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Bekenntnis zur Hauptamtlichkeit

Gigant unter den Göttinger Vereinen Bekenntnis zur Hauptamtlichkeit

Die Stunde Null des Großvereins ASC 46 ist am 1. April 1980 gewesen. Da war einer der Fusionspartner - die TG 1846 als ältester Turnverein Niedersachsens - bereits 134 Jahre alt.

Tageblatt-Sonderseiten zu den Meisterschaften: Farbig wurde die Zeitung in den 1980er Jahren nur zu besonderen Anlässen. foto: Wenzel

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. Der andere Partner, der SSC Göttingen, konnte in Sachen Alter zwar nicht mithalten, machte dieses Defizit jedoch als mitgliederstärkster Klub im Stadtsportbund (SSB) in Sachen Quantität wieder wett. So war der Allgemeine Sportclub Göttingen von 1846 schon bei seiner Gründung ein Gigant. 4369 Mitglieder gehörten dem neuen Verein an, damit erreichte der Verein eine Quote von 14,9 Prozent aller SSB-Mitglieder.

Dem ersten geschäftsführenden ASC-Vorstand gehörten damals August Schütte (Vorsitzender), Jürgen Beinhorn (Schatzmeister), Martin Balleer (Öffentlichkeitsarbeit), Klaus Brandt (Sonderaufgaben), Siegfried Mentz (Jugend und Sportpolitik) sowie Gerd Hillebrecht (Geschäftsführer) an. Der neue Großverein bot seinen Mitgliedern damals schon 33 Sportarten beziehungsweise Sportgruppen an. Hauptaugenmerk legten die Verantwortlichen auf den Ausbau der Nachwuchsabteilung. Mutter-Kind-Turnen, Schwimmen für Kleinkinder und ein Kindergarten standen im Fokus.

Der Schwerpunkt der Königsblauen lag auf den Hallensportarten, eine Erweiterung in diesem Bereich scheiterte jedoch an den vorhandenen Kapazitäten. Eine der Visionen damals war der Schritt in die Hauptamtlichkeit der Mitarbeiter. Der Vorstand hatte sich auf die Fahnen geschrieben: „Die ehrenamtliche Mitarbeit ist auch im Großverein wichtig und notwendig, dennoch müssen wir dem Zug der Zeit Rechnung tragen, ein möglichst qualifiziertes Angebot machen und auch den Einsatz von hauptberuflichen Kräften vorsehen. Das ist aus zeitlichen und aus sportspeziellen Gründen ebenfalls notwendig. Der Sport kann es sich nicht erlauben, nur Beschäftigungstherapie zu betreiben.“

Dieses Vorhaben hat der ASC über Jahre verfolgt und vorangetrieben, mehr als 200 Angestellte hat der Verein heute im Jahr seines 170-jährigen Bestehens. Sie sorgen - nicht nur im Sportbetrieb, sondern auch in den Kindergärten und im Freiwilligendienst - dafür, dass 9000 Mitgliedern in Niedersachsens größtem Sportverein mehr als 50000 Stunden Sport jährlich geboten werden.

Ausstellung im Alten Rathaus erweitert

„Tradition schafft Perspektive“ heißt die Ausstellung, die der ASC 46 anlässlich seines 170-jährigen Bestehens in fünf Räumen des Obergeschosses im Alten Rathaus aufgebaut hat. In diesen Tagen wurde sie noch um Zeitungs-Dokumente aus dem Göttinger Tageblatt erweitert. Diese gehören zu den Themenbereichen Fusion (1980), Deutsche Basketball-Meisterschaften (1980, 1983 und 1984) sowie 150-jähriges Bestehen (1996). 

 
Die ersten vier Räume bauen chronologisch aufeinander auf. Beginnend mit den Jahren 1846 bis 1914 geht es um die Gründungszeit. Im nächsten Raum werden die Jahre 1914 bis 1945 genauer beleuchtet. In dieser Zeit fand der Umbruch vom Turnen zum modernen Sportverein statt. In Raum Nummer drei finden sich sämtliche Informationen zu den Jahren 1945  bis 1980 und zu den Entwicklungen der beiden Stammvereine. Dazu gehören auch die  Basketballer und deren Erfolge.

Der letzte Teil der Ausstellung stellt den ASC 46 nach seiner Fusion 1980 bis heute vor. Außerdem wird ein Film zur Vereinsgeschichte gezeigt, und die Besucher können der Audio-CD des ASC 46 lauschen, die durch Zeitzeugen-Aussagen lebhafte Erinnerungen an frühere Geschehnisse aufleben lässt.

Zu diesen Zeitzeugen gehört auch die langjährige Übungsleiterin Ingrid Thiel, die am Sonnabend, 11. Juni, von 14 bis 17 Uhr Rede und Antwort steht. Zu besichtigen ist die Ausstellung noch bis zum 26. Juni immer dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr. kal

09.12.2016 - 14:19 Uhr

Der sogenannte Besenstielräuber hat gestanden, den FC Bayern München im Februar erfolglos um drei Millionen Euro erpresst zu haben.

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