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„Die Mannschaft ist cool“

Michelle Rösler wirft Siegtor für die HSG Göttingen und bleibt bescheiden „Die Mannschaft ist cool“

 Es ist eines der wichtigeren Tore gewesen, die Michelle Rösler in ihrer 15-jährigen Handball-Laufbahn geworfen hat: das 25:24-Siegtor der HSG Göttingen im Oberligaspiel gegen den Hannoverschen SC. Das hat die 21-Jährige in dem Moment allerdings gar nicht realisiert. „Ich habe einfach geworfen und der Ball war drin.“

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Durchsetzungsstark: Michelle Rösler (r.).

Quelle: Pförtner

Göttingen. Gut 90 Sekunden vor dem Abpfiff war das 25. HSG-Tor, ihr vierter Treffer in diesem Spiel, gefallen. Einen Gäste-Angriff haben die Göttingerinnen danach noch unbeschadet überstanden und anschließend die Uhr runtergespielt. „Dann haben sich alle gemeinsam gefreut. Wir spielen ja auch alle gemeinsam in einem Team“, gab sich die halbrechte Rückraumspielerin bescheiden.

Mit sechs Jahren hat die Volpriehäuserin bei der HSG Schoningen/Uslar/Wiensen mit dem Handball begonnen – und ist dabei geblieben. Zeitweise hat sie auch noch bei der Leichtathletik vorbeigeschaut, sich schließlich aber für den Teamsport entschieden. Als sich mit 16 Jahren abzeichnete, dass es im Damenbereich bei der Solling-Spielgemeinschaft keine Perspektive geben würde, weil viele Handballerinnen zum Studium abgewandert sind, entschloss sich die Rechtshänderin zum Wechsel nach Göttingen.

Hatte sie bislang in den Jugendmannschaften gespielt, schloss sie sich bei der HSG Göttingen gleich den Damen an. Dort ist sie Stammspielerin, fährt zweimal wöchentlich zum Training. „Die Mannschaft ist cool, wir verstehen uns gut und haben viel Spaß“, berichtet Rösler, die seit September 2015 an der Uslarer Albert-Schweitzer-Schule eine Ausbildung zur Heilerzieherin macht.

Den Sprung von der Landesliga in die Oberliga bezeichnet sie „als doch gravierend“. Das Tempo sei wesentlich schneller und das Spiel insgesamt wesentlich härter. Von schwerwiegenden Verletzungen ist sie bislang, abgesehen von einer Blessur am Fuß, verschont geblieben. „Einen Kopf über den jeweiligen Gegner“ macht sich Rösler nicht. Daher sind auch die Derbys gegen die HG Rosdorf-Grone und die HSG Plesse-Hardenberg Spiele, wie alle anderen auch. „Ich bin mit dieser Konkurrenzsituation nicht aufgewachsen. Die spielt für mich keine wesentliche Rolle.“

Die Partie gegen Hannover wollte sie unbedingt gewinnen, weil das Hinspiel so deutlich verloren gegangen war. Und als dann in der 59. Minute die Lücke da war, hat sie ihre Eins-gegen-Eins-Stärke genutzt und getroffen. Neun Spiele vor dem Saisonende gehört der Tabellensiebte damit weiter zu den Mannschaften mit einem deutlich positiven Punktverhältnis (22:12), die schon ein weiteres Oberliga-Jahr planen können. 

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02.12.2016 - 20:20 Uhr

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