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Muskelriss und Medaillensammlung

Abschluss beim Erlebnis Turnfest Muskelriss und Medaillensammlung

„Denkt an die Tage, die hinter uns liegen..., heißt es im Lied „Auf uns“ von Andreas Bourani. „Im Regen stehen wir niemals allein“, kommt auch darin vor. Die Volunteers, die sich am Montag an der NDR1-Kultbühne zur Dankeveranstaltung eingefunden hatten, wussten nur zu gut, wovon der gebürtige Augsburger singt.

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Der Rest vom Fest: Von den 1200 Volunteers waren längst nicht mehr alle zur Abschlussveranstaltung gekommen. Viele waren bereits nach Hause gefahren, um Schlafdefizite auszugleichen.

Quelle: Swen Pförtner

Göttingen. Ein Großteil der helfenden Hände beim Erlebnis Turnfestes war müde, sehr müde. Aber die letzten gemeinsamen Stunden wollten sich die Volunteers doch nicht entgehen lassen. Es gab aber auch ganz andere Beispiele, so wie Carina Dannehl und Marco Böhm. „Wir haben Urlaub, Göttingen ist eine schöne Stadt und wir überlegen, noch ein bisschen zu bleiben“, erzählt Carina, für die es das zweite Turnfest war. Die Osnabrückerin hat damals mit ihrem Freund beim eigenen Turnfest Geschmack an der Veranstaltung bekommen und sich deshalb in Göttingen angemeldet.

Sollte dem Paar nichts einfallen, dann wird sich bestimmt Sven Dannehl nicht darüber beklagen, wenn ihm seine Schwester beim Abbau der Medaillensammlung im Alten Rathaus hilft. Denn die Raritäten müssen wieder säuberlich verpackt mit nach Zeven. 1983 hat Dannehl das erste Mal an einem Turnfest teilgenommen, lässt inzwischen keins aus.

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Die Medaillen und Abzeichen, die es für die Teilnahme jeweils gab, weckten die Sammelleidenschaft in ihm. Inzwischen reichen seine „Schätze“, um eine ganze Ausstellung zu füllen. Seit dem 1. Juni war sie in Göttingen im Alten Rathaus zu sehen. „Es waren über 1.000 Besucher da“, erzählt Dannehl, der die Hitze und den Regen nicht als ganz so schlimm empfand. „Da sind die Leute dann eher mal reingegangen.“

In Göttingen wollte er natürlich auch gern eine Medaille bekommen, doch ein Muskelriss hätte ihm fast einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Ich habe mich zum Wahlwettkampf eingetragen, konnte mich aber natürlich nicht richtig bewegen.“ Die Medaille gab es für das Geburtstagskind, der am Montag 47 Jahre alt wurde, aber trotzdem und fährt nun mit nach Zeven. Seine wertvollsten Abzeichen kommen in die Vitrine, der Rest bleibt im Koffer, bis zum nächsten Turnfest.

In vier Jahren trifft sich die Turnfestfamilie in Oldenburg. Viele von den Volunteers werden sicherlich wieder dabeisein. Eigentlich haben sie gar keine andere Wahl, denn die Dankesworte von Heiner Bartling (Vorsitzender des Organisationskomitees und NTB-Präsident), Angelika Wolters (Vorsitzende des Organisationskomitees und NTB-Vizepräsidentin Gesellschaftspolitik) und auch Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, die allesamt die Wichtigkeit der Helfer betonten, sind quasi verpflichtend.

Das Turnfest in Zahlen

  • Leicht erhöht war das Patientenaufkommen in den Notaufnahmen des Weender Krankenhauses und der Universitätsmedizin Göttingen, es wurden nur „Bagatellverletzungen“ registriert.
  • 3 Sitzschalen im Jahnstadion haben am Freitag gebrannt
  • 400 Freiwillige des ASC 46 waren als Volunteers aktiv
  • 1 Mülleimer hat am Donnerstag im Bereich des Jahnstadions gebrannt
  • 20 Rettungsdienst-Transporte sind insgesamt registriert worden
  • 9 Jahre war der Junge alt, der mit Hilfe der Feuerwehr wieder mit seiner Mutter zusammengebracht wurde.
  • 4 Menschen hatten sich zu einer kurzen Demonstration vor dem Bundeswehr-Infostand zusammengefunden.
  • Absolut friedlich, absolut harmonisch“, „das Sicherheitskonzept ist voll aufgegangen“, „auch für uns als Polizei eine tolle Veranstaltung“, „hervorragende Stimmung“, lauteten die Rückmeldungen von Polizei, Notaufnahmen und Feuerwehr.

Randnotizen

“War schon früh.“ Gerhard Mogge ist vier Tage lang früh aufgestanden. Der Rentner hat mit anderen Senioren des MTV Grone um 4.10 Uhr in der Geschwister-Scholl-Gesamtschule den Catering-Service empfangen. „Da war man noch nicht richtig wach und musste schon Brötchen schleppen“, sagte der 75-jährige freiwillige Helfer.

Bayern-Feeling in Roringen: Die Rope Skipper aus Burg Gretesch, das im Osten Osnabrücks liegt, kennen eher plattes Land als bergige Formationen, die denAutofahrer im Winter sogar stressen können. Als die Gruppe, die im Roringer Sporthaus untergebracht war, gerade ihr Ziel erreicht hatte, mussten sich alle Teilnehmer erst einmal für ein Foto auf eine Bank setzen – mit dem Bratetal im Hintergrund. „Wir sind in Bayern“, lautete der Post aus dem Göttinger Bergdorf.

Annika und Svenja Reinhard in Multifunktion: Die Rope Skipperinnen vom TV Roringen waren während der Turnfest-Tage viel gefordert: Sie gingen im Festzug mit, erfolgreich bestritten sie Wettkämpfe, gestalteten springend den Freiluft-Gottesdienst mit, ebenso wie die Stadiongala zum Abschluss und gehörten auch zu den Helfern aus dem Freiwilligendienst (FWD) des ASC 46. Bei der Danke-Veranstaltung wurden sie dann auch noch für ASC-Werbezwecke gefilmt. „Nur, weil wir Zwillinge sind“, sagte eine von Beiden eher anklagend zu ihrer Mutter, die dafür allerdings nur ein Schulterzucken übrig hatte.

Bernd Knapen erwischt längsten Dienst: Der NTB-Mitarbeiter war für die 19 Schulunterkünfte zuständig. Am vergangenen Mittwoch hatte er die ersten Volunteers im Felix-Klein-Gymnasium empfangen, am Montagmorgen die letzten verabschiedet. „Alle Handys wieder da“, meldete er gegen 12.30 Uhr. Das war gleichbedeutend mit: Die Quartiermeister haben die Schulen übergeben, deren Hausmeister haben dort die Regie übernommen. kal

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