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Chef zu sein, fällt schwer

Junior-Coach-Ausbildung Chef zu sein, fällt schwer

17 Jugendliche haben in Weende erfolgreich an der Junior-Coach-Ausbildung teilgenommen. Mit einem Mix aus Theorie und Selbsterfahrung führten die Referenten des NFV-Kreises Göttingen-Osterode, Thomas Hellmich und Juliane Jühne, die Teilnehmer durch ihre ersten Trainingserfahrungen.

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Diskussionsbedarf: Die angehenden Junior-Coaches sprechen über Trainingsinhalte. Das Handy dient in diesem Fall als Stoppuhr für die nächste Übung.

Quelle: Pförtner

Weende. „Also wir zählen ab: Ronaldo, Neuer, Ronaldo, Neuer“, weist Alisa die anderen Teilnehmer im Alter von 14 bis 18 Jahren an. Kurz darauf laufen drei Paare Hand in Hand als bewegliche Neuer-Tore durch die Halle, und zwei Teams, die aus etlichen Ronaldos bestehen, versuchen durch die Tore zu kicken.
Anschließend diskutieren Hellmich und Jühne im Plenum die Umsetzung einer AG-Stunde. Thematisiert werden Didaktik, äußerliche Erscheinung, Disziplin und Sicherheitsaspekte. Die gesamte Gruppe bringt sich ein und darf Selbsterfahrung zum Besten geben.

Hannes Schmiech, Jugendleiter des SCW Göttingen, ist begeistert von den drei Junior-Coach-Absolventen seines Vereins. In Duderstadt nahmen die Fußballer an der Ausbildung teil und helfen jetzt in der F- und E-Jugend des SCW fleißig mit. „Die Persönlichkeitsentwicklung wird durch die Selbsterfahrung während des Lehrgangs unglaublich vorangetragen“, schwärmt der Organisator über die Schnupperausbildung.

Weiter geht’s: In Dreier- und Vierergruppen gestalten die Schüler eine AG-Stunde aus Übungen und Spielen für die Zielgruppe der E-Jugend und Bambinis. Motiviert spielen die angehenden Junior-Coaches in einem Trainingsspiel gegeneinander, und prompt knickt eine Teilnehmerin um. Nach vorbildlicher erster Hilfe wird praxisnah auf die rechtlichen Aspekte des Vorfalls eingegangen. Zusammen erörtern die Teilnehmer, wie in einer solchen Situation zu reagieren ist, wenn beispielsweise nur ein Trainer vor Ort ist.

„Ich habe bei der Handball-EM beobachtet, dass die deutschen Spieler aufgrund hervorragender Jugendarbeit körperlich total fit sind. Genau das ist auch unser Anliegen“, lobt Hellmich. Es sei falsch, Trainer auf die unteren Altersklassen loszulassen, die vorwiegend auf die Punktetabelle schauen. Die Aufmerksamkeit müsse verstärkt auf den Spielern liegen, um Sportler mit einer vernünftigen Körperbeherrschung auszubilden.

Tristan Müller, ein junger Fußballer im Hannover-96-Trikot aus Hardegsen, berichtet über seine Erfahrung der Stunde: „Es macht total Spaß, eine Gruppe anzuleiten. Teilweise fällt aber auf, dass es manchen unangenehm ist vor der Gruppe zu stehen.“

Mareike Legler und Viola Hellwig (Spielgemeinschaft MF Göttingen) sind sich einig, dass es einfacher ist eine Gruppe von Jüngeren anzuleiten. Innerhalb der Seminargruppe sei es schwerer, da die Teilnehmer etwa gleich alt sind.

Wer die Trainer-C-Lizenz erhalten möchte, muss zusätzlich zur Grundlagenschulung zwei weitere Seminare mit Schwerpunkt Technik und Taktik absolvieren. In der Begeisterung der Schüler sieht Schmiech gute Chancen die weiterführende Ausbildung in Göttingen zu veranstalten.

Von Severin Senge

Junior Coaches

Junior-Coaches haben die fußballerische Kompetenz die Schule in außerschulischen Sportangeboten und Projektwochen zu unterstützen. Durch ihr Basiswissen der ersten Hilfe bis zu rechtlichen Aspekten sind sie ebenfalls befähigt den Vereinen als Betreuer, Co-Trainer oder sogar als Trainer unter die Arme zu greifen. Besonders gefragt sind die jungen Trainer, wenn ein einzelner Trainer nicht den Überblick behalten kann und die Spieler individuell gefördert werden müssen. Auch der kleinere Altersunterschied von Junior-Coach und den Spielern hilft bei einer verbesserten Trainingsgestaltung. ses

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