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Bernshäuserin Thomae spielt verletzt überragend

Fußballerin an vier Treffern beteiligt Bernshäuserin Thomae spielt verletzt überragend

Einzelne Spielerinnen hervorzuheben, das ist normalerweise nicht die Sache von Dennis von Ahlen. Doch für Adriana Thomae machte der Trainer von Frauenfußball-Landesligist SV Bernshausen diesmal gerne eine Ausnahme.

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Quelle: Pförtner

Bernshausen. Das Extralob hatte sich die Angreiferin aber auch redlich verdient. Beim 5:1-Auswärtssieg des Eichsfelder Landesligisten beim VfL Herzberg war Thomae gleich an vier Treffern beteiligt. Die ersten beiden Bernshäuser Treffer markierte die Nummer 20 der Schwarz-Weißen selbst, den dritten und vierten bereitete sie vor. Dass die wieselflinke 21-Jährige die gegnerischen Abwehrreihen dermaßen durcheinanderwirbeln würde, stand bis zuletzt auf der Kippe.

In der Partie gegen ihren Ex-Verein SVG musste Thomae bereits nach 25 Minuten wegen einer Leistenzerrung ausgewechselt werden. An Training war für die Arzthelferin in der vergangenen Woche deshalb nicht zu denken. Nach intensiven Salbenbehandlungen und dem Warmmachen entschied sich die Stürmerin schließlich doch dafür, grünes Licht für ihren Einsatz zu geben: „Ich habe zwar noch ein leichtes Ziehen gespürt und war nicht zu 100 Prozent fit, aber ich wollte der Mannschaft und dem Trainer zuliebe spielen.“ Gut für die Schwarz-Weißen, dass die Offensivkraft auch ihren Dienst tauschen konnte: „Eigentlich hätte ich am Spieltag arbeiten müssen.“

Blessuren sind für den Fan des FC Bayern, der einst in Renshausen mit dem Fußball begann, nichts Unbekanntes. Nach einem Bruch des Sprunggelenks und zwei Operationen musste Thomae, die in Wollbrandshausen wohnt, gut eineinhalb Jahre pausieren, hatte gar überlegt, ganz aufzuhören. Erst im Sommer stieg die schnelle Stürmerin, deren Freund und Bruder beim SV Eintracht Hahle kicken, wieder ein, liegt in der vereininsternen Torschützenliste mit vier Treffern gleichauf mit Katrin Schneemann. Zu SVG-Zeiten wurde Thomae ab und an auch mal in der Viererkette oder auf der Außenbahn eingesetzt. „Dort kann ich meine Schnelligkeit am besten ausspielen“, erklärt sie.

Doch auch die Mittelstürmerposition scheint ihr zu liegen. „Das hat zuletzt ja ganz gut geklappt“, sagt sie bescheiden. Während ihre Sturmpartnerin Laura Henkel eher Anspiele in den Fuß bevorzugt, lauert Thomae auf Pässe in die Schnittstelle, denen sie dann mit Highspeed nachjagen kann. So schnell wie Bayern-Brasilianer Douglas Costa sei sie jedoch nicht, gibt die Vierfach-Torschützin schmunzelnd zu: „Mit dem kann ich mich nicht vergleichen.“

Die Mission Klassenerhalt geht Thomae opimistisch an. „Die Stimmung im Team ist super, ich bin da guter Dinge.“ Vor allem, wenn spätestens nach der Winterpause auch die derzeitigen Verletzten in den Kader zurückkehren. Ihre Tore und Geschwindigkeit sollen dem Aufsteiger in Sachen Klassenverbleib auch künftig regelmäßig weiterhelfen.

Von Christian Roeben

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