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„Bolzing“ macht sie alle nass

Erlebnis Turnfest „Bolzing“ macht sie alle nass

Von idealen Bedingungen waren die besten Studentenfußballer Deutschlands am Freitag in Göttingen weit entfernt: Beim Uni-Liga-Finale, der sogenannten Gillette Königsklasse auf Kleinfeld, war es auf dem Kunstrasenplatz am Jahnstadion erst zu heiß - und dann musste das Turnier wegen eines Unwetters unterbrochen werden.

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Vorrundenspiel der Gillette Königsklasse zwischen dem Göttinger Vertreter „Die TSG“ (blaue Trikots) und „Relentless Pursuit“ aus Braunschweig.

Quelle: Swen Pförtner

Göttingen. Zu dieser Zeit, am frühen Freitagnachmittag, befanden sich die Kicker im Viertelfinale. Auch der Göttinger Vertreter „Die TSG“ hatte es in die Runde der letzten acht Teams geschafft: Nach drei Siegen waren Gerbi Kaplan und Co. eine von zwei Mannschaften, die verlustpunktfrei weiterkamen. Auf ein 5:1 gegen „Die Underdogs“ folgten - minimalistisch - zwei 1:0-Erfolge gegen „Relentless Pursuit“ und den „FC Hollywood“.

Beckenbauer sucht Frau und Stiftung Warentest

Letztlich war aber im Viertelfinale nach Achtmeterschießen Endstation. Das allerdings immerhin gegen den späteren Sieger Bolzing FC aus Kaiserslautern, der sich im Finale gegen die Casting Couch Professionals aus Hamburg mit 4:3 (1:1) ebenfalls nach Achtmeterschießen durchsetzte - die besten studentischen Kicker Deutschlands kommen in diesem Jahr aus Kaiserslautern.

20 Teams hatten sich für das große Bundesfinale sämtlicher deutscher Uni-Ligen qualifiziert, darunter „Beckenbauer sucht Frau“ und „Stiftung Wadentest“. Die Hitze hatte zu Beginn den Spielern heftige Probleme bereitet. „Es ist nicht einfach“, sagte Uni-Liga-Gründer Christoph Köchy aus Göttingen. „Auf dem Kleinfeld muss man viele Sprints anziehen.“ Außerdem blieben am Freitagnachmittag die Zuschauer fern.

Der 35-jährige Köchy hatte 2005 die Göttinger Uni-Liga gegründet - und damit das Vorwort einer Erfolgsgeschichte geschrieben: Mittlerweile gibt es Uni-Ligen in 20 deutschen Städten mit 600 Mannschaften und rund 10 000 Fußballern. Weil das Projekt eine derartige Strahlkraft besitzt, hat sich mittlerweile mit dem Rasierbedarf-Hersteller Gillette ein potenter Sponsor gefunden. „Sich zu rasieren ist für die Zielgruppe junge Männer natürlich ein großes Thema“, so Köchy.

Die Königsklasse

Idealerweise brachte der Sponsor gleich seinen Markenbotschafter Thomas Müller vom FC Bayern mit. Müller war am Freitag am Jahnstadion allgegenwärtig - auch wenn er wegen der EM verhindert und nicht persönlich anwesend war: Jener Spieler, der den Zidane-Trick perfekt vorführte, gewann ein Treffen mit ihm, wer am besten auf ein elektronisches Tor schoss, erhielt ein Original-Müller-Trikot.

„Wenn du in einer niedrigen Klasse und auch noch auf der Außenbahn spielst, kriegst du auf Großfeld nie den Ball“ - aus dieser Erkenntnis heraus entstand bei Köchy die Idee einer Kleinfeldliga mit schnellem Spiel, vielen Tricks und vielen Möglichkeiten: Am Freitag brachten einige Teams auch Spielerinnen mit. „Das ist die Königinnenklasse“, witzelte Köchy, der für Sonnabend als Chef des Deutschen Kleinfeld-Fußball-Verbandes (DKFV) noch zwei Länderspiele am Jahnstadion organisiert hat: Um 16.30 Uhr stehen sich Deutschland und Tschechien gegenüber und um 15 Uhr im Vorspiel die U-21-Teams beider Länder.

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