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Bezirksliga: BSV-Abteilungsleiter Wolfgang Hungerland über seinen Rücktritt

Dem Erfolg verpflichtet Bezirksliga: BSV-Abteilungsleiter Wolfgang Hungerland über seinen Rücktritt

Wolfgang Hungerland wird dem Bovender SV erhalten bleiben – allerdings nur noch als Ratgeber. Nach seinem angekündigten Rücktritt von der Fußball-Abteilungsleitung zum 30. Juni sagt der 69-Jährige: „Dass ich noch mal etwas beim BSV mache, ist zu 99,9 Prozent ausgeschlossen.“

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Bovenden. Somit ist für den langjährigen Bovender Funktionär nach 40 Jahren ehrenamtlicher Vereinsarbeit Schluss. Als Teammanager fing er an, war bereits als stellvertretender Abteilungsleiter bei Trainerverpflichtungen federführend. Später erhielt er den Spitznamen „Willi Lemke“.

Doch jetzt musste er befürchten, dass seine Handlungsfreiheit als Abteilungsleiter eingeschränkt wird, sagt er. „Ich hätte nicht mehr entsprechend planen können, Zusagen nicht mehr halten können“, sagt er. Als Abteilungsleiter habe er stets gewisse Entscheidungen autonom, ohne eine Rückkopplung mit der Vereinsspitze treffen können, so wie es aus seiner Sicht in Großvereinen mit mehreren Abteilungen üblich ist. Nun sei dies aber nicht mehr möglich, und darum zieht er seine Konsequenzen.

Nicht den Tatsachen entspreche allerdings, dass er seinen Verbleib an der Abteilungsspitze von der Einstellung des vom ihm geholten Trainers Hansi Ehrlich abhängig gemacht habe – da sei die Pressemitteilung des BSV durchaus missverständlich gewesen, räumt Hungerland ein. Die Personalie Ehrlich sei durchaus problematisch, aber nicht der Grund für seinen Rücktritt gewesen.

Auch den Vorwurf, er habe als Abteilungsleiter die Jugendarbeit vernachlässigt, lässt er nicht gelten. So steige die A-Jugend in die Bezirksliga auf, und mit dem Jugendwart Daniel Vollbrecht  habe es immer einen Konsens gegeben. „Wenn es eine entsprechende Anschuldigung gab, dann vielleicht von Eltern der jüngeren Jahrgänge. Aber es bleibt dabei: Ich bin mir keiner Schuld bewusst“, sagt Hungerland.

Allerdings sei sein Bestreben auch stets gewesen, „die Möglichkeiten optimal auszunutzen, damit die erste Mannschaft so gut wie möglich dasteht“, stellt er klar. Um die Grenzen des Machbaren ging es ihm, um den Erfolg. „Eins ist klar, und das gilt für die Spitzenteams der Kreisliga genauso wie für Bezirksligisten: Die Jungs kommen nicht nur nach Bovenden, weil wir so eine schöne Anlage haben.“

Dass er zumindest das Hallenturnier des BSV weiterhin organisiere oder sich bei den Kreispokal-Endspielen in Bovenden einbringe, sind Wünsche, die an ihn herangetragen worden sind. „Aus heutiger Sicht mit Sicherheit nicht“, lautet seine Antwort. Als Ratgeber stehe er jedoch zur Verfügung und gebe entsprechende Informationen weiter. Dafür ist er dem BSV zu sehr verbunden. „Irgendwann ist aber die Grenze erreicht, und es muss Jüngere geben“, sagt er. Zum Fußball werde er nach wie vor gehen. Nur müsse er in Zukunft nicht mehr zwei Stunden vor Spielbeginn da sein.

Von Eduard Warda

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