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Demnächst ist auch ein Baby dabei

Janina und Kimberly Schmieding Demnächst ist auch ein Baby dabei

Beide haben im Alter von sechs Jahren den Ball in die Hand genommen, beide sind der HSG Göttingen zeit ihres bisherigen Sportlerlebens treu geblieben: die Handballerinnen Janina und Kimberly Schmieding gehören zum Stamm des HSG-Teams, das Anfang September in seine zweite Oberliga-Saison startet.

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Quelle: gt

Göttingen. Die beginnt allerdings ohne Janina. Die 23-Jährige ist schwanger, der Geburtstermin ihres Kindes liegt Anfang Oktober. „Wenn alles gut geht, möchte ich Ende Oktober wieder spielen. Immer mal ein paar Minuten meine Schwester auf der Mittelposition ersetzen“, sagt die Linkshänderin, die hauptsächlich auf Rechtsaußen eingesetzt wird.

Ein bisschen viel Gemeinsamkeit

Als Konkurrentinnen sehen sich die Schwestern nicht - nicht mehr. „In der C-Jugend fand ich es blöd, dass wir zusammen in einer Mannschaft gespielt haben. Als wir 14, 15 waren, hat es dann schon mal gekracht“, berichtet Janina. Ihre um ein Jahr jüngere Schwester erklärt warum: „Wir haben die selbe Schule besucht, hatten die selben Freunde, haben uns natürlich zu Hause gesehen. Das war dann während der Pubertät ein bisschen viel Gemeinsamkeit.“

Torfrau und Co-Trainer sind neu

Lediglich eine Torfrau muss die HSG Göttingen in ihrer zweiten Oberliga-Saison ersetzen: Diese Lücke schließt Jennifer Uhl von der HSG Rhumetal. Uwe Viebrans, der große Teile des Teams schon seit der C-Jugend trainiert, bekommt an der Seitenlinie und im Trainingsalltag Unterstützung durch Co-Trainer Alexander Klein, der in der Vorbereitung auch die Laufeinheiten begleitet hat.

Ziel der Mannschaft, die auch zusammen feiert, angrillt und ins Kino geht, ist in der Saison 2016/17 ein Mittelfeldplatz. Als Aufsteiger hatte die HSG Göttingen nach der Hinrunde auf Rang zwei gelegen, rutschte dann aber noch ab auf Platz sieben in der Abschlusstabelle ab. kal

Für Janina stand später zur Diskussion, den Verein zu wechseln. Die Krankenschwester hat in Braunschweig gearbeitet und gelebt und sich dort auch Mannschaften angeschaut. Letztlich hat sie sich aber für die HSG, deren Spielweise und ihre Freundinnen entschieden. „Ich fände es auch nicht schön, wenn wir als Schwestern gegeneinander spielen würden.“ Zum Handball sind die Schwestern gekommen, weil auch ihre Eltern Handball gespielt haben und die SV in ihrem Heimatort Groß Ellershausen diesen Sport im Angebot hatte.

Spaß und Respekt

„Ich habe auch mal Tennis und Tischtennis zwischendurch gespielt, Handball war aber immer erste Wahl“, berichtet die angehende Sparkassenkauffrau Kimberly. Janina war neben dem Tennis noch beim Basketball und Schwimmen. Gemeinsam haben die Schwestern, die in den Jugendmannschaften auf Oberliga-Niveau gespielt haben, alle Leistungsklassen im Damen-Handball kennengelernt. „Oberliga macht schon am meisten Spaß. Wir hatten anfangs aber Respekt vor dieser Liga“, sagt Kimberly.

Mit ihrem körperbetonten 1:1-Spiel hat die HSG viele Gegner überrascht. „Wir leben vom Tempo und sind von allen Positionen aus wurfstark“, fasst Janina zusammen. Ihre Schwester vermutet, dass sich die etablierten Mannschaften im zweiten Oberliga-Jahr darauf eingestellt haben. „Die Auf- und Absteiger können wir vielleicht noch überraschen, im Training arbeiten wir aber auch an Alternativen.“

Bis nach Hollenstedt vor die Tore Hamburgs geht die weiteste Auswärtsreise, immer mit einem Reisebus, in dem auch Eltern und Freunde sitzen. Und zukünftig auch ein Baby. „Meine Mutter ist dabei, alle wissen es, das ist geregelt“, sagt Janina.

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