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Cricket-Team der SRH Hochschule Heidelberg ist deutscher Uni-Meister

Hochschulsport Cricket-Team der SRH Hochschule Heidelberg ist deutscher Uni-Meister

Das Cricket-Team der Universität Heidelberg hat die deutsche Uni-Meisterschaft gewonnen. Das Team der Georg-August-Universität wurde als Gastgeber Fünfter. Die Zuschauer sahen am Wochenende hochkarätige Spiele auf den Plätzen des Sportzentrums am Sprangerweg.

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Quelle: Pförtner

Göttingen. „Was machen die denn?“: Das hat sich am Wochenende so mancher Besucher des Uni-Sportzentrums angesichts von weißgekleideten, mit einem kleinen Ball und Holzschlägern agierenden  jungen Männern gefragt. Die Antwort: Cricket spielen, und zwar um die Deutsche Uni-Meisterschaft.

So richtig durchblickt, was sich auf dem großen Rasen abspielte, hat wohl keiner derjenigen, die vorbeikamen, stehenblieben und sich das Geschehen eine Zeitlang ansahen. „Die Spieler werden die Regeln schon kennen“, meinten Lennart Hinz und Daniel Martens (beide 26), aber für sie sähe alles „planlos und ungeordnet“ aus.

Planlos und ungeordnet: das ist Cricket definitiv nicht, im Gegenteil. Das Spiel ist taktisch hochkomplex und wird von Statistikern minuziös aufgearbeitet. Ganz grob geht es darum: In der Mitte des Spielfelds befinden sich zwei Holzkonstruktionen („Wicket“), die jeweils von einem Spieler, der mit einem Holzschläger ausgerüstet ist („Schlagmann“), verteidigt werden.

Der Werfer des gegnerischen Teams versucht, das Wicket mit einem Ballwurf zum Einsturz zu bringen. Schafft er das, ist der Schlagmann draußen. Wehrt der Schlagmann den Ball jedoch mit seinem Schläger ab und trifft ihn so gut, dass die übers ganze Spielfeld verteilten Mitspieler des Werfers  ihn nicht fangen können, tauschen die beiden Schlagmänner ihre Positionen, wofür ihr Team einen Punkt bekommt. 

Das Spiel ist vor allem in den Ländern des Commonwealth beliebt, und so hatten von den rund 70 Spielern der insgesamt acht Teams gerade mal zwei deutsche Wurzeln. Die anderen Akteure haben entweder Eltern, die aus dem Commonwealth eingewandert sind, oder stammen selber daher und studieren in Deutschland.

So wurde auf den beiden jeweils 70 mal 90 Meter großen Spielfeldern neben der offiziellen Cricket-Sprache Englisch häufig Hindu gesprochen – außer von dem Subkontinent waren darüber hinaus Spieler aus Australien, Neuseeland, Nepal, Pakistan und Sri Lanka im Einsatz.

Begegnungen zwischen Profiteams und Nationalmannschaften dauern mitunter Tage – es gibt sogar offizielle Mittags- und Teepausen – die Uni-Meisterschaftspartien waren aus Zeitgründen jedoch auf 50 Minuten beschränkt. Außerdem standen pro Werfer-Team nicht – wie üblich – elf, sondern nur sechs Spieler auf dem Feld.

Unter den Akteuren waren einige, die auch in ihrer Heimat lediglich mal Straßen-Cricket gespielt haben, aber auch eine ganze Reihe, die richtig gut sind, wie Brian Mantle, extra angereister Präsident des Deutschen Cricket Bunds, anerkennend sagte: „Die Leistungen waren teilweise hervorragend.“

Der Begriff „Hochschulmeisterschaften“ ist geschützt – Michael Daub, Vorsitzender des Cricket-Teams der Uni Göttingen, hofft, dass sich die Veranstaltung in Zukunft so bezeichnen darf und möglicherweise jedes Jahr in Göttingen ausgetragen wird. Diesjähriger Sieger wurde Heidelberg vor der Universität des Saarlandes, Göttingen belegte Platz fünf.

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