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Beide Lokalrivalen klagen über Personalengpässe

Fußball-Kreisliga Beide Lokalrivalen klagen über Personalengpässe

Mit dem Lokalderby zwischen FC Hertha Hilkerode und SG Rollshausen/Obernfeld hat die Fußball-Kreisliga zum Auftakt der Saison 2010/11 am Sonntag (15 Uhr) aus Eichsfelder Sicht gleich einen Knaller zu bieten.

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Neuauflage: Im bislang letzten Vergleich trennten sich Herthaner und SGer 2:2-unentschieden. Hilkerodes Torjäger Manuel Beseke (am Ball) setzte sich in dieser Szene gegen Julian Koch (links) und Marius Wellhausen (rechts) durch, ging allerdings leer aus.

Quelle: Thiele

Der sportlich noch größere Knaller ist allerdings das Gastspiel des amtierenden Vizemeisters SV Seeburg beim Vorjahresdritten FC Lindenberg-Adelebsen. Für Eintracht Gieboldehausen beginnt das neue Spieljahr ebenfalls auswärts (bei Neuling GW Hagenberg), während der FC Mingerode beim Saisonstart Heimrecht gegen den spielstarken Aufsteiger TSV Germania Diemarden besitzt.

FC Hertha Hilkerode – SG Rollshausen/Obernfeld. „Nach der eigentlich gelungenen Vorbereitung beginnt die neue Saison leider so, wie die alte aufgehört hat“, beklagt Hilkerodes Co-Trainer Frank Hundeshagen vor dem Eichsfeldderby, denn es gibt wieder einmal einen Personalengpass. Mit Stefan Juchheim (verletzt), Thomas Schmidt, René Jung und Sebastian Conrady (alle im Urlaub) fehlen vier Stammkräfte. Dennoch gibt sich Hundeshagen kämpferisch und zuversichtlich: „In der letzten Saison haben wir gezeigt, dass wir solche Situationen meistern können – dazu müssen wir uns gegen Obernfeld taktisch klug verhalten und mit absolutem Einsatzwillen in das Derby gehen.“ In der zurückliegenden Punktrunde fuhr sein Team so immerhin vier Zähler gegen die SG ein – nach einem 6:0-Heimsieg gab es im Rückspiel ein 2:2.

Ein Punkt auf des Gegners Platz ist für Rollshausens Teamchef Michael Holzapfel das Mindestziel. „Ein Sieg wäre zum Auftakt nicht schlecht“, träumt er sogar von mehr. Allerdings wird sein Optimismus ebenfalls durch Personalsorgen getrübt. André Teichmann (verhindert), Christian Wüstfeld (Meniskusverletzung), Sascha Schwetschenau (verletzt) und Marius Wellhausen (Zehenbruch) fallen auf jeden Fall aus, Niklas Gödecke und Martin Wüstefeld sind angeschlagen. Der Einsatz von Neuzugang Maximilian Müller könnte dessen gesundheitlichen Problemen zum Trotz klappen, erklärt Holzapfel, der zudem auf Wüstefelds Mitwirken hofft. Mit dem Leistungsträger auf dem Liberoposten werde seine Elf entsprechend kompakt stehen und agieren – und schließlich auch punkten. Holzapfel: „Wir müssen uns nicht verstecken.“

FC Mingerode – TSV Diemarden. In nahezu kompletter Bestbesetzung wird der FC nach Auskunft von Betreuer Thomas Kunze zur Saisonpremiere auflaufen. Bis auf den dienstlich verhinderten André Maur seien alle Mann an Bord, allerdings müssten einige Akteure mit leichteren Blessuren eventuell auf die Zähne beißen. „Es ist ein Heimspiel, das wollen wir unbedingt gewinnen“, bekräftigt Kunze. Vor dem Neuling haben die Mingeröder jedoch durchaus Respekt, nichtsdestotrotz verzichtete Trainer Wolfgang Gastel darauf, den Gegner im Vorfeld unter die Lupe zu nehmen. Kunze: „Man hat ja so einiges gehört – wir werden sehen, wo wir dran sind.“

GW Hagenberg – Eintracht Gieboldehausen. „Wir sind ja nur Freizeitfußballer, aber trotzdem bin ich stinkig, dass drei Leute in Urlaub gefahren sind“, sieht Eintracht-Coach Jörg Geilhaupt dem richtungsweisenden ersten Punktspiel mit gemischten Gefühlen entgegen. Schließlich fehlen auch noch Michael Ring (Zerrung), Torge Abram (erkältet) und Johannes Otto, der sich beim Blitzturnier in Bernshausen verletzt hat. Geilhaupt: „Ob Hagenberg nun wirklich, wie allgemein angenommen wird, ein Titelkandidat ist, weiß ich nicht – auf jeden Fall gibt es in der Kreisliga keine leichten Gegner mehr, so dass ich mit einem Punkt schon sehr zufrieden wäre.“

FC Lindenberg-Adelebsen – SV Seeburg. Mit einem Trainingslager in Bad Sachsa und einem Brockenlauf haben die Seeburger ihre Saisonvorbereitung abgeschlossen. Jetzt sei seine Crew heiß auf den Saisonstart, betont Trainer André Stelter: „Was kann man sich dazu Schöneres wünschen als ein Spiel zwischen dem Zweiten und Dritten?!“ In diesem Topduell will Stelter mit seiner Truppe, die ihm komplett zur Verfügung steht, sofort ein Ausrufezeichen im Titelkampf setzen und den letztjährigen 4:2-Auswärtssieg in Lödingsen wiederholen. Der Umstand, dass das Heimspiel gegen den FC in der Rückrunde 1:4 verlorenging, veranlasst Stelter nur zu der Bemerkung: „Jetzt sind wir eben wieder an der Reihe.“ Der Coach glaubt nicht, dass seine Abwehr FC-Goalgetter Björn Nolte nochmal drei Tore gestattet. Stelter: „Wir werden für Nolte auch niemanden abstellen. Wir haben viel mehr Leute, die der FC ausschalten muss – Lindenberg soll sich nach uns richten.“

Von Michael Bohl

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