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Billard: Fast ein Heimspiel für ASC-Frauen

Deutsche Meisterschaft Billard: Fast ein Heimspiel für ASC-Frauen

Die Deutschen Meisterschaften sind für die Billardspieler der Saisonhöhepunkt. Sarah Fischer und Silvia Gulden vom ASC 46 haben es nicht weit: In Bad Wildungen treten die beiden Spielerinnen der Königsblauen ab dem Wochenende gleich in mehreren Disziplinen gegen nationale Konkurrenz an.

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In allen vier Disziplinen in Bad Wildungen dabei: Silvia Gulden.

Quelle: EF

Göttingen. Die Wandelhalle in der nordhessischen Kurstadt bietet bereits zum elften Mal einen idealen Rahmen für die Wettkämpfe. Gulden, die sich in allen vier Pool-Billard-Disziplinen qualifiziert hat, hat sich eine Woche Urlaub genommen, sich im Spielerhotel eingebucht, um das Turnier mit allen Annehmlichkeiten genießen zu können. Die Erwartungen bei ihrem zweiten DM-Start seien niedrig. Nach zwei Disziplinen im Vorjahr wartet mit vier Konkurrenzen bei dieser Auflage ein großes Pensum auf die 49-Jährige.

Über das jeweilige German-Grand-Prix-Turnier für jede Disziplin hat sich die Spielerin aus Kassel, die in diesem Jahr erstmals für den ASC 46 gestartet ist, für die Meisterschaft in Bad Wildungen qualifiziert. Unter die Top-Sechs musste sie es schaffen, um sich einen der begehrten Startplätze zu sichern. „Ich sehe meinen Start entspannt. Um technisch auf einem hohen Niveau zu spielen, braucht man Jahre. Wichtig ist aber auch eine gewisse Konstanz. Da fehlt mir noch ein wenig Zeit“, berichtet Gulden. Die IT-Spezialistin bei Sartorius hatte Mitte der 80er Jahre mit dem Billard begonnen, bei der Frankfurter Buchmesse hatte sie erstmals zum Zeitvertreib zum Queue gegriffen und Spaß daran gefunden. Während eines zehnjährigen USA-Aufenthaltes legte sie eine Pause ein und begann 2011 nach ihrer Rückkehr „wirklich ernsthaft mit Trainer wieder zu spielen“.

In Bad Wildungen rechnet Gulden mit einer anstrengenden Woche, in der sie von Freunden und Familie unterstützt wird. „Da gibt es schon einen Heimbonus. Es kommen auch viele Spieler aus der Region zum Zuschauen und Unterstützen“, sagt die Spielerin, die 10-Ball am erfolgreichsten spielt, beim 14.1-endlos aber den meisten Spaß hat. Ihr Motto für die Meisterschaft: „Ich geb‘ niemals auf.“

Guldens Vereinskollegin Sarah Fischer hat sich über ihr gutes Abschneiden bei der Landesmeisterschaft erstmals für die Disziplinen 14.1-endlos und 10-Ball für eine Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Nach einem starken und motivierten Saisonbeginn musste die 32-Jährige aus Uslar ihr Training zuletzt reduzieren. Die ehemalige Steuerfachangestellte, die inzwischen „Stadtplanung“ in Kassel studiert, hatte nicht immer Zeit und Geld für die Fahrten nach Göttingen. Sie wird während der DM auch in Kassel schlafen und zu den Wettbewerben nach Bad Wildungen anreisen.

Eine Schrecksekunde hatte sie vor den Titelkämpfen zu überstehen: Ihr Queue war beim niedersächsischen Landestrainer zur Reparatur und schien auf dem Postweg verschollen zu sein. Letztlich kam es aber doch noch rechtzeitig an. „Allerdings spielt es sich mit einem neuen Leder an der Spitze etwas anders“, hat Fischer festgestellt.

Sie hat 2001 erstmals am Billardtisch gestanden. „Ich war nicht so der Prüfungsmensch und habe während der Schulzeit immer dann, wenn eine Klausur anstand, zwei Stunden Billard zur Ablenkung in einer Kneipe gespielt.“ 2004 ist sie erstmals in einem Einzelwettbewerb gestartet, musste aber nach einem Unfall 2005 eine lange Pause einlegen, ehe sie 2013 beim ASC wieder ins Wettkampfgeschehen eingestiegen ist.

Billard-Lexikon

Pool-Billard: Im Pool-Wettkampf wird für gewöhnlich auf sogenannten „Neun-Fuß-Tischen“ gespielt, deren Spielfläche 2,54 Meter lang und 1,27 Meter breit ist. Die Kugeln haben einen Durchmesser von 57,2 mm: sieben Vollfarbige mit den Nummern eins bis sieben, sieben „Gestreifte“ mit den Nummern neun bis 15 und eine schwarze Kugel mit der Nummer acht

14.1-endlos: Bei der Königsdisziplin des Pool-Billards zählt jede versenkte Kugel einen Punkt, das Spiel kann so lange fortgesetzt werden, bis ein Fehler gemacht wird. Gespielt wird mit allen 15 Kugeln, die in beliebiger Anordnung zu einem Dreieck aufgebaut werden. Wurden die ersten 14 Kugeln im Verlauf des Spiels in die Löcher versenkt, bleiben die weiße Spielkugel und die 15. Farbige an ihrer Position. Die versenkten Kugeln werden in Form eines Dreiecks ohne Spitze wieder aufgebaut – dann kann der Spieler seinen Versuch fortsetzen. Schluss ist bei 60 Punkten.

8-Ball: Gespielt wird mit allen 15 „farbigen“ Kugeln, die zu Beginn des Spiels zu einem Dreieck aufgebaut werden (mit der schwarzen Acht in der Mitte). Der Anstoß erfolgt aus dem äußeren Tischviertel, das dem Dreieck gegenüber liegt. Nach dem Anstoß wird mit der ersten korrekt versenkten Kugel ermittelt, welcher Spieler welche Farbgruppe („Halbe“ oder „Volle“) versenken muss. 8-Ball ist ein Ansagespiel – Kugel und Tasche müssen vor dem Stoß benannt werden. Wer seine Kugeln versenkt hat, muss abschließend die schwarze Acht korrekt in eine der sechs Taschen befördern.

9-Ball:Beim 9-Ball wird mit den Kugeln 1 bis 9 gespielt, die zu Beginn der Partie in Form einer Raute aufgebaut werden. Dabei muss die gelbe 1 vorne und die gelb-weiße 9 in der Mitte der Raute liegen. Die Grundregel: Die Kugel mit der niedrigsten Zahl muss zuerst angespielt werden. Derjenige, der die Kugel mit der Nummer neun versenkt, gewinnt. Beim

10-Ball:10-Ball wird mit den Kugeln 1 bis 10 gespielt, die zu Beginn der Partie in Form eines Dreiecks aufgebaut werden – die gelbe Eins liegt vorne und die blau-weiße Zehn in der Mitte. Die Grundregeln sind analog zum 9-Ball. Allerdings ist es nicht mehr möglich, das Spiel schon beim Anstoß zu gewinnen und der Glücksfaktor wurde drastisch verkleinert, indem, wie beim 8-Ball, Kugel und Tasche vor dem Stoß angesagt werden müssen.

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