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Semiprofessionell im Jedermannrennen

Tour d´Energie Semiprofessionell im Jedermannrennen

Gegen Christian Müller hatte bei der Tour d´Energie 2016 kein anderer Fahrer eine Chance. Wie auch? Der Amateur-Weltmeister von 2015 und 2016, der beim Jedermann-Rennen als Solist triumphierte, fährt in einem von etwa zehn Teams mit semiprofessionellen Strukturen: individuelle Trainingspläne, Ernährungsberater und Team-Trainingslager gehören fest dazu.

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Startszene Tour d'Energie 2016.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Teure Carbon-Rennräder, klar definierte Teamziele und eine ausgeklügelte Taktik sind bei Mannschaften wie Merkur-Druck ebenfalls zur Selbstverständlichkeit geworden. Kein Zweifel: Die Tour d´Energie wurde seit ihrer Erstaustragung im Jahr 2005 an der Spitze deutlich ambitionierter. Und auch in der Breite. „Viele Fahrer sind allein schon deshalb professioneller geworden, weil sie Wiederholungstäter sind“, sagt Alexander Frey, der Geschäftsführer des Ausrichters Göttinger Sport & Freizeit GmbH (GoeSF). „Mit Bonanza- oder Hollandrädern die Strecke abzufahren, wie in den ersten Jahren des Rennens, das gibt es eigentlich nicht mehr“, betont er.

Weniger Sportler auf der Langstrecke

Es ist beachtlich, dass in einem gemeinsamen Wettkampf Radsportler mit Profi-Trainingsumfängen gegen Gelegenheitsradler antreten. Doch dass die Sieger aus Sicht von Hobbysportlern wie Profis wirken, sieht Frey keineswegs negativ. „Die starken Teams werten die Veranstaltung auf sportlicher Ebene auf, es kommt Rennfeeling rüber“, findet er. Zudem seien „90 Prozent der Teilnehmende von dem, was vorn passiert, ohnehin unberührt. Sie kämpfen gegen sich, die eigene Uhr, und gegen die Zielzeit vergangener TdEs“, sagt Frey. Und: Immer wieder schaffen auch „Local Heroes“ (Frey) den Sprung nach vorn – wie im vergangenen Jahr auf der Kurzstrecke Nicolas Nikuradse. Auf der Langstrecke sind hingegen im Vergleich zu Erstaustragungen deutlich weniger Sportler ganz vorn zu finden.

Das Stichwort „Professionalisierung“ werde Frey zufolge in der Jedermann-Szene häufig allzu kritisch genutzt. „Für mich bedeutet Professionalisierung auch Organisationssicherheit und Optimierung der Abläufe“, betont er – und Daniel Koch von der GoeSF weiß: „Viele Orga-Abläufe sind über die Jahre zur Routine geworden“. Nur zwei Dinge seien aus Sicht der GoeSF unberechenbar: das Wetter sowie das Horror-Szenario eines großen Autobahn-Unfalls, der eine Umleitung über die Rennstrecke erforderlich machen würde.

Fest vor Augen hat Frey noch, dass bei den ersten beiden Austragungen jeweils rund 50 Leute nicht im Ergebnis geführt wurden, weil die Transpondertechnik versagte. „Wenn ich sehe, dass wir heute bei dreimal so vielen Startern nahezu 100 Prozent erreichen, dann haben wir schon ein hohes Niveau erreicht.“

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