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DLRG Eichsfeld: Dieter Arend ist seit 1979 Vorsitzender

Ohne Casting geht es nicht DLRG Eichsfeld: Dieter Arend ist seit 1979 Vorsitzender

Dieter Arend ist ein bisschen verrückt, vielleicht sogar ein bisschen mehr als verrückt – im positiven Sinne. Der Duderstädter gehört seit 1977 der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft Ortsverband Eichsfeld an, ist seit 1979 Vorsitzender. „Aus Spaß an der Freund“, sagt der Verwaltungsbeamte bei der Stadt Göttingen und zwinkert dabei. Wobei sich sein Anliegen über Jahrzehnte hinweg nicht geändert hat.

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Schwimmen, wie hier Luisa Rode aus Duderstadt, können viele, doch zum Rettungs- und Leistungschwimmen gehört einiges mehr.

Quelle: Pintschak

Eichsfeld. „Noch immer gibt es 4000 bis 5000 Tote jährlich durch Ertrinken“, verdeutlicht Arend. Für ihn zu viele, viel zu viele. Die DLRG Eichsfeld gehört in Deutschland zu einer der etwa 2200 Ortsgruppen. Diese übernehmen die Schwimm- und Rettungsschwimm-Ausbildung, bieten für die Bevölkerung Erste-Hilfe-Kurse an und organisieren den Wasserrettungsdienst, um nur einige  Aufgaben zu nennen. Und in dieses weite Feld zählt auch die Werbung auf örtlicher Ebene sowie die Aufnahme und Betreuung der Mitglieder. Kein einfaches Betätigungsfeld, wie Dieter Arend aus langjähriger Erfahrung weiß. Wenn es nach ihm ginge, dann müssten sich viel mehr Kinder und Jugendliche dem Verein anschließen, um in den Genuss des vielfältigen Angebotes zu kommen. „Haben wir bislang noch nicht so gut hinbekommen“, bezieht sich Arend aber in erster Linie auf Duderstädter Verhältnisse.

Wenige Kilometer weiter, nämlich in Gieboldehausen, können die Kinder in der kleinen Schwimmhalle während der Übungszeiten – übertrieben dargestellt – fast nur nebeneinander stehen. Immerhin gibt es in Duderstadt aber vier Teams, die Leistungsschwimmen betreiben. Das Wettkampfsystem ist in Altersklassen und nach Geschlechtern unterteilt. Bei den Einzelstartern gibt es beispielsweise Disziplinen wie Hindernisschwimmen, Abschleppen, Flossenschwimmer und Retten. Als Mannschaftswettbewerbe werden Hindernis-, Rettungs- oder Gurtretterstaffeln angeboten.

Dieter Arend. Pintschak

Dieter Arend. Pintschak

Quelle:

Angesichts dieser Anforderungen genügt es eben nicht, sich wie ein Fisch im Wasser bewegen zu können, wie Dieter Arend eindringlich betont. Und so müssen auch mögliche neue Mitglieder erst einmal zu einem „Casting“, nämlich dem Vorschwimmen, antreten. Denn nicht jeder, der meint, schwimmen zu können, beherrscht auch unterschiedliche Techniken, beziehungsweise kann ganz locker einmal 3,40 Meter in die Tiefe tauchen. Wobei Arend und seine Mitstreiter niemanden nach Hause schicken.

„Es gibt ja die Möglichkeit, zu trainieren“, sagt er und schmunzelt, wohl wissend, dass es nicht immer das reine Vergnügen ist, beispielsweise in Kleidung zu schwimmen. Auch wenn man seit der US-Serie Baywatch über Rettungsschwimmer unter Umständen ganz anders denken könnte.

Vielfältigkeit macht den Reiz aus
Alina Laschek. Pintschak

Alina Laschek. Pintschak

Quelle:

Duderstadt. Alina Laschek war gerade einmal fünf Jahre alt, als sie schon so richtig in ihrem Element war und bei der DLRG Eichsfeld ihre Seepferdchen-Prüfung ablegte. Dazwischen liegen jetzt elf Jahre, dem Element Wasser ist die Schülerin des Eichsfeld-Gymnasiums aber immer noch treu. Zahlreiche Abzeichen hat sie bereits absolviert, zuletzt das Rettungs-Abzeichen in Gold. „Als ich damals das Seepferdchen gemacht habe, da hat sich die Trainerin Edelgard Schöttler neue Talente herausgepickt“, erinnert sich die Schülerin mit dem Lieblingsfach Sport.

Und ein Talent war die 16-Jährige zweifelsohne, gehört inzwischen bei der DLRG zu den Leistungsträgern. „Ich finde es viel spannender, als die Bahn rauf und runter zu schwimmen“, erzählt sie. Für sie macht die Vielfältigkeit des Rettungsschwimmens den besonderen Reiz aus.  Anwenden musste sie die erlernten Techniken im Ernstfall noch nicht. „Ich bin ganz erleichtert, dass ich in einer solchen Situation noch nicht war, bin aber davon überzeugt, dass man sich ihr stellen würde.“ vw

 
Thiele gibt nicht auf
Dirk Thiele. Pintschak

Dirk Thiele. Pintschak

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Duderstadt. „Ich bin einfach bei der DLRG hängen geblieben“, erzählt Dirk Thiele, ist aber keineswegs unglücklich über sein inzwischen über 25 Jahre dauerndes Engagement bei dem Verein. Über das Tauchen fand der gebürtige Duderstädter den Weg zu den Rettungsschwimmern. „Ich habe dann auch einen Tauchschein gemacht, bin Wettkämpfe geschwommen und habe später einen Lehrschein erworben“, so Thiele, der sich dann irgendwann als Trainer am Beckenrand wiederfand.

Die Ausbildung macht ihm nach wie vor großen Spaß. Obwohl es keineswegs einfach ist, Nachwuchs für den Sport zu gewinnen. In jungen Jahren werden die Kinder erst einmal spielerisch an den Schwimmsport herangeführt.

„Wenn es dann wirklich interessant wird, dann wird es schwierig, die Leute bei der Stange zu halten“, weiß Thiele. Studienbedingte Ortswechsel sind meistens der Hauptgrund für eine Abkehr. Er wird aber auch in Zukunft alles daransetzen, weiterhin neue Mitglieder zu rekrutieren. vw

 
DLRG: Über eine halbe Million Mitglieder
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ist eine gemeinnützige und selbstständige Wasserrettungs- und Nothilfeorganisation. Sie arbeitet grundsätzlich ehrenamtlich mit freiwilligen Helfern. Mit knapp über 550 000 Mitgliedern in über 2 000 örtlichen Gliederungen ist sie die größte freiwillige Wasserrettungs-Organisation der Welt, wurde am 19. Oktober 1913 in Leipzig als Konsequenz aus einem schweren Unglück in Binz gegründet.
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