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Berlinerin Scarlett Werner gewinnt Göttinger Meisterschaft

Tennis-Stadtmeisterschaften Berlinerin Scarlett Werner gewinnt Göttinger Meisterschaft

Unterschiedlicher hätten die Finalspiele der 33. Göttinger Tennis-Stadtmeisterschaften kaum laufen können. Bei den Damen setzte sich die Nummer eins der Setzliste, Scarlett Werner aus Berlin, in gut einer Stunde souverän durch. Drei Stunden benötigte dagegen der ungesetzte Sebastian Krauß, um schließlich den 1000-Euro-Siegerscheck in Empfang zu nehmen.

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Siegerinterview: Die strahlende Siegerin Scarlett Werner wird von Turnierleitungs-Mitglied Wolfhard Pötke (links) befragt. TSC-Sportwart Udo Hahne hatte zuvor Scheck und Blumen übergeben.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Zweimal hatte Krauß in den vergangenen Jahren bereits im Viertelfinale gestanden. Sein großes Ziel war jedoch, „endlich auch mal montags noch im Turnier zu sein“. Mit dem Erreichen des Halbfinales hatte der für den TC 31 Kassel spielende Student (zweites Semester Grundschul-Lehramt) sein Vorhaben in die Tat umgesetzt. Bereits in der zweiten Runde war Vorjahressieger und TSC-Neuzugang Bastian Grönefeld mit 4:6 und 6:7 an ihm gescheitert. Im Semifinale gewann er mit 6:2, 5:7, 6:3 gegen den gesetzten Ralf Steinbach (TC Sandanger). „Alles andere war dann eigentlich Zugabe“, sagte der 23-Jährige nach dem Finalsieg. Gegen den mazedonischen Davis-Cup-Spieler Lazar Magdincev entschied nach drei umkämpften Sätzen (6:7, 7:5, 6:4) am Ende die bessere Physis und die größere Entschlossenheit zu Gunsten des Nordhessen.

Der hatte sich zweimal aus scheinbar aussichtsloser Situation wieder ins Match zurückgekämpft. Wie so oft im Tennis, schien es nach verlorenem Tie-Break auf einen deutlichen zweiten Satz hinaus zu laufen. Krauß lag bereits 1:5 zurück, ehe ihm alles gelang (7:5). Platzierte Vorhandbälle und immer wieder gefühlvolle Stopps, die erkennen ließen, wieviel Ballgefühl er hat. Nach gewonnenem zweiten Durchgang sah es im dritten zunächst so aus, als hätte Krauß sein Pulver verschossen. 0:3 lag er zurück, startete erneut eine Aufholjagd, drehte den Satz (5:3) und verwandelte den ersten Matchball zum Siegpunkt. „Das war mein zehntes Spiel in acht Tagen. Die letzte Stunde habe ich wie in Trance auf dem Platz verbracht“, erzählte der Kasseler, der unmittelbar vor dem TSC-Turnier Zweiter bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften geworden war.

Vergleichsweise einfach hatten dagegen die topgesetzte Werner vom GTC Grunewald (6:0, 6:1 gegen Lea-Katharina Jacob/Bünde) und ihre Konkurrentin Andrea Sieveke vom DTV Hannover (6:0, 6:0 gegen Sina Ladage/Seeheim) das gestrige Finale erreicht. Obwohl beide ihre Kräfte hatten schonen können, wurde es ein einseitiges, unspektakuläres Endspiel. Die 24-jährige Berlinerin spielte sicher und solide von der Grundlinie, musste meistens nur auf die Fehler ihrer Gegnerin warten. Sieveke, 2005 schon einmal im Finale gescheitert, spielte zwar gut mit, war am Ende jedoch chancenlos gegen die Medizinstudentin, die in Göttingen ihr Comeback gestartet hat. 

Werner, die als Jugendliche unter dem Namen Kotschwara bereits in Deutschland die Nummer eins und in Europa Nummer zwei ihrer Altersklasse gewesen ist, will nach diesem Semester wieder zurück ins internationale Turniertennis. Erst seit acht Wochen trainiert sie wieder, hatte fünfeinhalb Jahre kein Turnier gespielt und zuletzt zwei Jahre überhaupt keinen Tennisschläger mehr angefasst. „Ich musste die Vergangenheit erst einmal aufarbeiten. Aber als ich gesehen habe, dass Spielerinnen meines Alters, wie Safina, Hantuchova und Dementieva, gegen die ich früher gewonnen habe, da vorn mitmischen, hat es mich wieder gepackt. Außerdem spielt der Körper gut mit“, berichtet sie. Nach vier Mannschaftseinsätzen für ihren Berliner Club hat sich die aus München stammende Spielerin beim TSC in der Turnierszene zurückgemeldet.

Strahlende Gesichter gab es nicht nur bei den Gewinnern. Auch die TSC-Verantwortlichen haben eine positive Bilanz gezogen. Kein Tropfen Regen störte den Ablauf an den vier Turniertagen, dazu kamen viele Zuschauer auf die Anlage an der Calsowstraße. Wenngleich kein heimischer Spieler über die zweite Runde hinauskam, waren jedoch alle zufrieden. Kathrin Lienig

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