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Dance Company bietet Erlebnis „Meisterschaft“

Hip Hop Dance Company bietet Erlebnis „Meisterschaft“

Seit November 2010 gibt es die Göttinger Dance Company (GDC). Zehn Tanzfans haben den neuen Verein gegründet, mehr als 50 – vornehmlich Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre – tanzen dort inzwischen Hip Hop oder nutzen das Angebot „Mixed Latino Lady Style“. Viele der Tänzerinnen und Tänzer waren vorher bei der Hip Hop Dance Academy aktiv, haben aus verschiedensten Gründen ihre Verträge dort gekündigt.

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Nur eine Zwischenstation: Nach den Anfängen in der Musa tanzen die Mitglieder der Göttinger Dance Company mit Trainer Patrick Decavele (vorn) ab Mitte März in angemieteten Räumen in der Innenstadt.

Quelle: Pförtner

„Wir wollten zusammenbleiben, haben auch den ASC 46 und MTV Geismar in Erwägung gezogen. Aber dort standen jeweils nur einige wenige Übungsstunden zur Verfügung“, berichtet die stellvertretende Vorsitzende Corinna Lange, die seit 15 Jahren Hip Hop tanzt. Die Neugründung des Vereins verbreitete sich in der hiesigen Tanzszene wie ein Lauffeuer. In jeder Trainingseinheit waren neue Mitglieder dabei. „Wir haben viele Anfragen, schließlich ist das in einer Tanzschule ein teurer Sport“, sagt Lange, die sich darüber freut, dass auch Tänzer dabei sind, die zuvor „ein, zwei Jahre pausiert haben“. Andreas Müller, der erste GDC-Vorsitzende, sagt, dass das Hip-Hop-Tanzen „inzwischen ein elitärer Sport“ geworden sei. Moderate Konditionen („Wir müssen mit diesem Sport kein Geld verdienen“) und viele Übungszeiten will der Verein anbieten, ebenso sollen ambitionierte Tänzer die Möglichkeit haben, an Wettkämpfen und Meisterschaften teilzunehmen.

Auf Initiative einiger Jugendlicher hat sich schon bald nach der Vereinsgründung die Möglichkeit ergeben, einen geeigneten Raum in der Musa am Hagenweg – mit Parkett und Spiegel – zu mieten. Der Wunsch, möglichst bald in Innenstadtnähe zu trainieren, hat sich inzwischen erfüllt. Ab Mitte März wird in den Räumen des Fitnessstudios Felin (Kurze Geismar Straße) getanzt. Mit Patrick Decavele und Yesim Demiran (Vize-Weltmeisterin im Duo) haben die Vereinsverantwortlichen erfahrene Trainer engagiert. Sandra Seelke bietet nach Angaben Langes „einen sehr fröhlichen Kurs für Frauen Ende 30, Anfang 40“, die gern ohne Partner nach lateinamerikanischen Rhythmen tanzen und etwas für ihre Fitness tun möchten.

„Mehr als hundert“ Vereinsmitglieder wünscht sich Müller. Das habe nichts mit Größenwahn zu tun, sondern vielmehr damit, mehr Vorteile bei der Hallenvergabe durch die Göttinger Sport- und Freizeit GmbH (GoeSF) zu haben. „Im Mai werden die neuen Pläne gemacht, vielleicht haben wir dann die Chance auf Zeiten in Sporthallen“, sagt Müller. „Es läuft“, lehnt sich der Vater der Wettkampftänzerin Michelle Müller zufrieden zurück. Erste Erfolge haben die Tänzer bei den Dutch Open in Holland schon verbucht (Tageblatt berichtete). Eine GDC-Wettkampf-Formation wird es wahrscheinlich in diesem Jahr noch nicht geben. „Wer möchte, kann sich den Gruppen in Hannover anschließen. Mehrere Trainer prägen die Kinder ja auch“, sagt Müller.

Für den Rückzug aus der Hip Hop Dance Company nennt das Vorstandsduo mehrere Gründe. Als langjährige Mitglieder beklagen sie den „nachlassenden Kundenservice“, das Streichen von Hip-Hop-Angeboten und die damit einhergehende Aufwertung des Fitnessbereichs, in dem „Zumba“ inzwischen eine große Rolle spielt. „Wir möchten den Kindern aber nicht das Erlebnis ,Meisterschaft‘ nehmen. Außerdem haben wir gesehen, dass viele Eltern dabei sind und auch mithelfen. Darum machen wir jetzt unser eigenes Ding, müssen natürlich erst einmal Erfahrungen sammeln“, sagt Lange. Eine Stellungnahme von der Hip Hop Dance Academy zum Aussetzen der Wettkampfaktivitäten und den abgewanderten Mitgliedern war nicht zu bekommen.

Viele Nachwuchstänzer haben jetzt auch die Möglichkeit, als Übungsleiter im Verein Eigeninitiative zu übernehmen. Müller hofft, dass sich die Jugendlichen bei der GDC ebenso wohl fühlen wie in all den Jahren bei der Dance Academy. „Wir hatten dort eine wunderbare Zeit, aber die Stimmung ist im vergangenen Jahr gekippt. Und jede Aktion erfordert eben eine Reaktion“, so Müller, der Disco-Fox auf seine Art tanzt, durch seine erfolgreiche Tochter in den vergangenen Jahren allerdings viel Erfahrung in der Hip-Hop-Szene gesammelt hat.

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