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Diemarden will vor Kreissportgericht

Fußball-Kreisliga Diemarden will vor Kreissportgericht

Empört und verärgert haben die Verantwortlichen des Fußball-Kreisligisten TSV Diemarden auf die Entscheidung von Staffelleiter Volker Linne reagiert, nach Absprache mit dem Kreisspielausschuss-Vorsitzenden Alfred Bonenberger die am vergangenen Sonntag ausgefallene Partie gegen die SG Werratal wegen Nichtantretens der Diemarder mit 5:0 Toren und drei Punkten für Werratal zu werten.

Linne hatte die Begegnung im Zuge eines Heimrechttausches nach Hedemünden verlegt, nachdem Diemardens Abteilungsleiter Ulrich Nitsche den Staffelleiter, den angesetzten Schiedsrichter und SG-Trainer Thomas Hellmich darüber informiert hatte, dass der TSV-Platz unbespielbar sei. Zu dem bei der SG Werratal angesetzten Termin war das Diemarder Team nicht erschienen.

„Wir werden uns den Punktabzug nicht gefallen lassen und vor das Kreissportgericht ziehen“, kündigte TSV-Spielertrainer Christian Nitsche gegenüber dem Tageblatt an. Der Tabellenfünfte fühle sich von Linne falsch informiert, begründete der Diemarder Coach den angekündigten juristischen Schritt. Sein Vater Ulrich habe Linne am Sonntag um 9 Uhr mitgeteilt, dass der Platz nicht bespielbar sei. Der Staffelleiter habe ihm aufgetragen, das Spiel als Ausfall ins Internet zu stellen, dann sei die Sache für den TSV Diemarden erledigt. „Im Vertrauen auf diese Aussage habe ich meine Spieler ins Wochenende geschickt, am frühen Nachmittag aber einen Anruf meines Vaters erhalten, dass das Spiel nun in Hedemünden ausgetragen werden soll. Da hatte ich aber keine Chance mehr, meine Spieler rechtzeitig zusammen zu trommeln“, versichert Christian Nitsche.

Linne bestätigt gegenüber dem Tageblatt den Anruf von Ulrich Nitsche, streitet aber ab, den Spielausfall abgesegnet zu haben. „Laut unserer Satzung wird das Heimrecht automatisch getauscht, wenn der Platz des Gegners bespielbar ist. Das sollten die Diemarder wissen“, stellte der Staffelleiter klar. Es reiche auch nicht aus, den gegnerischen Trainer zu informieren, vielmehr hätte Ulrich Nitsche Werratals Abteilungsleiter Jan Ehlert über die Unbespielbarkeit des Platzes in Kenntnis setzen müssen. Das sei aber nicht geschehen. Ehlert habe die Information vielmehr von Hellmich erhalten und darauf hin der Austragung der Partie in Hedemünden zugestimmt. „Die ganze Sache ist sicher ärgerlich für Diemarden, aber man sollte sich schon an den offiziellen Weg halten, damit so etwas nicht passiert. Vor dem Kreissportgericht hat Diemarden jedenfalls keine Chance“, ist Linne überzeugt. SG-Coach Hellmich bedauert, dass die Entscheidung über den Ausgang der Partie am grünen Tisch gefällt worden ist: „Wir hätten gerne gespielt“, versicherte er. „Wir können aber absolut nichts dafür, wie diese Sache gelaufen ist.“

Von Michael Geisendorf

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