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Christian Rahlfs pfeift und Ehefrau Nadine winkt

Schiedsrichter-Ehepaar Christian Rahlfs pfeift und Ehefrau Nadine winkt

Christian Rahlfs ist Fußball-Schiedsrichter und von daher fast jedes Wochenende auf den Plätzen in Nah und Fern unterwegs. In den meisten Fällen dabei ist seine Frau Nadine, erst als Zuschauerin, seit dem vergangenen Jahr als seine Schiedsrichterassistentin.

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Schiedsrichter-Ehepaar: Nadine und Christian Rahlfs aus Seulingen

Quelle: Christina Hellmold

Eine ungewöhnliche Konstellation, an die sich das Duo inzwischen aber gewöhnt hat. „Ich stelle Nadine auf fremden Plätzen immer als meine Assistentin und nicht als meine Frau vor“, erklärt Christian Rahlfs, der seit neun Jahren im Bezirk pfeift. Aus beruflichen Gründen ließ er sich damals aus der Bezirksoberliga zurückstufen. „Es war einfach nicht mehr zu schaffen“, so Rahlfs.

Seine Frau Nadine, die aus Nordrhein-Westfalen stammt, hatte, bevor sich die beiden kennenlernten, mit Fußball relativ wenig „am Hut“. „Ich bin ja ohnehin immer mit zu den Spielen gefahren, und auch bei  Lehrabenden war ich dabei. Und dann haben sie mich eben darauf angesprochen, ob ich mir nicht vorstellen könnte, eine Schiedsrichterprüfung zu machen“, erinnert sich Nadine Rahlfs. Sie tat es zum einen natürlich ein wenig ihrem Mann zuliebe, aber in erster Linie auch aus Überzeugung. Für sie stand aber von Anfang an fest: „Ich wollte nie pfeifen, sondern immer nur als Assistentin mitfahren“, erklärt die Neu-Seulingerin. Ihre Beweggründe sind für Außenstehende durchaus nachvollziehbar. „Ich habe selber nie Fußball gespielt, von daher kenne ich die Spielerseite nicht und denke, dass ich mich nicht so richtig in die Position hereinversetzen kann“, hat Nadine Rahlfs aber auch jede Menge Spaß an der Seitenlinie.

In mehreren Funktionen

Ernsthafte Verstimmungen wegen auf dem Platz getroffener Entscheidungen hat es im Hause Rahlfs noch nicht gegeben. „Natürlich sprechen wir im Gespann gleich nach dem Spiel darüber, aber ruhig und sachlich und ohne Emotionen“, so Christian Rahlfs, der darüber hinaus auch noch als Schiedsrichteransetzer und stellvertretender Kreisschiedsrichter-Obmann tätig ist. 

Emotionen werden meist von Akteuren beziehungsweise Zuschauern während und nach der Partie ins Spiel gebracht. Eine richtig brenzlige Situation hatten die Rahlfs allerdings noch nicht zu überstehen, wenn es auch schon einmal vorgekommen ist, dass sie mit Platzordnerschutz vom Feld geführt werden mussten. Nach einer derartigen Szene werden die zurückliegenden 90 Minuten besonders intensiv aufgearbeitet.  „Nachgearbeitet wird eigentlich immer, man hinterfragt sich auch ständig.“

Die wenige freie Zeit, die den beiden noch bleibt, verbringen sie gern vor dem Fernseher, um die Kollegen zu beobachten. Florian Meyer (Meyer ist seit 2002 FIFA-Schiedsrichter, war in der UEFA Champions League und im UEFA-Pokal aktiv, leitete Länderspiele sowie Qualifikationsspiele zur Fußball-WM 2006, Anm. d. R.) steht bei ihnen hoch im Kurs. „Er ist für uns mit der Stärkste“, gefällt dem Seulinger Ehepaar sowohl das   „sehr  menschliche“  Auftreten, als auch die souveräne Art seine Entscheidungen zu treffen.

Mit ihm als Vorbild werden die beiden sich auch weiterhin  von Platz zu Platz pfeifen. Mal gemeinsam, mal aber auch in ganz anderen Konstellationen. „Ich fahre auch mit anderen Schiedsrichtern los“, ist Nadine keineswegs nur auf ihren Mann fixiert. 

Vorkommen kann aber auch schon einmal eine reine Familienkombination, denn Fabian, der jüngste Bruder von Christian Rahlfs, nimmt ebenfalls an den Wochenende die Pfeife in den Mund, beziehungsweise ist an der Seitenlinie in der Region zu finden.

Vicki Schwarze

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