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Hockeyspiele nur noch ohne Training

Göttinger Olympiasiegerin Franzi Gude Hockeyspiele nur noch ohne Training

Als Franzi Gude am Telefon erreichbar ist, sitzt sie am Rand eines österreichischen Bergsees bei Going nahe Kitzbühel und schaut ihren drei Männern beim Angeln zu: "Ich stehe nicht so auf Fische." Mit ihrem Mann Roland und den beiden Söhnen Fritz (5) und Paul (2) verbringt die aus Göttingen stammende Hockey-Olympiasiegerin von Athen ihren Sommerurlaub – gut informiert über das Geschehen bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro.

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Torjubel: Franzi Gude (r.) greift für ihren Verein Rot-Weiß Köln immer noch zum Schläger.

Quelle: imago

Göttingen. Natürlich liegt ihr Fokus auf den Hockey-Turnieren der Frauen und Männer. „Weil das Wetter ja nicht täglich sommerlich war, haben wir im Urlaub auch Olympia im Fernsehen angeschaut. Hockey gibt es ja leider meist nur in kompletter Länge im Livestream, aber wir haben inzwischen eine App, über die wir das auch im Ausland bekommen“, erzählt die ehemalige Hockey-Nationalspielerin. Sie ist zufrieden mit dem Start beider Teams in das Turnier. „Auch die anderen Teamsportarten liegen im Soll.“ Wohingegen sie von vielen Startern anderer Sportarten enttäuscht ist. „Vielleicht ist das Thema Doping doch ein Störfaktor.“ Die Zeitumstellung sowie frühe und späte Startzeiten lässt die 168-fache Nationalspielerin als Entschuldigung für schwache Wettkämpfe nicht gelten: „Wir hatten das in Sydney 2000 auch. Kurzfristige Umstellungen bringen da nichts. Entweder von langer Hand geplant oder den üblichen Rhythmus beibehalten. Aber vielleicht ist das bei Einzelstartern auch etwas anders als für die Teamsportler. Da kann ich nur spekulieren“, sagt die Olympiasiegerin.

Einige der aktuellen Nationalspielerinnen kennt sie aus ihrem Verein Rot-Weiß Köln, dort schaut sie sich immer wieder einmal ein Bundesligaspiel an. Kontakt zu ihren ehemaligen Teamkameradinnen aus der Athener Erfolgs-Mannschaft hat sie regelmäßig, etwa zwei Drittel von ihnen sind noch aktiv. Bei ihrem 40. Geburtstag im Frühjahr gab es vor dem „rauschenden Fest“ noch harte Hockey-Arbeit. „Da hat sogar mein Bruder mal wieder den Schläger in die Hand genommen. Er hat es nicht verlernt.“ Sie selbst natürlich auch nicht, meistens spielt sie in der Kölner Dritten, dem Oberligateam, aber auch in der zweiten Mannschaft, die in der Regionalliga startet. „Zum Training schaffe ich nicht mehr“, sagt die zweifache Mutter und Gymnasiallehrerin.

Dass es richtig war, nicht den Beruf der Grundschullehrerin zu wählen, bekommt Gude Woche für Woche als Trainerin ihres ältesten Sohnes Fritz bei den Minis bestätigt. Dort wird noch ohne festen Torhüter und auf vier Tore gespielt. „Dann ist das Gewusel um den Ball nicht so groß. Aber es dauert eben, bis die Kinder begreifen, dass sie auf ihre Tore aufpassen müssen.“ Wenn Fritz zu den D-Knaben wechselt, bekommt er einen neuen Trainer. „Er lässt sich ja doch nicht so gerne – und schon gar nicht von seiner Mutter – auf dem Hockeyplatz etwas sagen. Das hat er von mir.“

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