beim Miniturnier nicht allzu oft vorkommt: Er versenkte einen Wurf von jenseits der Drei-Punkte-Linie – dazu noch ohne Ring- oder Brettberührung. „Ich bin nicht so groß, daher werfe ich gern von außen“, sagte der Dreierschütze. Insgesamt finde er am Turnier „super, dass man auch mal andere Mannschaften kennen lernt“.
In der U 12, der höchsten ­Altersstufe, bezwang der Friedenauer TSC im Finale Alba Berlin mit 36:30. Für das Siegerteam spielte unter anderem Nils Machowski, der Sohn des Bundesliga-Trainers Sebastian Machowski von den Eisbären Bremerhaven.
Für ASC-Coach Lüer war es das letzte Spiel als Trainer seines Teams. Und über das Göttinger Basketball-Miniturnier sagte er einen Satz, dem Organisator Ude ohne jeden Zweifel zustimmen wird: „Ich hoffe, dass das Turnier noch lange am Leben bleiben wird.“

Die Partie Alba Berlin gegen BC Marburg der U10 männlich (Leistungsklasse I) entschieden die Hauptstädter mit 25:17 für sich: „Wir haben in der Defense gut als Team zusammen gespielt“, bilanzierte Alba-Spieler Caspar Okoro. Der Neunjährige verwies damit auf etwas, das – wie schnell deutlich wurde – alle erfolgreichen Teams auszeichnet: Das Auge für den freien Mitspieler und Teamplay.
Große Ziele haben Julius von Merveldt und Janis Hubert mit ihrem Team Friedenauer TSC: Zum fünften Mal sind sie beim Miniturnier dabei, wurden bislang dreimal Dritter und einmal Zweiter – und wollen nun den Sieg. Im Team der Elfjährigen spielt auch Nils Machowski, der Sohn des Bundesliga-Trainers Sebastian Machowski von den Eisbären Bremerhaven. In seinem ersten Spiel gewann der TSC mit 52:27 gegen SC Rist.
„Wir hatten viele Steals und kamen dadurch zu einfachen Punkten“, fand Hubert den Schlüssel zum Auftaktsieg. Merveldt verwies darauf, dass der Friedenauer TSC mit insgesamt sieben Mannschaften in Göttingen sei. „Die anderen,  die gerade nicht spielen mussten, haben uns bei unserem ersten Spiel super angefeuert“, sagte er – und Hubert ergänzte: „Ja, und wenn sie spielen, dann werden wir sie auch anfeuern.“ th

Liga will Partnerschaft gerne weiterführen

Gerade erst hat seine Mannschaft im Finale mit einem Punkt verloren – in letzter Sekunde. Dennoch wirkt Jens Staudenmayer recht zufrieden. „Ich darf es ja keinem sagen, aber Silber hat mir in meiner Medaillensammlung noch gefehlt“ klärt der Kaufmännische und Sportliche Leiter der Basketball-Bundesliga (BBL) auf.
In offizieller Funktion war der 48-Jährige allerdings nicht nach Göttingen gekommen. Er coachte die U 12 des TuS Mondorf. Kontakt zu den Organisatoren des Miniturniers dürfte es dennoch in den nächsten Tagen wieder geben. Grund: Die Vertrag zwischen dem Miniturnier und der Liga, die gemeinsam mit dem Deutschen Basketball-Bund (DBB) als Schirmherr fungiert, läuft aus. Eine Weiterführung der Partnerschaft dürfte jedoch lediglich Formsache sein. „Wir hatten den Vertrag schon einmal verlängert, und einer erneuten Verlängerung steht nichts im Weg. Ich spreche auch für den DBB, wenn ich sage, dass wir sehr gerne gemeinsam so weiterarbeiten würden“, sagt der frühere Weltklasse-Schiedsrichter. Das Miniturnier sei abermals hervorragend organisiert worden, das spielerische Niveau steige von Jahr zu Jahr. „Mit Mondorf sind wir in der Leistungsklasse I der U 12 angetreten. Da waren viele Teams dabei, die richtig spielen konnten. Man merkt, dass in Deutschland im Nachwuchsbereich gut gearbeitet wird“, erklärt Staudenmayer. Der Anstoß zur Vertragsverlängerung müsse nun von der BG 74 ausgehen. „Ich warte auf einen Anruf, meine Telefonnummer haben sie ja.“ fab

Familienausflug zum Miniturnier

Gundula Laabs hat den kompletten Zyklus beim Miniturnier durchlaufen: Zunächst als Spielerin dabei gewesen, später als Trainerin und schließlich als Mutter. Und wo die Ex-Bundesliga- und Nationalspielerin ist, ist der Erfolg.
„1981 war ich als Sechsjährige erstmals dabei. Damals war das Miniturnier noch ganz klein. Gerade einmal 15 Teams sind gestartet, und es wurde in gemischten Mannschaften gespielt“, erinnert sich Laabs, die ihre Laufbahn unter ihrem Mädchennamen Hahn in Wolfenbüttel begann. Bei der Premiere „gab es auf die Mütze“. Doch schon ein Jahr später feierte die heute 41-Jährige ihren ersten von drei Triumphen. „Da Mädchen oft früher groß sind, waren wir den Jungs körperlich unterlegen und haben unter anderem Wessel Lückes Sohn Arne besiegt“, berichtet Laabs.
Später führte sie die männliche U 12 des SC Rist Wedel als Trainerin zum Sieg – und wurde dafür von Turnierbegründer Wessel Lücke geehrt. „Der Erfolg mit den Jungs kam 20 Jahren nach meinem letzten als Spielerin. Zu coachen ist wesentlich schlimmer, als zu spielen, weil du nicht direkt eingreifen kannst“, erzählt die zweifache Mutter.
Und heute? Ist das Miniturnier ein Termin für die ganze Familie. „Mein Mann fährt den Mannschaftsbus, der Kleine schläft im Kinderwagen, und meine Tochter Antonia spielt in der U 10, die ich coache“, so Laabs. Darüberhinaus gehören ihre Nichte sowie die Tochter ihrer früheren Wolfenbütteler Mitspielerin Claudia Rieth-Hoffmann dem Team an. „Wir sind erfolgreich, weil wir sehr gut zusammenspielen“, erklärt Antonia, die wie ihre Mutter die Trikotnummer Acht trägt und beteuert: „Mama ist eine gute Trainerin.“
Das beweist Laabs, denn selbstverständlich greift sie auch dieses Jahr wieder Edelmetall beim Miniturnier ab. Hinter UBI Graz erreicht Wedel den starken zweiten Platz. fab

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10.12.2016 - 13:45 Uhr

Nach seinem Aus bei den Niedersachsen kritisierte Dieter Hecking die Einstellung der Spieler bei seinem Ex-Klub, verteidigte aber Julian Draxler und Manager Klaus Allofs.

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