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DOG-Herbstforum Göttingen: Arne Göring mit provokanter Thesen

Olympismus im Abseits DOG-Herbstforum Göttingen: Arne Göring mit provokanter Thesen

Einen unerhofften Einblick in das Sporttreiben der Studierenden der Georg-August-Universität haben die Mitglieder der Deutschen Olympischen Gesellschaft erhalten. Die Bezirksgruppe Südniedersachsen traf sich in kleiner Runde zum Herbst-Forum und ließ sich vom stellvertretenden Leister des Hochschulsports Arne Göring durch die Räume des Sportzentrums am Sprangerweg führen.

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Quelle: Pförtner

Göttingen. Dabei scheute Göring nicht davor, provokante Thesen überspitzt zu formulieren. „Es ist eine neue Sportkultur im Entstehen, die mit den olympischen Idealen wie Fairplay und Leistung nur noch wenig gemein hat.“

Arne Göring

Arne Göring

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Dass die Olympischen Spiele nach wie vor enorm erfolgreich sind, wie die 4,8 Milliarden Zuschauer der Spiele 2012 in London zeigen, stelle Göring nicht in Frage. Allerdings führe der TV-Konsum nicht unbedingt zum eigenen Sporttreiben. Ein Beispiel gefällig: Von den gut 17 000 im Hochschulsport gemeldeten Sportlern betreiben gerade einmal zehn (in Zahlen also 10!) die olympische Kernsportart Leichtathletik.

Die dominierenden Bewegungsangebote der Studierenden sind Fitnessstudio, Joggen und der Themenbereich Kurse/Gesundheitssport. „Bei den Studierenden zeigt sich im Sporttreiben eine Tendenz zur Effizienz und Selbstoptimierung. Es heißt: schnell zum Sport, schnell im Sport verausgaben und schnell wieder nach Hause“, skizziert der 39-Jährige.

Somit trete auch der Geselligkeitsfaktor und die Gruppenerfahrung, denen im Vereinssport eine wesentliche Rolle zukomme, im Sport-Alltag der Studierenden weitestgehend in den Hintergrund.

Es gebe einen gesellschaftlichen Druck, einem bestimmten Körper-Ideal nahe zu kommen. „Einschlägige Fitness-Magazine geben fragwürdigen Ideale vor. Diesen wird vielfach unreflektiert nachgeeifert“, kritisiert Göring. Seine Thesen belegte Göring mit eigenen Untersuchungen. Reichlich Gesprächsstoff war bei der abschließenden Diskussion also vorhanden.

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