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Blindes Verständnis bei Reinhardt-Zwillingen

Soziale Talente beim TV Roringen Blindes Verständnis bei Reinhardt-Zwillingen

Der Stadtsportbund (SSB) zeichnet regelmäßig Jugendliche und junge Erwachsene für ihr ehrenamtliches Engagement als „Soziale Talente“ aus. Eine Tageblatt-Serie gibt Einblicke in die Arbeit der jungen Leute in den Vereinen. Heute: Annika und Svenja Reinhardt vom TV Roringen.

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Soziale Talente: Annika (links) und Svenja Reinhardt vom TV Roringen.

Quelle: Pförtner

Roringen. Annika und Svenja Reinhardt gehören zu der Sorte Zwillinge, die fast alles gemeinsam machen. Für die Rope-Skipping-Abteilung des TV Roringen bedeutet dies: doppelte Frauenpower, die weit über das aktive Springen hinausgeht.

Die Schwestern, 19 Jahre alt, sind das sportliche Aushängeschild des Vereins, als Teilnehmer bei Europa- und Weltmeisterschaften weit über die regionalen Grenzen bekannt. Nicht minder wichtig ist das Duo inzwischen aber auf Trainer- und Funktionärsebene geworden - für ihren Klub und Sport im Allgemeinen.

Viele Sprünge müssen zu zweit ausgeführt werden

Zweimal die Woche steht das Dream-Team mit den Anfängern und Fortgeschrittenen in der kleinen Halle und weiht sie in die Geheimnisse des Seilspringens ein. „Unsere Zusammenarbeit ist praktisch, weil viele Sprünge zu zweit ausgeführt werden müssen, und wir das dadurch besser erklären können“, sagt Svenja Reinhardt. Ihre Schwester ergänzt: „Wir verstehen uns blind.“

Mutter Astrid, die die erfolgreiche Roringer Wettkampf-Mannschaft trainiert, haben sie aber noch nicht den Rang abgelaufen, versichern beide. „Mama hat mehr Erfahrung und Geduld“, betont Svenja. Wobei: Als Kampfrichter stehen die Frauchen von Dackel Coco und Schildkröte Lisa bereits eine Stufe höher.

Sie haben eine Lizenz für internationale Turniere, ihre Mutter wertet bis zur nationalen Ebene. Zwei Jobs für zwei Schwestern - sind mindestens zwei zu wenig. Daher engagieren sich die Reinhardts zudem im Niedersächsischen Turner-Bund, wo sie zuständig für das Schulwesen im Rope-Skipping sind und beispielsweise Schul-Wettkämpfe organisieren. Auch Lehrerfortbildungen haben die angehenden Lehrerinnen - Annika studiert Sport und Englisch, Svenja Sport und Biologie - bereits abgehalten.

Schwestern unterstützen Projekt der Herzstiftung

Für die Deutsche Herzstiftung unterstützen die lebensfrohen Schwestern das Präventivprojekt „Skipping Hearts“ als Workshop-Leiterinnen. Und da sie damit noch nicht ausgefüllt sind, spielen sie zusätzlich Basketball beim SCW in der 1. Regionalliga. „Es ist viel Arbeit neben dem Studium, aber es funktioniert“, berichtet Annika, die ebenso wie Svenja kein bisschen gestresst wirkt.

Unmittelbar im Anschluss an die EM im portugiesischen Braga steht im Sommer ein Camp in München auf dem Plan, bei dem die Zwillinge als Coaches 200 Teilnehmer aus Deutschland und den USA betreuen. Eine beachtliche Leistung, wenngleich Svenja bescheiden herunterspielt: „Wir springen seit zwölf Jahren und sind keine Anfänger mehr, aber niemand in der Szene sagt: Roringen, ach ja, das sind die beiden Schwestern.“

Daheim wird selbstverständlich ständig gefachsimpelt. „Im Auto vergehen keine fünf Minuten, in denen wir nicht überlegen, ob die Musik im Radio für eine Choreografie geeignet ist“, erklärt Svenja. Einzig Vater Ingo, der als Fahrer für beinahe jeden Wettbewerb eingespannt wird, hält sich mit Tipps zurück. „Er hat einfach nur Spaß an unseren Auftritten“, erzählt Annika.

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