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Damen-Titel bleibt in Göttingen

Göttinger Paddler Club beginnt die Saison Damen-Titel bleibt in Göttingen

Aus Deutschland sowie aus Dänemark, Holland und der Schweiz waren sie gekommen: 43 Kanupolo-Teams mit mehr als 300 Spielern, die im Freibad am Brauweg am 28. Internationalen Niedersachsenpokal teilnahmen. In den Kategorien Herren, Damen, Jugend und Schüler (bis 14 Jahre) kämpften sie um den Sieg.

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Nicht zimperlich: Beim Kanupolo wird gedrückt und gedrängelt.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Göttingen. Wer am Sonnabend und Sonntag das knapp 14000 Quadratmeter große Freibad-Areal betrat, konnte meinen, sich auf einem Volksfest zu befinden: Verpflegungsstände, lautes Johlen und Rufen sowie eine riesige Zahl gut gelaunter Menschen in knappen Outfits. Das Grün auf den Rasenflächen war kaum zu sehen, es war bedeckt von unzähligen Zelten, die sich dicht aneinanderreihten. Doch in den Zelten gab es keine Shows oder Belustigungen, stattdessen dienten sie als Unterkünfte für die Sportler. Und so ist der Niedersachsenpokal zwar ein großes Fest, aber keine Party.

„Vor zwei Jahren hatte ein Team einen Spieler in seinen Reihen, der sich auch als DJ betätigte“, berichtet Johannes Frey vom Göttinger Paddler-Club, der das Turnier ausrichtet. „Wir haben versucht, eine Feier zu organisieren, doch die Resonanz war mehr als mager: Die Spieler sind fast alle um zehn ins Bett gegangen, weil sie am nächsten Morgen fit sein wollten.“

Morgens fit zu sein, ist auch angebracht: Am Sonnabend ging das erste Spiel um sieben Uhr los, am Sonntag um acht. 35 Meter breit und 25 Meter lang ist das Spielfeld, auf dem die beiden aus jeweils fünf Akteuren bestehenden Teams versuchen, den Ball im zwei Meter über der Wasseroberfläche angebrachten, 1,50 Meter breiten und ein Meter hohen Tor per Wurf unterzubringen. Die Spielzeit beträgt zweimal zehn Minuten, im Durchschnitt fallen pro Partie rund zehn Tore.

Ein Sport für Weicheier ist Kanu-Polo definitiv nicht, im Gegenteil: Es wird gedrückt, gedrängelt und manchmal über das Kanu des Gegners einfach hinweg gefahren. Ab und zu verliert ein Spieler das Gleichgewicht, dann taucht er unter und kommt per Kenterrolle wieder an die Oberfläche.

Die Göttinger Teams waren mit ihrem Abschneiden zufrieden. Die Herren platzierten sich auf Rang acht von 18 Teams, brachten dabei das Kunststück fertig, den Meidericher KC mit dem im Kanupolo fast unbekannten Ergebnis von 1:0 zu schlagen (Frey erzielte den umjubelten Siegtreffer). Sieger wurde der ACC Hamburg, der in einem spannenden Finale durch ein Tor in letzter Sekunde den WSF Lieblar (aus Erftstadt bei Köln) mit 4:3 niederrang.

Bei den Damen erwiesen sich die Göttingerinnen nicht als großzügige Gastgeberinnen: Kein einziges Unentschieden gab der amtierende Deutsche Vizemeister und Champions-League-Sieger ab, besiegte im Endspiel KC Nordwest Berlin mit 4:2. Die Göttinger Jugendlichen belegten Platz fünf, die Schüler Rang sechs.

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