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„Das Finale ist unser Anspruch“

Formationstanzen „Das Finale ist unser Anspruch“

Zwei Tage noch bis zum großen Auftritt der Formationstänzer des TSC Schwarz-Gold - dem bislang größten überhaupt in der Vereinsgeschichte. Am Sonntag treten die Göttinger im ungarischen Pécs bei der Weltmeisterschaft an.

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Quelle: ALCIRO THEODORO DASILVA

Göttingen. Cheftrainer Markus Zimmermann spricht im Interview über seine Erwartungen und darüber, wie er seinem Team den letzten Schliff verleihen will.

Wie laufen die finalen zwei Tage vor der Weltmeisterschaft ab?

Traditionell trainieren wir Freitagmorgen um 8 Uhr nochmal auf Parkett im ASC-Clubhaus, anschließend geht es nach Wien. Dort wird Samstagfrüh geprobt, es folgt die Abfahrt nach Pécs. Wir fahren bewusst einen Tag eher los, damit die Tänzer relaxed in Ungarn ankommen, der Sonntag beginnt nämlich sehr früh gegen 4 Uhr mit dem Schminken und Frisieren, um 8.20 Uhr steigt die Generalprobe in der WM-Arena.

Was wird im Training jetzt noch speziell beäugt?

Details. In den vergangenen Wochen haben viel an der tänzerischen Qualität gearbeitet, nun geht es darum, dass alles wie aus einem Guss aussieht. Es wird beispielsweise darauf geachtet, ob sich die Tänzer gleich schnell bewegen und wann die Köpfe gedreht werden.

Welche Formationen gelten als Favoriten auf den WM-Titel?

Da sind immer Braunschweig und Vera Tyumen aus Russland zu nennen. Zudem sind die Weißrussen, die zweite russische Formationen und die Holländer Finalkandidaten. Ungarn dürfte als Gastgeber auch einen gewissen Heimvorteil genießen.

Bestehen für Göttingen Finalchancen?

Der Einzug ins Finale ist auf jeden Fall unser Anspruch und auch nicht so abwegig. Von 13 Mannschaften ziehen voraussichtlich zwölf in die Zwischenrunde ein, sechs ins Finale. Die Qualität dazu besitzen wir auf alle Fälle.

Ist sogar eine Medaille möglich?

Wenn wir unsere Topleistung abrufen können. Aktuell habe ich gute Eindrücke gesammelt, aber es gibt viele Unwägbarkeiten. So ist es für alle unserer Tänzer die erste WM, da ist natürlich Druck dabei. Außerdem haben wir international noch keinen bekannten Namen, was sich eventuell geringfügig auf die Bewertung auswirkt. Entscheidend wird zudem, wie wir mit dem Druck umgehen.

Wie ist es um das Nervenkostüm Ihrer Mannschaft bestellt?

Das werden wir am Sonntag sehen. Bei der Deutschen Meisterschaft hat es hervorragend geklappt, darauf baue ich. Zudem haben wir bei der ersten WM-Teilnahme eigentlich nichts zu verlieren.

Wie kommt es, dass die WM ausschließlich unter Europäern ausgetragen wird?

Formationstanzen ist ein ziemlich europäisches Ding. Bei Einzelpaartänzen ist es mittlerweile internationaler geworden.US-amerikanische und chinesische Teams tanzen auch in der Weltklasse, allerdings mehr auf die Show bezogen. Das stimmt nicht ganz mit den Regularien des Verbands, der die WM organisiert, überein.

Wie sehr hilft die Unterstützung der zahlreichen Anhänger, die aus Göttingen mit nach Ungarn reisen?

Ungemein. Von 72 Reiseteilnehmern sind mehr als die Hälfte Fans. Einige erfüllen sogar kleine Aufgaben im Team wie Schminken, Catering und Reiseorganisation. Eine derartige Einheit von Zuschauern, Tänzern, Trainer und Organisatoren ist deutschlandweit einmalig. Diese mannschaftliche Geschlossenheit eines gewachsenen Teams ist unsere große Stärke und Voraussetzung für eine erfolgreiche WM.

Wo steigt die Party am Sonntagabend?

Die wird schon in der Kabine beginnen. Wir sind traditionell bei jedem Wettkampf die Letzten in der Halle. Anschließend gehe ich davon aus, dass im Hotel kräftig weiter gefeiert wird, entweder aus Freude über das Ergebnis oder über die erste WM-Teilnahme einer Göttinger Mannschaft.

Interview: Rupert Fabig

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