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Doppel-Olympiasiegerin Kemmer in Bettenrode

7. Bettenröder Dressurtage Doppel-Olympiasiegerin Kemmer in Bettenrode

Philipp Hess und sein Organisationsteam beteuern gebetsmühlenartig, dass sie die Bettenröder Dressurtage in kleinen Schritten weiter entwickeln wollen. Nun dürften sie allerdings einen gewaltigen Sprung gemacht haben.

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Team-Gold in Peking 2008: Heike Kemmer, Isabell Werth und Nadine Capellmann (von links) präsentieren ihre Medaillen.

Quelle: AFP

Olympia-Teilnehmer gab es zwar schon zu sehen im idyllischen Bettenrode, mit Heike Kemmer ist es Hess und Co. nun allerdings gelungen, für die vom 19. bis 22. August stattfindende 7. Auflage einen wirklich großen Namen des Reitsports zu präsentieren, den auch Nicht-Insider sicherlich kennen.

„Ich freue mich sehr auf das Turnier in Bettenrode. Meine Trainingspartnerin Leonie Bramall hat mit nur Gutes über das Turnier erzählt“, sagt Kemmer. Die kanadische Olympia-Teilnehmerin war im vergangenen Jahr in Bettenrode erfolgreich. Wirkliche Triumphe hat jedoch Heike Kemmer zu präsentieren und das en masse: 2004 und 2008 gewann sie bei den Olympischen Spielen mit der deutschen Equipe Mannschaftsgold, in Peking gewann sie zudem die Einzel-Bronzemedaille. Mit der Mannschaft siegte sie auch bei der WM 2006. Zweimal wurde sie deutsche Meisterin 2005 und 2006. Auch ein EM-Titel fehlt in ihrer Sammlung nicht (2005).

Der Name, der mit all den Erfolgen verknüpft wird, wird jedoch weder in Bettenrode noch bei Championaten mehr über die Ansage zu hören sein: Der von Erfolgspferd Bonaparte. „Ich hatte eigentlich gehofft, dass wir 2010 noch ein erfolgreiches Jahr erleben, mit der WM als krönenden Abschluss. Doch Bonni erkrankte schwer. Es geht ihm jetzt viel besser, aber er wird keine Championate mehr gehen“, sagt Kemmer. So wurde aus dem Medaillentraum 2010 ein sportlich sehr entbehrungsreiches Jahr für die 48-Jährige. „Meine Nachwuchspferde haben sich nicht so entwickelt, wie ich das gehofft habe. Es ist irgendwie alles zusammen gebröckelt“, beschreibt Kemmer ihre Gefühlslage. Weder bei der Deutschen Meisterschaft noch bei internationalen Titelkämpfen war oder ist sie am Start.

Vor drei Monaten hellte sich die Stimmung allerdings überraschend auf. „Ich habe Feleciano bekommen. Marion und Gerhard Müter haben ihn mir zur Ausbildung gegeben. Ich bin begeistert. Er ist ein absoluter Glücksfall“, schwärmt Kemmer von ihrem neuen 15-jährigen Partner im Dressur-Viereck. Vor zwei Wochen war sie mit ihm bei einem Turnier in Dresden bereits platziert. „Ich habe Feleciano auch schon Bundestrainer Jonny Hilberath vorgeführt. Es ist gut möglich, dass ich mit Feleciano im Winter die World-Cup-Saison reite. Er ist frisch und unverbraucht“, verrät die im 170 Kilometer entfernten Winsen lebende Kemmer.

Wie gut das Paar schon harmoniert, können Besucher der Bettenröder Dressurtage live vor Ort erleben, denn eines der beiden Pferde, die Kemmer präsentieren wird ist Feleciano. Zudem wird sie mit Quantico im Viereck zu sehen sein. Das elfjährige Nachwuchspferd bildet Kemmer seit sechs Jahren aus, es gehört ihr selbst. „Quantico ist schon internationale Prüfungen gegangen, ich war aber mit der Piaff-Passage nicht zufrieden, deswegen reite ich ihn derzeit nur national. Bei großen Prüfungen rutscht ihm leider manchmal ein wenig das Herz in die Hose“, sagt Kemmer. Quantico soll weiter Routine sammeln, damit er im Winter eventuell wieder bei internationalen Prüfungen an den Start gehen kann. Vielleicht gibt es in Bettenrode also die Stars von morgen zu sehen.

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Dressurtage mit Doppel-Olympiasiegerin Kemmer

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