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Bilshäuser Senioren unterhalten sich beim Erzählcafé über Sporttraditionen

Von Lederfussball bis Lasersportgewehr Bilshäuser Senioren unterhalten sich beim Erzählcafé über Sporttraditionen

„Vom Lederfussball bis zum Lasersportgewehr“ haben sich Bilshäuser Senioren beim Erzählcafé über Sporttraditionen unterhalten. Sigrid Jacobi nahm als Moderatorin des Nachmittags im Pflegeheim St. Martin die Zuhörer mit auf eine sportliche Zeitreise durch das Untereichsfeld.

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Quelle: Müller

Bilshausen. „Das Problem des heutigen Sports ist ja“, begann Gerd Blank, „dass sich die Jugend nicht mehr binden will.“ Dem Leiter des Alten- und Pflegeheims widersprach Sigrid Jacobi – zumindest ein bisschen: „304 Sportvereine gibt es im Landkreis Göttingen. Das sind sogar mehr als noch vor 20 Jahren.“ Doch während rund 90 Prozent aller Kinder in Sportvereinen seien, lasse dies später nach. „Wir sind die Aktiven, die Altersgruppe ab 60 ist ganz vorne mit dabei“, sprach sie die Gäste direkt an.

Mit Diethard Rudolph vom Sportverein Bilshausen sowie Karl Friedrich Kreis und Alexandra Gothe, der ersten Vorsitzenden der Schützen, begann Jacobi die Gesprächsrunde. Holte Pokale, Ketten und Sportutensilien zum Vorschein, ging durch die Reihen und machte allen Senioren Sport wortwörtlich begreifbar. Zu dritt ließen Jacobi, Rudolph und Kreis mehr als 100 Jahre Sportgeschichte in Bilshausen Revue passieren.

Rudolph erinnerte sich noch gut an die Nachkriegsjahre, als an Tartanbahnen noch nicht zu denken war. Erst habe der Verein Sägespäne benutzt „und dann sind wir auf rotem Ziegelmehl gelaufen.“ Sagt’s und zog aus einer Tasche seine abgewetzten Laufschuhe von 1954. Noch immer ist Rudolph – trotz seiner fast 76 Jahre – für junge Talente aktiv.

Karl Friedrich Kreis von den Schützen demonstrierte den rund 70 Zuhörern verschiedenen Zielscheiben, unter anderem auch die eines Lasergewehres aus heutiger Zeit. Jacobi wollte jedoch einen Blick in die Geschichte wagen. Da kann die Bilshäuser Schützenbruderschaft auf mehr als 400 Jahre zurückblicken. Viel Zeit also, um bei den Zuhörern das „Weißt du noch?“ wieder lebendig werden zu lassen.

Von Gunnar Müller

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