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Sensation: Veilchen bezwingen Erstligisten

Damenbasketball Sensation: Veilchen bezwingen Erstligisten

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze: Das haben die BG 74 Veilchen Ladies am Mittwochabend eindrucksvoll bewiesen. Mit 74:52 (18:12, 34:24, 53:40) bezwangen die Gastgeberinnen in der zweiten Runde des DBBL-Pokals den Erstligisten BG 89 Avides Hurricances aus Rotenburg/Scheeßel.

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Die Veilchen-Ladies der BG 74 werfen in der zweiten Runde Rotenburg aus dem DBBL-Pokal.

Quelle: Swen Pförtner

Göttingen. Viele der 170 Zuschauer schüttelten immer wieder ungläubig die Köpfe.

„Ich bin nun zehn Jahre für die Damen verantwortlich, so ein tolles Spiel habe ich selten gesehen“, schwärmte Teammanager Andreas Fink anschließend. „I love this team“, strahlte BG-Trainer John Koukos. Seine Vermutung: Durch die zahlreichen Verletzten (siehe Infokasten) hätte sich der Rest noch mehr ins Zeug gelegt, sei noch motivierter gewesen.

Die Veilchen begann konzentriert, spielten schnell und erfolgreich. Katarina Flasarova knüpfte da an, wo sie zuletzt gegen die Bergischen Löwen im Punktspiel aufgehört hatte, übernahm Verantwortung und traf. 12:4 (5.) lagen die Gastgeberinnen in Front, als der Erstligist dreimal in Folge punktete, auf 10:12 herankam und Koukos eine Auszeit nahm. Mit Erfolg: 18:12 entschied die BG das erste Viertel für sich. Auch den zweiten Abschnitt beherrschten die Göttingerinnen, die 25:14 (13.) führten, dank der routinierten Flasarova, Verdine Warner und Alissa Pierce, die mit 13 Punkten zur Halbzeit die erfolgreichste BG-Werferin war.

Auch nach der Pause ließen die Veilchen nicht nach, allen voran Warner und Flasarova, die den Ball nach vorn trieb, jede Menge Dreier nahm und auch verwandelte, wo Warner unter dem Korb um jeden Rebound kämpfte und viele zweite Versuche noch versenkte. „Es war kein Klassenunterschied zu erkennen“, freute sich Veilchen-Ladies-Geschäftsführer Richard Crowder. Enttäuscht war er allerdings von der Zuschauerresonanz von 170 Fans.

Der Rest hatte wohl den Regen gescheut und die Champions-League im Fernsehen vorgezogen. Die falsche Entscheidung: Ein tolles BG-Team, in dem Pierce, Hirmke, Dobroniak, Flasarova und Warner nahezu durchspielten, sie alle kamen auf Einsatzzeiten zwischen 34 und knapp 39 Minuten. In den letzten Sekunden mussten sie allerdings zuschauen. Da schickte Koukos die Nachwuchsspielerinnen auf das Feld. - BG: Pierce (19/1 Dreier), Ernst, Hirmke (3), Wiehl, Schlüter, Dobroniak (7), Nguyen, Flasarova (25/5), Kentzler, Warner (20).

Komplizierter Handbruch

Verletzungspech: Jennifer Crowder, Mayka Pilz und Fee Zimmermann hatten am Mittwochabend kein Veilchen-Trikot angezogen. Während Zimmermann nach einem Zeckenbiss ein Antibiotikum nehmen muss und deshalb ­pausierte, trugen die anderen beiden Spielerinnen jeweils Verbände am linken Arm. Vor zehn Tagen schon hatte sich Pilz die linke Hand einfach gebrochen. Am vergangenen Wochenende zog Crowder beim Auswärtsspiel in Bergisch Gladbach nach. Ein dreifacher Bruch, bei dem sich erst am Ende der Woche entscheidet, ob vielleicht noch eine Operation folgt. In jedem Fall ist das Basketball-Jahr 2016 für die Studentin beendet, wie ihr Vater – Veilchen-Ladies-Geschäftsführer Richard Crowder – vermutet.

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