Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Reitsport: Pferde schrecken Kälte und Winter nicht ab

„Sie lieben diese Temperaturen“ Reitsport: Pferde schrecken Kälte und Winter nicht ab

Zarte Schneeflocken fallen aus einem eisgrauen Himmel und legen sich auf Luis Kopf und Körper, doch das stört ihn nicht. Im Gegenteil. Der 10-Jährige beschleunigt seine Schritte, lässt sich plötzlich zu Boden fallen und wälzt sich vergnügt auf dem gefrorenen Untergrund. „Gleich liegt er in der Hahle“, befürchtet Katharina Borchardt, die Vorsitzende des Ländlichen Reitvereins (LVR) Duderstadt.

Voriger Artikel
Sparta gewinnt den 1. Rialto-Cup in Dransfeld
Nächster Artikel
Djordje Curcic bleibt beim TSV Nesselröden

Fühlt sich pudelwohl im Schnee: Carinio (r.), das Schulpferd des LRV Duderstadt.

Quelle: Richter

Eichsfeld. Doch der Alt-Oldenburger passt auf. Statt eine unfreiwilligen Rutschpartie hinzulegen, rappelt er sich auf, die Schneeflocken tanzen um seine flatternde Mähne. „Luis ist unser Ausbruchkünstler“, sagt Borchard. „Beim letzten Mal hat er sich wie ein Jack Russell unter dem Zaun durchgeschoben.“ Kommt jedoch der Nachwuchs ins Spiel, ist Schulpferd Luis auf einmal ganz relaxt. „Das ist wie bei kleinen Kindern“, erklärt Trainerin Dorothee Schulz. „Wenn die sich draußen austoben, dann sind sie in der Schule ganz ruhig.“ Das neue Schulpferd des LVR hat sich unterdessen flotten Schrittes ebenfalls nach draußen gewagt. Carinio, freut sich Borchardt, habe sich in kürzester Zeit zum Liebling der Kinder entwickelt: „Alle schmusen mit ihm, weil er so eine liebe Art hat.“ Einen neuen Sattel hat Carinio dank der 500-Euro-Finanzspritze der Volksbank auch erhalten. „Durch deren Unterstützung können wir unsere Kinder- und Jugendarbeit weiterführen“, erklärt Borchard.

Foto: Richter

Zur Bildergalerie

Die Pferde stört die Kälte nicht, im Gegenteil. „Sie lieben diese Temperaturen zwischen minus sechs und plus zehn Grad. Alles darüber ist schon zu warm“, weiß Trainerin Schulz. Speziell nach längeren Aufenthalten im Stall ist die Freude bei den Vierbeinern groß, endlich wieder frische Luft schnuppern zu können, und das gemeinsam. „Das ist dann wie ein Treffen mit Freunden“, erklärt Katharina Borchardt. Bei Frost können die Pferde allerdings nicht auf die Plätze. Ansonsten „genießen sie es schon, raus zu kommen“, beteuert Arnold Rittmeier, 1. Vorsitzender des RV St. Georg Nesselröden. Aufpassen müsse man jedoch, wenn der Untergrund glatt sei und die Vierbeiner Hufeisen tragen würden: „Dann rutschen sie leichter aus und können sich unter Umständen verletzen.“

„Viel im Gelände unterwegs, wenn es das Wetter zulässt“, ist auch Anne Drößler. Die Westernreiterin aus Gieboldehausen trainiert im Winter –  bedingt durch die Wettkampfpause, die in dieser Jahreszeit herrscht – zwar weniger als sonst, nutzt jedoch gerne die Gelegenheit, sich im Pferdesattel die Winterluft um die Nase wehen zu lassen.

„Kälte und Schnee macht den Tieren gar nichts aus“, versichert die Gieboldehäuserin. Allerdings hat sie bei den Pferden in den frostigen Wochen durchaus eine Wesensveränderung ausgemacht: „Wenn es draußen kalt wird, werden manche etwas gaga im Kopf, buckeln und spielen verrückt. Ich habe keine Ahnung, warum.“

Von Christian Roeben

Voriger Artikel
Nächster Artikel
03.12.2016 - 14:24 Uhr

Bei Borussia Dortmund kommt Supertalent Christian Pulisic immer besser in Fahrt. Die guten Leistungen des 18-Jährigen rufen prominente Interessenten auf den Plan.

mehr
Hardenberg Klassika Gartenmarkt