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„Die bekloppten Pferde nehme ich“

Till Möller „Die bekloppten Pferde nehme ich“

Sportlicher Typ: Vor einigen Jahren fuhr er noch Skirennen, jetzt hat der Göttinger Springreiter Till Möller sich für die Weltmeisterschaft der Studentenreiter qualifiziert. Der 25-Jährige hofft bei dem Turnier im schwedischen Flyinge (29. Juni bis 2. Juli) auf eine Medaille in der Einzelwertung Springen.

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Till Möller bleiben noch vier Wochen, um sich auf die Weltmeistersschaft der Studentenreiter vorzubereiten.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Reiten war nicht immer sein Leben. Vor einigen Jahren ritt Till Möller zwar schon, doch sein wahrer Ehrgeiz kam auf der Skipiste zum Vorschein. „Ich war im Landeskader Ski, war norddeutscher Meister und bin FIS-Rennen gefahren“, erzählt er.

Zu Anfang seines Agrarwissenschafts-Studiums in Göttingen hörte Möller mit dem Leistungssport Ski auf und konzentrierte sich auf das Reiten, womit er ebenfalls erfolgreich ist. Er reitet Springprüfungen bis zur Klasse S, hat sich nun für die Weltmeisterschaft der Studentenreiter qualifiziert.

Mit zwei anderen Reiterinnen geht er Ende Juni für Deutschland an den Start. „Natürlich wollen wir Weltmeister werden“, sagt er grinsend, aber man müsse sehen, wie es laufe. Hoffnung auf eine Medaille mit der Mannschaft sowie im Einzel-Springen habe er aber.

Wie im „echten Reitsport“ gehöre Deutschland zu den starken Ländern, Konkurrenz sei unter anderem Spanien, so Möller. Für die Mannschaft ausgewählt wurde er beim Qualifikationslehrgang. „Zwölf Studentenreiter werden eingeladen“, sagt er, die gehören zum Kader des Deutschen Akademischen Reiterverbands (DAR).

Kriterium seien Erfolge auf deutschen Studentenreitturnieren und der deutschen Meisterschaft, aber auch, ob man vielseitig veranlagt sei - Dressur und Springen gut reite - und mit verschiedenen Pferden klarkomme. „Wir sind eine große Studentenreitgruppe“, sagt Möller, der seit sechs Jahren Studentenreiter ist und aus einer Studentenreitfamilie kommt.

Wenn man zur WM wolle, müsse man gute Leistungen erbringen - wie Möller, der bei der Deutschen Meisterschaft Dritter im Springen wurde. Vor zwei Jahren hat Möller, der gerade seine Masterarbeit schreibt, sich schon einmal qualifiziert - doch die WM wurde wegen Organisationsproblemen abgesagt.

„Es ist toll, nochmal die Chance zu bekommen“, freut er sich. Vor der WM stehe viel Mannschaftstraining an. Dafür trainieren sie in verschiedenen Ställen mit zur Verfügung gestellten Pferden. Ein eigenes Pferd hat Möller nicht, er bekommt von einem Züchter Pferde zur Verfügung gestellt. „Momentan habe ich drei Turnierpferde“, sagt er. Bei der Mannschaftsdressur komme es darauf an, zu erkennen, wer auf welches Pferd passe, erklärt Möller. „Die Bekloppten nehme meistens ich“, sagt er grinsend.

Von Hannah Scheiwe

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