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Deutsche Elf begeistert 2075 Göttinger Fans

U-16-Nationalmannschaft Deutsche Elf begeistert 2075 Göttinger Fans

Im ersten von zwei Vergleichen der U-16-Teams aus Deutschland und Nordirland siegte das deutsche Team gestern vor 2075 Zuschauern mit 3:2 (1:1). Hätte aber höher gewinnen müssen.

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Frühe Führung: Serge Gnabry und Matti Steinmann (l.) freuen sich über das 1:0.

Quelle: Pförtner

Ein Hauch von Fußball-WM weht gestern Nachmittag durch das Göttinger Jahnstadion: Nicht nur bestreitet eine deutsche Nationalmannschaft ein Länderspiel, sie zeigt auch phasenweise jene Spielfreude, die die deutsche Mannschaft vor wenigen Monaten in Südafrika ausgezeichnet hat.
Vor allem die Offensivkräfte Gnabry vom VfB Stuttgart, Mukhtar von Hertha BSC und Benkarit von Borussia Dortmund bereiten den Zuschauern viel Freude. Spieler des Tages ist Gnabry, der bereits in der 4. Minute den Torreigen eröffnet und an allen drei deutschen Treffern beteiligt ist. Ihn zeichnet ein ausgezeichnetes Dribbling, eine gute Spielübersicht und eine enorme Laufbereitschaft aus.

Von den Zuschauern, unter ihnen Beobachter von Bundesligaklubs, gibt es in der 11. Minute zum ersten Mal Szenenapplaus für einen gelungenen deutschen Angriff, und die körperlich schwächeren Nordiren drohen auseinanderzufallen. Die deutsche Mannschaft, in der auch Steinmann vom HSV vor der Abwehr und der Stuttgarter Defensivspieler Weiss überzeugen, spielt sich in hohem Tempo und mit sehenswerten Kombinationen immer wieder über die linke Seite durch, versäumt es aber, die Führung auszubauen. Die kalte Dusche folgt kurz vor der Pause des zweimal 40-minütigen Spiels: Die deutsche Elf agiert unkonzentriert, und Conlon markiert das 1:1.

Nach der Halbzeit jedoch das alte Bild: Deutschland stürmt, Nordirland um McNair von Manchester United reagiert. Tore von Goretzka und Palacios-Martinez sorgen für die Vorentscheidung. Der 3:2-Anschlusstreffer der technisch durchaus überzeugenden Nordiren bleibt ein Schönheitsfehler.
„Ich bin absolut zufrieden, weil die Mannschaft heute sehr zielstrebig nach vorn gespielt hat“, resümiert Ex-Profi und DFB-Coach Stefan Böger, der die Umsetzung des beim Lehrgang in Teistungen trainierten Spielaufbaus lobt. Neben der mangelhaften Chancenverwertung stören ihn nur die „Nachlässigkeiten“ bei den Gegentoren: „Die Abwehraufgaben dürfen nicht vernachlässigt werden.“

Alles in allem besitze der Kader jedoch „in der Breite eine gute Qualität“. Hans-Jürgen Lotz, Vorsitzender des Veranstalters NFV-Kreis Göttingen, ist sowohl mit der Leistung der Teams als auch angesichts der Herbstferien mit der Zuschauerresonanz durchaus zufrieden. „Nur der letzte Pass kommt bei den Deutschen zu selten an“, bemängelt er. Das scheine aber eine deutsche Krankheit zu sein – bei Klose und Co. sei es schließlich ähnlich.

Von Eduard Warda

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