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Brandes sieht TV Jahn als Außenseiter

Handball-Oberliga Brandes sieht TV Jahn als Außenseiter

Das dritte Saison-Auswärtsspiel von Handball-Oberligist TV Jahn Duderstadt hat es in sich. Der Aufsteiger aus dem Eichsfeld bekommt es am Sonnabend mit dem starken Lehrter SV zu tun. Anwurf in der Sporthalle in der Schlesischen Straße ist um 17 Uhr.

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Duderstadts Tobias Fritsch (am Ball) und seine Teamkollegen vom TV Jahn müssen sich am Sonnabend beim starken Lehrter SV beweisen.

Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. Die Gastgeber liegen nach fünf Spielen mit 7:3-Punkten auf dem dritten Platz. In der Vorwoche kassierte der SV die erste Niederlage, und die fiel deftig aus. Beim VfL Hameln ging Lehrte mit 20:32 unter. Dennoch ist der Gegner für Duderstadts Trainer Thomas Brandes „der absolute Favorit. Das ist eine spielerisch starke Mannschaft, die schnell spielt, gefährliche Rückraumschützen und überragende Kreisläufer besitzt.“ Da die Eichsfelder derzeit enorme Verletzungssorgen haben, sieht Brandes für sein Team am Sonnabend nur „ganz minimale Außenseiterchancen. Alles andere als eine Niederlage wäre eine Riesensensation.“

Der Druck liege allerdings bei Lehrte, immerhin „gestandener Oberligist und ehemaliger Drittligist“, wie Brandes unterstreicht: „Wir können da ganz befreit aufspielen, denn wir haben nichts zu verlieren.“

Die Jahner müssen bei ihrem dritten Saison-Auswärtsspiel jedoch nach wie vor auf einige Leistungsträger verzichten. Adam Kiss, bei dem zunächst auf einen Kurzeinsatz gehofft worden war, muss noch ein bis zwei Wochen pausieren. Bei einer MRT-Untersuchung wurde festgestellt, dass der Knochen „noch nicht okay ist“, berichtet Brandes. Christopher Barth konnte wegen eines Magen-Darm-Infekts die ganze Woche nicht trainieren, Deni Skopic fällt mit einem Muskelfaserriss „zu 99 Prozent“ aus. Auch Igor Schuldes und Torwart Onno Döscher laborieren an maladen Muskeln, Benjamin Möller ist privat verhindert. „Wir reisen mit einem sehr eingeschränkten Kader an“, bedauert Brandes.

Die Verletztenmisere hat auch taktische Konsequenzen. Da mit Skopic, Kiss und Möller drei Mittelblockspieler ausfallen, „ist das ganze System, das wir in der Vorbereitung einstudiert haben, hinfällig“, sagt der Jahner Coach. „Momentan leben wir von der Hand in den Mund.“ Wie seine Crew in Lehrte verteidigen wird, ist noch offen. „Vielleicht spielen wir auch mit einer ganz offensiven Deckung“, kündigt Brandes an.

Momentan sei man mit 5:3-Zählern absolut im Soll, so der Trainer. Sollte den Eichsfeldern aber ein doppelter Punktgewinn in der Fremde gelingen, wären sie vor der anstehenden dreiwöchigen Pause auf einmal „ganz oben mit dabei“.

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