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Braveheart Battle: Seeburger Markus Schreier bekommt Startplatz zum Geburtstag

Trauma hält noch immer an Braveheart Battle: Seeburger Markus Schreier bekommt Startplatz zum Geburtstag

Verwandtschaft kann man sich nicht aussuchen, Freunde in der Regel schon. Markus Schreier sollte in dieser Hinsicht seine Auswahl noch einmal überdenken, denn sein Freund Holger Lorenz aus Gieboldehausen schenkte ihm zu seinem 43. Geburtstag am 21. März 2014 die Teilnahme am Braveheart Battle, einem der härtesten Hindernisläufe Deutschlands, im fränkischen Münnerstadt.

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Zimperlich darf man nicht sein: Der Seeburger Markus Schreier (Startnummer 2671).

Quelle: EF

Münnerstadt/Seeburg.  Nach fast einem Jahr Vorbereitung, zwölf Kilo Gewichtsverlust und über 1000 Trainingskilometern, stellte sich der Seeburger der sportlichen Herausforderung.

„Meine schlimmsten Erwartungen wurden weit übertroffen“, erzählt Schreier, der sich zusammen mit 3000 anderen „Bekloppten“ wie er seine Mitstreiter betitelte, auf die 30 Kilometer lange Strecke, gespickt mit 50 Hindernissen, begab. Schlammlandschaften, Strohballenwände oder auch mit Wasser gefüllte Schuttcontainer waren dabei im Angebot. „Das Schlimmste aber waren die zehn Wasserhindernisse, ich würde es Schlammbrühe nennen, mit knapp zwei Grad kaltem Wasser.  Das hat einem förmlich die Energie aus dem Körper gesaugt“, erinnert sich Schreier mit Grausen an diese Prüfungen. Er hat auch heute noch ein regelrechtes Trauma. „Wir waren jetzt im Urlaub in der Sonne, aber im Wasser war ich nicht.“

Aber auch die rund 1400 Höhenmeter gingen dem Eichsfelder ganz schön in die Waden. „Die letzten fünf Kilometer waren mental die härtesten. Durch die Hölle gehen war ja das Motto des Laufes. Für mich wurde es da zur Wirklichkeit. Allerdings ist das Glücksgefühl, mit dem man dann durchs Ziel läuft, eine wirkliche Entschädigung für das Leiden. Der Schmerz geht, der Stolz bleibt“, erzählt der als Versicherungsmakler tätige Schreier. 40 Prozent der gestarteten Läufer kamen nicht ins Ziel. „Dieses Jahr soll es das härteste Rennen gewesen sein“, so der Eichsfelder. In den vergangenen Jahren gab es lediglich eine Ausfallquote, die um die fünf Prozent lag.

Schreier hatte sich schon im Vorfeld auf einiges eingestellt, war beispielsweise ein ums andere Mal von seinem Bekannten Bernd Manfred Gleisberg, der sich auf den Salzburg-Marathon vorbereitete, durch das Kalkwerk in Gillersheim gescheucht worden. Gleisberg gehört mit zum Team des Harzer Keiler Runs, das ihm ebenfalls wertvolle Tipps mit auf den Weg gab.

Doch es kam alles viel schlimmer, als Markus Schreier es sich jemals im Vorfeld ausgemalt hatte. Vielleicht ist es deshalb auch wenig verwunderlich, wenn er auf die Frage, ob er noch einmal in Münnerstadt teilnehmen würde, mit einem eindeutigen Nein antwortet. „Das war das Bekloppteste, was ich jemals gemacht habe“, so der Eichsfelder, der allerdings bereits am 14. Juni rückfällig wird, denn er hat sich für den Harzer Keiler Run in Hörden angemeldet. Wahrscheinlich nur deswegen, weil im Juni nicht mit zwei Grad kaltem Wasser zu rechnen ist.

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