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Diskussion um Aufstieg in die dritte Liga

HSG Plesse-Hardenberg Diskussion um Aufstieg in die dritte Liga

Die Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg stehen in der Oberliga vor der Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstiegsrecht in die 3. Liga. Bis Freitagabend müssen die HSG-Verantwortlichen für die dritthöchste deutsche Spielklasse melden. Der Aufwand stiege gewaltig.

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Auch wenn es für den Klub teuer würde: Marilena Henne und die HSG-Frauen wollen in die 3. Liga aufsteigen.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Göttingen. Meisterfeiern, Aufstiege, der Sprung in die nächsthöhere Spielklasse. Dafür trainieren Spieler, es ist das Ziel eines jeden Sportlers. Unterschiedlich groß sind die Sprünge zwischen den Ligen, einer der größten steht zwischen Landes- und Bundesverband an. So wie jetzt bei der HSG Plesse-Hardenberg, die aus Niedersachsens höchster Spielklasse Oberliga in die unterste des Deutschen Handball-Bundes aufsteigen kann.

Einiges ist teurer als in der 3. Liga

Bereiste man in den vergangenen Jahren Niedersachsen und sparte dabei das Weser-Ems-Gebiet noch aus, begäbe sich die Mannschaft dann auf Deutschlandreise. Als Vergleich dient die HSG Osterode Harz aus dem Nachbarkreis, die seit Bestehen der 3. Liga 2010 dabei ist, in dieser Saison in der Oststaffel spielt und nach Nordrhein-Westfalen, Hessen, Sachsen, Brandenburg, Berlin und Bayern reiste.

Knapp 5000 Kilometer legte Osterode für zehn Auswärtsspiele zurück, und damit 2000 Kilometer mehr als die HSG in 13 Spielen. Deren weiteste Fahrt führte nach Ashausen, nächste Saison könnte es nach Frankfurt/Oder gehen, oder nach Bayreuth. Die Fahrtkosten steigen an, keine Frage. Und noch so einige andere Dinge sind teurer in der 3. Liga.

Vorab ist eine Bankbürgschaft über 5000 Euro zu hinterlegen, sie dient dem DHB als Sicherheit. Der Spielklassenbeitrag beträgt 1428 Euro, kürzlich mussten 575 Euro an den Verband überwiesen werden. Im Schnitt zahlt ein Frauenoberligist 117 Euro pro Spiel an die Schiedsrichter, 0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer und 28 Euro pro Schiedsrichter.

In Liga drei liegt der Schnitt bei knapp 400 Euro. Jeder Schiedsrichter erhält 75 Euro, die Gespanne kommen selten aus der Nähe, die Fahrtkosten steigen. Im Gegensatz zur Oberliga wird in der 3. Liga auch das Kampfgericht angesetzt. Zeitnehmer und Sekretär erhalten jeweils 30 Euro plus Fahrtkosten. Kommt ein Schiedsrichterbeobachter, erhält er 40 Euro. So kommt pro Spiel einiges zusammen.

Alles neu

Da muten all die anderen Dinge wie der elektronische Spielbericht, die Videoaufzeichnungen oder der Ordnungsdienst wie das kleine Einmaleins an. Die Hallenstandards sind auch meist unproblematisch. Allerdings muss dann auch die HSG mit Kleber spielen, ohne geht es in der 3. Liga nicht. Dopingkontrollen sind da eher selten, sie treffen meist nur die Mannschaften, in denen Jugend- oder Juniorennationalspielerinnen zu finden sind.

Neu wäre auch, dass auf allen Trikots, Trainingsanzügen und auf der Trainerbekleidung das Logo der 3. Liga zusehen sein muss und dass die Offiziellen auf der Bank sichtbar mit A, B, C und D gekennzeichnet sein müssen.

Verständlich ist vor diesem Hintergrund, dass die HSG und ihr Förderverein die Entscheidung überdenken. Bis zum 15. April muss sie gefallen sein, dann ist Meldeschluss.

Von Denise Kricheldorf-Mai

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