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Turnier der Champions: BG 74 starker Zweiter

Damenbasketball Turnier der Champions: BG 74 starker Zweiter

Die BG 74 hat beim Champions Weekend einen starken zweiten Platz belegt. Im Finale musste sich der Erstliga-Aufsteiger Vizemeister Rutronik Stars Keltern erst in der Schlussphase mit 71:77 (44:39) beugen. BG-Spielmacherin Jenny Crowder wurde als beste Spielerin des ausgezeichnet.

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Jenny Crowder zieht unerschrocken zum Korb und verwandelt sicher.

Quelle: Arne Bänsch

Göttingen. „Die Auszeichnung hat mich echt umgehauen. Hier sind so viele starke Spielerinnen dabei. Als Jugendspielerin habe ich einige dieser Trophäen bekommen. Jetzt bin ich im Damenbereich angekommen“, sagte Crowder. Dabei hatte es zu Beginn gar nicht danach ausgesehen: Die Veilchen erwischten einen alles andere als guten Start. Bereits nach wenigen Sekunden platzte es aus dem impulsiven BG-Coach Giannis Koukos heraus. Lautstark zählte er seine Spielmacherin Crowder an, weil sie sich Fehler im Spielaufbau leistete. Doch Crowder blieb cool. Die 21-Jährige erbat sich mit schlichtenden Handbewegungen ein wenig mehr Vertrauen. Zu recht, denn Crowder bekam ihr Spiel in den Griff und lieferte. Mit ihrer Dynamik versetzte sie ihre Gegenspielerinnen ein ums andere Mal und schlüpfte durch jede noch so kleine Lücke in Kelterns Verteidigung, um den Korb zu attackieren. So schloss sie gekonnt per Korbleger ab oder setzte nach den nötigen Verteidigungshilfen der Keltenerinnen ihre Mitspielerinnen gekonnt in Szene. „Ich weiß, dass der Trainer mir vertraut. Ich trage viel Verantwortung, bekomme aber auch Rückendeckung“, sagte Crowder.

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Turnier der Champions: BG 74 starker Zweiter

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Die Veilchen Ladies boten dem turmhohen Favoriten so imposant Paroli. Getragen von den Leistungsträgerinnen Alissa Pierce, Casey Smith, Marissa Janning, Verdine Warner und Crowder setzten die Gastgeberinnen in den zweiten zehn Minuten zum Überholmanöver an. Mit Erfolg: Smith markierte die erste Führung zum 27:25 (11.). Zwischenzeitlich lagen die BG-Damen sogar mit sieben Punkten in Front (36:29 und 41:34). Beim Stand von 41:39 behielt dann erneut Crowder den Überblick. Per Dreier stellte sie zwei Sekunden vor Ende des zweiten Viertels den 44:39-Halbzeitstand her.

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Bundesliga Damenbasketball: Wasserburg (rot) vs. Keltern (weiß) in Göttingen

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Nach der Pause sah es dann kurz danach aus, als ob Kelterns Qualität sich nun klar durchsetzen würde. Bis auf zehn Punkte zog der Vizemeister davon (51:61/29.), doch die Veilchen Ladies kämpften unbändig und waren beim 64:68 (35.) wieder dran. Besonders Janning, Warner und Smith waren es nun, die sich immer wieder in Szene setzten. Am Ende mussten die erneut nur mit sehr wenigen Spielerinnen agierenden Gastgeberinnen ihrem aufopferungsvollen Spielstil kräftemäßig Tribut zollen. Die Fehler häuften sich, und Keltern gewann letztlich verdient.

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Championscup mit den BG 74 Veilchen Ladys vs. Baskets Heidelberg in Göttingen

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„Das Spiel heute war zwei Level besser als unser Halbfinale. Wir müssen lernen, von Beginn an die Intensität zu bringen. Doch die Mannschaft ist jung und unerfahren, wir werden das lernen“, resümierte Koukos. BG-Geschäftsführer Roland Emme-Weiß betonte: „Wir haben uns wahnsinnig gut verkauft. Wir brauchen keine Angst vor der Saison zu haben.“

Unübersehbar war jedoch, dass die BG dringend eine weitere Spielerin benötigt. Im Idealfall eine Spielerin, die auf beiden kleinen Positionen im sogenannten Backcourt spielen kann. „Ja, wir benötigen eine weitere Leistungsträgerin. Personell sind wir an der untersten Grenze, und darf nichts passieren. Wir haben Spielerinnen auf dem Zettel. Es fehlt jedoch noch das nötige Geld“, verriet Emme-Weiß. Im Spiel um Platz drei hatte sich am Sonntagvormittag der Deutsche Meister und Pokalsieger TSV Wasserburg souverän mit 85:67 gegen AXSE BasCats USC Heidelberg durchgesetzt. Die Bayerinnen hatten am Sonnabend ihr Halbfinale überraschend gegen Keltern mit 75:92 verloren. Die Veilchen Ladies hatten Erstliga-Mitaufsteiger Heidelberg im Duell um die Deutsche Zweitliga-Meisterschaft 61:58 (46:38, 27:22, 10:8) bezwungen.

Von Mark Bambey

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